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Twitter kürzt weitere Stellen bei der Content-Moderation

Twitter kürzt weitere Stellen bei der Content-Moderation

Niklas Lewanczik | 09.01.23

Die Content-Moderation wird auf Twitter weiter eingeschränkt. Hochrangiges Personal muss gehen, während in manchen Regionen kaum noch Inhalte geprüft werden. Das begünstigt auch bedenkliche Entwicklungen außerhalb des Digitalraums.

Nach Angaben von Bloomberg hat Twitter CEO Elon Musk weitere Stellenkürzungen in Unternehmensbereichen angestoßen, die sich um die Sicherheit der Plattform und insbesondere die Content-Moderation kümmern. Demnach mussten unter anderem auch Nur Azhar Bin Ayob, bis dato Head of Site Integrity in der Asia-Pacific-Region, und Analuisa Dominguez, Twitters Senior Director of Revenue Policy, gehen. Mitarbeiter:innen aus Teams, die sich mit der Falschinformationspolitik des sozialen Netzwerks, Beschwerden und staatlichen Medien auf der Plattform befassen, sollen das Unternehmen ebenfalls verlassen. Gegenüber Bloomberg erklärt Twitters Head of Trust and Safety, Ella Irwin, dass das Unternehmen einige Bereich konsolidiere. Im Bereich Beschwerden habe man sogar das Personal insgesamt aufgestockt.

Social Media wie Twitter dienen auch der Radikalisierung – vor allem bei weniger Moderation

Zugleich berichtet die Washington Post im Zuge des Sturms auf das brasilianische Parlament durch Anhänger:innen des nicht mehr amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro, dass diverse soziale Medien aggressive Rhetorik – insbesondere von rechtsnational eingestellten Gruppen und Accounts – nicht genügend eindämmen würden. Hinsichtlich Twitter erklärt Autorin Elizabeth Dwoskin, dass Researcher in Brasilien darauf aufmerksam gemacht haben, wie sehr das Netzwerk von rechtsnational eingestellten Gruppen genutzt werde. Obwohl viele Accounts zuletzt gesperrt wurden, besteht ein Problem in Bezug auf die Content-Moderation. Denn nach Angaben einer anonymen Unternehmensquelle soll Elon Musk in Brasilien fast das gesamte Twitter Team entlassen haben. Derzeit, so die Quelle, werde in Brasilien kaum aktiv Content geprüft und moderiert.

Twitter wurde schon vor Monaten dafür kritisiert, weniger Personal im Bereich der Content-Moderation einzusetzen und bestimmte Richtlinien aufzuweichen, die vor Fake News schützen, etwa im Bereich Covid-19. Zudem erteilte Elon Musk vielen Accounts eine Generalamnestie, die zuvor vom Unternehmen wegen Verstößen gegen die Unternehmensrichtlinien verbannt worden waren. Unter diesen Accounts befinden sich auch solche von Personen, die durch Misogynie, Rassismus und Aufrufen zur Gewalt aufgefallen waren.

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