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Twitch senkt Subscription-Kosten: Bedeutet das mehr oder weniger Umsatz für Creator?

Twitch senkt Subscription-Kosten: Bedeutet das mehr oder weniger Umsatz für Creator?

Aniko Milz | 18.05.21

Twitch passt in einigen Ländern die Subscription-Kosten den Lebenserhaltungskosten an. Bisher waren die 4,99 US-Dollar für das Basismodell einfach in die entsprechende Währung umgerechnet worden. Creator fürchten nun um ihre Einnahmen.

Twitch hat eine Änderung der Subscription-Kosten angekündigt. Mit dieser setzt das Unternehmen eine Preissenkung durch. Das bedeutet für Streamer auf der Plattform, dass sie mehr Abonnent:innen brauchen, um genau so viel Geld zu verdienen wie zuvor. Auf lange Zeit verspricht Twitch sich so jedoch mehr Subscriber im Allgemeinen und damit wieder höhere Einnahmen für Streamer.

Niedrigere Preise für attraktivere Bezahloptionen

Die günstige Subscription kostet derzeit 4,99 US-Dollar. Dieser Preis wird in anderen Ländern in die jeweilige Währung umgerechnet. In einigen Ländern ist dies jedoch ein vergleichweise hoher monatlicher Preis, um die Lieblings-Streamer zu unterstützen und Zugriff auf individuelle Emotes zu erhalten. Daher möchte Twitch den Preis nun senken, um das Abo-Modell auch für User attraktiv zu machen, die bisher vor der Ausgabe zurückgeschreckt sind. In Brasilien testete die Streaming-Plattform das neue Preismodell bereits. Dies resultierte dort, laut einem Blogpost, in gesteigerten Umsätzen für Streamer und mehr als verdoppelten Abonnent:innenzahlen.

Im Laufe der nächsten Monate werden wir die Preise für Abonnements (bestehende Abonnements, neue bezahlte Abonnements und Geschenk-Abonnements) in den meisten Ländern anpassen, damit sie besser mit den lokalen Lebenshaltungskosten übereinstimmen,

erklärt Twitch in dem Post. Den Anfang machen am 20. Mai 2021 Mexiko und die Türkei. Welche Länder folgen und wie die Preise gestaffelt werden, kannst du dieser Tabelle entnehmen.

Überbrückungshilfe für Streamer

Dennoch ist uns bewusst, dass wir mögliche Einbrüche bei den Einnahmen der Creator in dieser frühen Übergangsphase minimieren müssen. Um Creatorn dabei zu helfen, sich an das neue Preismodell anzupassen, ohne ihre kurzfristigen Abonnementeinnahmen zu beeinträchtigen, starten wir ein 12-monatiges Programm, das berechtigten Creatorn ein bestimmtes Umsatzniveau garantiert,

heißt es weiter im Post. Damit würde Twitch drei Monate lang 100 Prozent des Grundumsatzes des Kanals und der Prime-Abos übernehmen. Berechtigte Creator werden in ihrem Creator Dashboard die monatlichen Basiswerte (aus denen der Grundumsatz berechnet wird), die tatsächlichen Abonnementeinnahmen und die geplanten Streaming-Anforderungen sehen.

Während der erste Ansatz zunächst kontraintuitiv scheint, verspricht Twitch sich und den Creatorn langfristig mehr Abonnent:innen und Umsatz. Auch andere Plattformen arbeiten derzeit daran, ihren Content Creatorn mehr Monetarisierungsoptionen zu bieten. So arbeitet Twitter an einem Tip Jar und auch Clubhouse launchte ein Bezahl-Feature. Im Kampf um die besten Creator müssen die Plattformen zunehmend bessere Anreize bieten, um diese für sich zu gewinnen.


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