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Spotify verbietet Adblocking umfassend – Usern droht Rauswurf
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Spotify verbietet Adblocking umfassend – Usern droht Rauswurf

Niklas Lewanczik | 11.02.19

Der Streamingdienst klärt auch in neuen US-Nutzungsbedingungen über das Verbot von Adblockern auf – und könnte User Accounts bei Nichtbeachtung sperren.

Das Geschäftsmodell Spotifys ist simpel. User zahlen entweder für einen werbefreien Service oder nutzen den Streaminganbieter kostenfrei, sind dafür aber den Ads ausgesetzt. Manche Nutzer setzen jedoch auf Adblocker, um kostenlos und werbefrei die Audio-Angebote wahrzunehmen. Damit möchte Spotify jetzt auch in den USA ausdrücklich Schluss machen.

Neue Nutzungsbedingungen stellen Verbote klar

Spotify überarbeitet seine allgemeinen Nutzungsbedingungen für die USA. Die neue Fassung soll ab ersten März inkrafttreten und explizit darstellen, dass die Nutzung von jeglichen Adblockern beim Service verboten ist. Sie kann dann laut CNet sogar zum Ausschluss von der Plattform führen. Weiterhin sind auch Bots und betrügerische oder irreführende Streamingaktivitäten untersagt. In Deutschland haben die AGB dieses Vorgehen der User bereits untersagt. Das Unternehmen bestätigt in einer Mail an den Publisher:

We’ve updated our user guidelines, making it clear that all types of ad blockers, bots, and fraudulent streaming activities are not permitted.

Laut Digiday hatte Spotify im Kampf gegen die Adblocker bereits Technologien bemüht, um Nutzer ausfindig zu machen, die diese einsetzen. 2018 schätzte man die Zahl dieser User auf gut zwei Millionen. Bei derzeit gut 200 Millionen aktiven Nutzern und 87 Millionen zahlenden Abonnenten ist auch diese Zahl nicht zu vernachlässigen.

Möglicherweise wird Spotify die Nutzung des Service für User solange blockieren, bis der entdeckte Adblocker ausgeschaltet wurde, wie es andere Websites und Dienste schon länger tun. Immerhin sind die Werbeeinnahmen für das Unternehmen zentral.

In diesem Jahr will Spotify sein Repertoire zudem ausweiten und im Podcast-Markt wachsen – und dieser ist durchaus werbeaffin. Mit der Übernahme von Gimlet Media und Anchor sind erste Schritte getan worden.

Spotify verschärft Regeln gegen Adblocking