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Unternehmensnews
Pakistan verbietet TikTok
Solen Feyissa - Unsplash

Pakistan verbietet TikTok

Aniko Milz | 12.10.20

Nach Indien ist Pakistan das zweite Land, das die Kurzvideo-App TikTok verbietet. Auf dieser sei zu viel „unmoralischer" Content zu finden.

Die Kurzvideo-App TikTok ist seit Wochen in den Nachrichten. Während es in dem Fall Donald J. Trump vs. TikTok um den Verbleib der App in den USA geht, zeigen sich auch andere Länder nicht begeistert von TikTok. Weil die App die Staatssicherheit gefährden soll, wurde TikTok im Juni gemeinsam mit 59 anderen Anwendungen in Indien verboten. Nun folgt Pakistan mit einem TikTok-Bann.

Anders als Indien betreffen die Bedenken in Pakistan nicht die Sicherheit der User, sondern deren moralischen Verfall. Aufgrund mehrerer Beschwerden, so heißt es im Tweet der Pakistan Telecommunication Authority, über die „unmoralischen/unanständigen“ Inhalte der Plattform wurde ein Bann ausgerufen. TechCrunch gegenüber gaben bereits einige pakistanische User an, weder die Website noch die App aufrufen zu können.

Das Wegfallen der pakistanischen User-Gruppe dürfte für TikTok in den globalen Zahlen keine großen Auswirkungen haben. Doch es trägt nicht zum guten Ruf der App bei. TikToks Moderationsrichtlinien hatten bereits in der Vergangenheit für Ärger gesorgt als herauskam, dass User, die nicht in klassische Schönheitsideale fielen oder offensichtlich wenig Geld hatten, in ihrer Reichweite eingeschränkt wurden. Neue User sollten davon nicht abgeschreckt werden. Auch Videos von Menschen mit Behinderung wurden verborgen. Da besonders viele junge und minderjährige User auf der Plattform unterwegs sind, wird diese von vielen Seiten besonders scharf beobachtet. In Europa erreichte TikTok vor Kurzem 100 Millionen User, weltweit sollen es 690 Millionen sein. Viele davon leben in den USA, wo am 04. November darüber entschieden wird, ob die App bestehen bleiben darf oder auch verboten wird.