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Meta darf CRM Startup Kustomer übernehmen

Meta darf CRM Startup Kustomer übernehmen

Niklas Lewanczik | 14.02.22

Nach der EU-Kommission hat auch das Bundeskartellamt der Übernahme zugestimmt. Die wichtigste Prüfung steht Meta aber noch bevor.

Das Customer-Service-Unternehmen Kustomer soll Metas Plattformen und Dienste bei der Koordination und Abwicklung des Community Managments helfen. Kustomer entwickelt Chatbots und bearbeitet mithilfe von KI Kund:innenanfragen. Schon 2020 kündigte Meta (noch unter dem Unternehmensnamen Facebook) die Übernahme des CRM Startups an. Allerdings sollte der Zukauf erst noch durch verschiedene Stellen geprüft werden. So startete im Sommer 2021 die EU-Wettbewerbsbehörde eine Überprüfung.

Anfang Januar 2022 stimmte die EU-Kommission der Übernahme schließlich zu – unter der Prämisse, dass Meta Verflichtungszusagen wie zum öffentlichen API-Zugang einhält. Nun hat auch das Bundeskartellamt in Deutschland grünes Licht gegeben. Allerdings nicht ohne Bedenken. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, erklärt im Kontext der Mitteilung:

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf die Bedeutung der Übernahme für die Gesamtstrategie von Meta konzentriert. Kustomer kann hier künftig ein relevanter Baustein werden. Dennoch mussten wir unter dem Strich mit gewissen Bauchschmerzen anerkennen, dass die Auswirkungen der Übernahme eine Untersagung nach dem geltenden Kartellrecht nicht gerechtfertigt hätten. Die Feststellungen aus dem Verfahren der EU-Kommission haben wir bei unserer Bewertung berücksichtigt.

Doch die Zustimmung aus Europa ist für Meta noch nicht das Ende des Abwartens auf einen Vollzug der Übernahme. Denn noch prüft die Federal Trade Commission in den USA, welche Auswirkungen der Zukauf von Kustomer auf die Branche und den Wettbewerb haben könnte. Lehnt die FTC die Übernahme ab, dürfte der Konzern wenig Chancen haben, Kustomers Dienste zu integrieren. Bis dato waren durch verschiedene Stellen die meisten Übernahmen von Meta gebilligt worden. Vergangenes Jahr aber forderte die britische Wettbewerbsbehörde CMA (Competition and Markets Authority), dass Meta das zuvor für 400 Millionen US-Dollar übernommene Unternehmen GIPHY wieder abstoßen soll.

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