Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Unternehmensnews
Google wird mit rechtlichen Schritten wegen Google+ konfrontiert
© Benjamin Dada - Unsplash

Google wird mit rechtlichen Schritten wegen Google+ konfrontiert

Niklas Lewanczik | 10.10.18

In Deutschland strengt der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar Ermittlungen zum Datenleck bei Google+ an. Google geht gegen ein anderes Urteil in Revision.

Wie Medien übereinstimmend berichten, wird der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar Ermittlungen gegen Google anstrengen, die sich auf das jüngst publik gewordene Datenleck bei Google+ beziehen. Dabei soll geklärt werden, wann Google tatsächlich die Lücke im System geschlossen hat. War dies, wie angegeben, im März der Fall, würde statt der nun geltenden DSGVO noch das Bundesdatenschutzgesetz als juristische Grundlage dienen.

Dies setzt bei der Informationspflicht hohe Hürden und greift nur für den Fall, dass besonders sensible Daten von der Lücke betroffen waren,

so Caspar. Nach Angaben Googles seien die Informationen, die potentiell an Dritte hätten gelangt sein können, jedoch nur statischer Natur gewesen. Zudem gebe es ohnehin keine Beweise für einen Datenmissbrauch.

Letztlich erschwert die Verschleierung des Tathergangs und der zeitliche Ablauf die Möglichkeiten, Inhalt und Umfang des Verstoßes aufzuklären,

ergänzt Caspar und deutet damit schon an, dass sich ein rechtliches Belangen des Online-Riesen vermutlich als sehr schwierig darstellen wird.

Auch die Strafzahlung in Höhe von 4,3 Milliarden Euro, die die EU-Kommission für Google im Juli aufgrund des unlauteren Einsatzes der Marktmacht von Android verhängt hatte, wird nun offiziell von Google angefochten. Gestern hat das Unternehmen nach Informationen von The Verge Beschwerde gegen das Urteil eingelegt, das neben der Strafzahlung auch die Beendigung anti-wettbewerblicher Geschäftspraktiken innerhalb von 90 Tagen vorgesehen hatte.

Ermittlungen wegen Datenleck bei Google+ geplant