Facebook rutscht bei besten Arbeitsplätzen weit ab

Bei Glassdoors Ranking zu den besten Arbeitsplätzen in den USA ist Facebook von Platz 1 auf 7 gefallen. Ein skandalöses Jahr fordert seinen Tribut.

Facebook verliert Renommee als Arbeitgeber, Screenshot YouTube, © Facebook

Jedes Jahr veröffentlicht Glassdoor ein Ranking mit den besten Arbeitsplätzen in verschiedenen Ländern. Dieses basiert vor allem auf Feedback von Mitarbeitenden. Zuletzt hatte Facebook hier in den USA den Spitzenplatz eingenommen. Doch nach einem Jahr mit vielen Skandalen und Problemen fiel das Unternehmen gleich weit zurück, auf Platz sieben.

Die Top 7 Arbeitsplätze in den USA nach Glassdoor (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), Screenshot Glassdoor

Platz eins nimmt nun die Beratungsfirma Bain & Company ein, auf Platz zwei und drei folgen Zoom Video Communications und In-N-Out Burger. Tech-Unternehmen wie Google (Platz 8), Salesforce (Platz 11), HubSpot (Platz 16), Adobe (Platz 30) oder Microsoft (Platz 34) sind ebenfalls vertreten.

In Deutschland führt übrigens SAP das Ranking vor Infineon Technologies und Robert Bosch an. Bei Facebook haben sich nun verschiedene Probleme gehäuft: der Cambridge Analytica-Skandal, weitere Datenlecks, die Rolle bei der Wahlbeeinflussung durch Ads und der stetige Kampf gegen Fake News und unangemessene Inhalte. Dazu kommt, das vor Kurzem ein Ex-Mitarbeiter Facebooks Rassismus gegenüber schwarzen Usern und Mitarbeitern anprangerte. Das alles dürfte in die deutlich schlechtere Bewertung des Unternehmens als Arbeitgeber mit hineingespielt haben. Vor allem die Work-Life-Balance ist mehreren Aussagen Mitarbeitender zufolge ein verbesserungswürdiger Aspekt.

Obwohl Platz sieben in Glassdoors Ranking – das nicht maßgeblich sein muss, aber doch als Richtwert Gewicht hat – keineswegs schlecht ist, zeigt Facebooks Fall deutlich, dass das Unternehmen nach innen und außen an Prestige einbüßt. Auch Google hatte zuletzt Probleme mit der Unternehmenskultur. Optimierungen in Bezug auf diese könnten den Tech-Unternehmen langfristig beim Image-Aufpolieren helfen; und sind, wie sich zeigt, absolut notwendig.

Ranking der besten Arbeitsplätze: Facebook fällt zurück

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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