Facebook droht Milliardenstrafe wegen Datenschutzpannen

Die Federal Trade Commission der USA könnte sich mit Facebook bei der Untersuchung zu Datenschutzversäumnissen auf eine milliardenschwere Strafe einigen.

© Facebook

Die FTC untersucht die zahlreichen Pannen beim Datenschutz Facebooks bereits seit mehreren Monaten. Ehe die Commission mit den Untersuchungsergebnissen vor Gericht Strafzahlungen von Facebook fordert, könnte das Soziale Netzwerk durch Verhandlungen zu einem Vergleich kommen. Dieser würde das Unternehmen nach Angaben der Washington Post allerdings mehrere Milliarden US-Dollar kosten und damit die größte Strafzahlung bedeuten, die die FTC einem Tech-Unternehmen je zugewiesen hat. Auf eine konkrete Summe konnte man sich bis dato aber nicht einigen.

Gegenüber der Washington Post bestätigte Facebook, dass man mit der Behörde in Verhandlungen sei. Kommentieren wollten jedoch weder die FTC noch Facebook die Entwicklungen. Laut Bericht ist Facebook mit den ersten Forderungen der FTC nicht einverstanden gewesen. Bislang stellte die größte verhängte Strafe der Behörde gegenüber einem Tech-Unternehmen eine Forderung von 22,5 Millionen US-Dollar an Google im Jahr 2012 dar.

Mit der möglichen milliardenschweren „Einigung“ mit Facebook könnte die Commission jedoch demonstrieren, dass Pannen und Versäumnisse im Bereich des Datenschutzes bei den großen Unternehmen der Branche nicht nur untersucht, sondern hierfür auch empfindliche Strafen angesetzt werden. Dadurch könnte die Verantwortung gegenüber den Nutzern hervorgehoben werden. Facebook hat nun die Möglichkeit, einer Strafzahlung und etwaigen Änderungen bei Datenschutzrichtlinien zuzustimmen oder vor Gericht gegen die Untersuchungsergebnisse der FTC vorzugehen. Eine außergerichtliche Einigung erscheint derzeit angebrachter für das Unternehmen, dürfte es aber teuer zu stehen kommen.

Facebook hatte im Zusammenhang mit Cambridge Analytica bereits 500.000 Pfund Strafe in Großbritannien zahlen müssen, während Washington D.C. das Unternehmen aufgrund des Datenverlustes bei der Affäre ebenso verklagt hat.

Facebook droht Milliardenstrafe in den USA

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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