Ex-Google CEO Eric Schmidt verlässt Alphabet-Vorstand nach 18 Jahren

Eric Schmidt war Googles CEO und dann Vorstandsvorsitzender. Nun verlässt er den Vorstand, bleibt jedoch als technischer Berater verfügbar.

© JD Lasica - Flickr, CC BY 2.0

Seit 18 Jahren war Eric Schmidt Teil des Vorstands von Googles Mutterkonzern Alphabet, nun stellt er sich nicht erneut zur Wahl für eine Position darin auf. Damit verlässt eine Google-Ikone den Vorstand. Denn Eric Schmidt wurde bereits 2001 als CEO bei Google eingestellt. Zehn Jahre später übernahm Mitgründer Larry Page die Rolle des CEO und Schmidt wurde Vorstandsvorsitzender.

Schmidt zieht sich nach und nach zurück

Bereits 2018 gab Eric Schmidt auch seine Position als Vorstandsvorsitzender bei Alphabet ab. Nun gab der Konzern bekannt, dass er nach Ablauf seines Vertrags im Juni 2019 aus dem Vorstand ausscheiden wird, da er sich nicht zur Wiederwahl aufstellt. Allerdings wird er Alphabet als technischer Berater erhalten bleiben.

Eric has made an extraordinary contribution to Google and Alphabet as CEO, Chairman, and Board member. We are extremely grateful for his guidance and leadership over many years,

kommentiert John Hennessy, Vorsitzender des Board of Directors bei Alphabet. Schmidt möchte der nächsten Generation Platz machen und sich mehr auf das Weitergeben seiner Kenntnisse konzentrieren.

Trotz seiner erfolgreichen Zeit an der Spitze von Google und Alphabet hatte auch Schmidt mit Kritik zu kämpfen. Google soll Fälle von sexueller Belästigung nicht transparent behandelt, sondern vielmehr verschleiert haben. So hatte etwa Android-Entwickler Andy Rubin gut 90 Millionen US-Dollar Abfindung erhalten, obwohl es haltbare Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ihn gab und er gehen musste; zudem wurden binnen zwei Jahren 48 Mitarbeiter bei Google wegen derariger Vorwürfe entlassen. Die personelle Umstrukturierung im Vorstand hat indes schon begonnen.

Eric Schmidt verlässt nach 18 Jahren Alphabets Vorstand

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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