Coronavirus lässt Werbeumsätze bei Facebook einbrechen

Facebook bietet eines der größten Werbenetzwerke überhaupt, muss aufgrund der Coronakrise und trotz deutlich mehr Engagement der User aber Rückgänge bei den Werbeausgaben hinnehmen.

Facebook Büro Seattle

© Facebook

Die Aktie von Facebook sank kurzzeitig um ein Prozent, nachdem das Unternehmen verkündet hatte, dass die Monetarisierung der eigenen Angebote derzeit problematisch sei und die Werbeeinnahmen in Ländern, in denen drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt wurden, zurückgingen. In einem Statement erklärte ein Facebook-Sprecher:

We don’t monetize many of the services where we’re seeing increased engagement, and we’ve seen a weakening in our ads business in countries taking aggressive actions to reduce the spread of COVID-19.

Das Unternehmen wollte nicht angeben, in welchen Märkten die verringerten Einnahmen zutage treten und wie groß die Auswirkungen auf das gesamte Werbenetzwerk bislang sind; weitere Rückgänge beim Ad Spending der Advertiser auf Facebook sind aufgrund der auch wirtschaftlichen Krise jedoch möglich. Dabei erlebt das soziale Netzwerk gerade wegen der Isolation vieler Menschen zuhause einen deutlichen Anstieg in Sachen Engagement. So berichtet Facebook von einem Plus von 50 Prozent beim Messaging auf den eigenen Plattformen, während User in Italien 70 Prozent mehr Zeit in den Facebook Apps verbringen würden.

Der Rückgang der Werbeausgaben bei Facebook spiegelt eine umfassende Entwicklung in der Online-Marketing-Branche wider. Viele Werbetreibende müssen ihre Budgets wegen der Coronakrise neu anpassen. eMarketer hatte bereits vergangene Woche den prognostizierten Wert für die globalen Werbeausgaben 2020 nach unten korrigiert.

Facebook berichtet von Rückgang der Werbeeinnahmen aufgrund der Coronakrise

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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