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Chinas neue Export-Regelungen erschweren den Verkauf von TikTok
© Olivier Bergeron - Unsplash

Chinas neue Export-Regelungen erschweren den Verkauf von TikTok

Aniko Milz | 31.08.20

US-Präsident Trump möchte den Verkauf der Video App TikTok erzwingen. Doch neue Export-Regelungen verhindern dies. Gewisse Technologien dürften demnach nur noch mit Zustimmung der chinesischen Regierung verkauft werden.

Erst kürzlich veröffentlichte US-Präsident Donald Trump einen Erlass, in dem er deutlich machte: TikTok muss sein US-amerikanisches Geschäft verkaufen, sonst stünde es in den USA vor dem Aus. Doch nun mischt sich auch das chinesische Handelsministerium ein. Neue Export-Einschränkungen verfügen, dass „IT-Technologien mit Personalisierung auf Basis von Datenanalyse“ nur mit einer Erlaubnis ins Ausland verkauft werden dürfen. Da TikTok zu dem chinesischen Konzern ByteDance gehört, soll die Video App unter die neue Regelung fallen. Dies weist TikTok jedoch zurück: Da die App in China selbst nicht verfügbar ist, würde chinesisches Recht die App nicht berühren, so berichtet Heise.

Während sich noch klärt, ob das Gesetz für TikTok greift, geht die App in den USA gegen Trumps Erlass vor Gericht. Bereits mehrere potentielle Käufer haben sich gemeldet. So denken unter anderem Twitter, Microsoft und Oracle darüber nach, das US-Geschäft der App zu erwerben. Nach neuesten Berichten ist auch TikTok-Konkurrent Triller interessiert. Bei der US-amerikanischen Video App Triller hat auch Donald Trump einen Account. Ursprünglich wollte sie die Creator auffangen, die nach dem möglichen Verbot eine neue Plattform suchen. Die mehreren Millionen User auf TikTok könnte die App nur mit Hilfe des britischen Investors Centricus übernehmen. 20 Milliarden US-Dollar sollen als Angebot für das TikTok-Geschäft in den USA, Australien, Neuseeland und Indien auf dem Tisch liegen.

Neue Export-Regelungen erschweren den Verkauf von TikTok