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Nach Spotify-Beschwerde: Apple soll 500 Millionen Euro Strafe zahlen

Nach Spotify-Beschwerde: Apple soll 500 Millionen Euro Strafe zahlen

Niklas Lewanczik | 19.02.24

Die EU erlegt Apple nach Informationen der Financial Times eine hohe Strafe auf, weil der Konzern den Streaming-Markt unlauter beeinflusst.

Schon 2019 beschwerte sich der Streaming-Dienst Spotify bei der EU über Apples Praxis, im App Store keine Hinweise auf alternative Abonnementmethoden zu Apples Lösungen hinzuweisen. So müssten Spotify und auch andere Dienste die 30 Prozent Provision (seit Januar 17 Prozent) an Apple zahlen, was wiederum das Preisniveau bei diesen Diensten zur Deckung dieser Zahlung angehoben haben soll. Da die Unternehmen im App Store nicht zu eigenen Bezahlversionen verlinken dürfen und Apple mit Apple Music zudem einen eigenen Streaming-Dienst als Konkurrenz bietet, auf den keine Provisionszahlungen angelegt werden, sieht die EU ein unlauteres Vorgehen Apples vorliegen.

Die Financial Times berichtet, dass der Konzern eine Strafe von 500 Millionen Euro erwarten könnte – eine finale Angabe zur Höhe der Strafe soll im März folgen. Auch soll nach den Angaben der EU-Kommission, die das Wettbewerbsrecht verletzt sieht, eine Änderung bei Apple zustande kommen müssen. Der Hinweis per Link auf alternative Zahlungsmethoden soll ermöglicht werden, wenngleich diese nicht direkt im App Store verfügbar sein können.

Gegenüber The Verge gaben sowohl die EU-Kommission und Apple an, den Fall nicht kommentieren zu wollen. Apple wird voraussichtlich gegen die Entscheidung der EU vorgehen, sobald sie offiziell verkündet wird. Eine Strafzahlung in Höhe von 500 Millionen Euro kann Apple jedoch finanziell verkraften; allein im ersten Quartal des eigenen Fiskaljahres 2024 konnte der Konzern knapp 120 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren. Der Gewinn lag bei fast 34 Milliarden US-Dollar. Dabei stellt sich – wie auch bei anderen Unternehmen und Konzernen – langfristig die Frage, wie viel Geld Apple und Co. durch teils unlautere Praktiken generieren konnten, ehe sie durch Regularien zu einer Anpassung und zu einer Strafzahlung verdonnert werden. Womöglich machen die ganz großen Player so rum kein schlechtes Geschäft mit dem Kalkül, das sie ihrer Marktmacht und Position im Digitalraum hinzuführen.


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© Apple

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