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Perplexitys Computer hat jetzt Brain: Das KI-Gedächtnis lernt aus Fehlern und Erfahrungen

Perplexitys Computer hat jetzt Brain: Das KI-Gedächtnis lernt aus Fehlern und Erfahrungen

Larissa Ceccio | 19.06.26

Mit Brain führt Perplexity ein neues Gedächtnissystem für Computer ein. Anders als bisherige Memory-Funktionen, die sich vor allem Nutzer:innenpräferenzen merken, soll Brain aus Fehlern, Korrekturen und vergangenen Aufgaben lernen und mit jeder Session besser werden.

Perplexity gibt Computer ein lernendes Gedächtnis. Das KI-System kann bereits eigenständig Aufgaben ausführen, Apps bedienen und Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen. Mit Brain soll Computer nun aus Fehlern, Korrekturen und vergangenen Aufgaben lernen.

Je mehr Arbeit Sie erledigen, desto besser und effizienter macht Brain Ihren Computer,

schreibt Perplexity im Blog. Auf X zeigt das Unternehmen die Idee hinter Brain in einem begleitenden Video: Erfahrungen aus früheren Aufgaben sollen in einem Kontextgraphen zusammengeführt und für künftige Aufgaben nutzbar gemacht werden.

Brain soll dafür die bisherige Arbeit von Computer dauerhaft speichern und auswerten. Jede Aufgabe fließt in einen sogenannten Kontextgraphen ein – eine Art Wissensnetzwerk, das frühere Sessions, Ergebnisse und Nutzer:innenkorrekturen miteinander verknüpft. Auf dieser Grundlage soll Computer bei künftigen Aufgaben schneller verstehen, worauf es ankommt, bessere Entscheidungen treffen und weniger Umwege gehen.

Perplexity stellt Brain ab sofort als Research Preview für Max- und Enterprise Max-Abonnent:innen bereit. Wer Computer regelmäßig nutzt, soll von präziseren Antworten, weniger Umwegen und effizienteren Workflows profitieren.



„The AI is the Computer“
– Perplexity Computer vereint sämtliche AI-Funktionen auch in Excel, Word, PowerPoint und Outlook

Perplexity- und Computer-Schriftzug, irisierende Blase mit Computer Icon, Blumen im Vordergrund
© Perplexity via Canva


Brain soll aus jeder Aufgabe dazulernen

Anders als klassische Memory-Funktionen vieler KI-Tools, die sich vor allem Vorlieben, Arbeitsweisen oder persönliche Informationen von Nutzer:innen merken, konzentriert sich Brain auf die Arbeit des Agents selbst. Das Gedächtnissystem merkt sich, welche Lösungswege zum Ziel geführt haben, welche Quellen hilfreich waren und wo Nutzer:innen Ergebnisse korrigiert haben.

Dadurch soll Computer bei ähnlichen Aufgaben künftig schneller zum Ziel kommen, bessere Quellen finden und weniger Zeit mit unnötigen Zwischenschritten verbringen. Je häufiger Brain genutzt wird, desto besser soll das System verstehen, was bei vergangenen Aufgaben funktioniert hat und was nicht.

Laut Perplexity verbessert Brain die Antwortgenauigkeit bei bekannten Aufgaben um 25 Prozent. Der Recall soll um 16 Prozent steigen. Aufgaben, die auf frühere Sitzungen und Kontextwissen zurückgreifen, sollen zudem 13 Prozent weniger Rechenaufwand verursachen.

Diagramm der „Perplexity Brain Ablation Study“ mit Vergleichswerten für Correctness, Recall, Currentness und Efficiency mit und ohne Brain. Die Grafik zeigt Leistungsverbesserungen durch das neue Gedächtnissystem Brain.
Perplexity zeigt erste Testergebnisse für Brain, © Perplexity

Die Idee eines dauerhaft lernenden Agents ist vielversprechend, wirft aber auch neue Fragen rund um die Sicherheit dauerhaft gespeicherter Kontextdaten auf. Je mehr Wissen ein KI-System über längere Zeiträume ansammelt und für neue Aufgaben nutzt, desto relevanter werden Fragen nach Zugriffsschutz, Datenintegrität und dem Umgang mit fehlerhaften oder sensiblen Informationen.



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