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Mit dem Pixel Effect kannst du Personen in Instagram Stories jetzt unkenntlich machen
© Instagram/Meta AI via Canva

Mit dem Pixel Effect kannst du Personen in Instagram Stories jetzt unkenntlich machen

Larissa Ceccio | 01.10.26

Instagram lässt dich Personen in Stories jetzt per KI und Prompt verpixeln – ohne extra Bildbearbeitung. Das ist hilfreich, wenn du ein Bild teilen willst, ohne alle darauf erkennbar zu zeigen. Bei Kinderfotos sollte man dennoch überlegen, ob ein Posting die möglichen Folgen rechtfertigen.

Ein Story posten, aber nicht jede Person darauf zeigen? Instagram macht das jetzt einfacher. Mit dem Pixel Effect können User einzelne Personen oder Bereiche eines Bildes in Stories verpixeln lassen. Dafür reicht ein kurzer Prompt wie „the person on the right“. Bisher mussten Nutzer:innen dafür meist auf andere Bildbearbeitungs- oder KI-Tools ausweichen. Je nach App lassen sich dort außerdem ganze Personen oder Objekte aus einem Bild entfernen.

Wie Pixel Effect, zeigt Instagram selbst in einem aktuellen Post: Auf einem Pärchenfoto wird eine Person per KI unkenntlich gemacht. User wählen dafür den Pixel Effect in Stories aus und beschreiben anschließend, was verpixelt werden soll. Meta AI übernimmt die Bearbeitung. User wählen also nicht nur den Effekt aus, sondern können genau festlegen, was wie stark unkenntlich gemacht werden soll.

Creator können den Pixel Effect aber nicht nur zum Schutz von Personen anwenden, sondern auch spielerisch einsetzen, etwa für Rätsel oder einen Soft Launch neuer Partner:innen, Bandmitglieder oder anderer Personen.

Kinderfotos im Netz: Wie viel bringt der Pixel Effect wirklich?

Der Pixel Effect bei Instagram ist eine bequeme Möglichkeit, Gesichter vor dem Posten unkenntlich zu machen. Bei Erwachsenen, die selbst entscheiden können, ob und wie sie auf einem Bild erscheinen möchten, ist das super. Doch wie sieht es mit Beiträgen aus, in denen Kinder zu sehen sind? Die Versuchung ist groß, besonders niedliche Aufnahmen oder schöne Familienmomente mit anderen zu teilen – die möglichen Folgen können allerdings noch größer sein.

Die Polizeiliche Kriminalprävention warnt davor, dass selbst harmlose Aufnahmen gespeichert, weiterverbreitet oder für sexualisierte Zwecke missbraucht werden können. Auch KI-Manipulationen und Cybermobbing gehören zu den Risiken. Dazu gibt sie acht konkrete Tipps für den Umgang mit Kinderfotos im Netz:

  • „Beziehen Sie Ihre Kinder in die Entscheidung ein und akzeptieren Sie ein ‚Nein‘.
  • Verzichten Sie auf personenbezogene Daten wie Name, Schule oder Wohnort im Bild oder in der Bildunterschrift.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Sicherheits- bzw. Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Online-Netzwerken und Messengern.
  • Posten Sie niemals Fotos von Kindern in peinlichen, unangenehmen oder unangemessenen Situationen.
  • Überlegen Sie, ob es für die Bildaussage des Fotos zwingend notwendig ist, das Gesicht des Kindes zu zeigen.
  • Deaktivieren Sie Standortdaten (EXIF-Daten) beim Hochladen von Fotos und Videos.
  • Sprechen Sie auch mit Großeltern, Tagesmüttern oder Babysittern über den verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos.
  • Nehmen Sie Ihre Vorbildfunktion wahr.“

Auch Kinderrechtsaktivistin Sara Flieder betont bei Echte Mamas, dass gerade jüngere Kinder nicht leichtfertig auf Social Media gezeigt werden sollten. Denn Bilder, die Eltern heute posten, können noch Jahre später auffindbar sein und von anderen gespeichert, geteilt oder in einen völlig neuen Kontext gestellt werden.

Kinder bei Social Media mitentscheiden lassen

Umso wichtiger ist es, Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen und ihre Privatsphäre nicht über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden. Das Deutsche Kinderhilfswerk empfiehlt daher, Kinder mit zunehmendem Alter stärker in solche Entscheidungen einzubeziehen. Bei Babys und sehr kleinen Kindern ist das gar nicht möglich. Sie können weder einschätzen, was eine Veröffentlichung bedeutet, noch selbst entscheiden, ob ein Foto von ihnen online landen soll.

Außerdem rät die Organisation ebenfalls dringend dazu, persönliche Angaben wie Namen, Schule oder Wohnort nicht mit Bildern zu verknüpfen und genau zu prüfen, wer die Aufnahmen sehen kann. Auch das Unkenntlichmachen von Gesichtern nennt sie als eine Möglichkeit, die Privatsphäre besser zu schützen. Genau hier kommt der Pixel Effect ins Spiel, der diese Bearbeitung jetzt direkt in Instagram ermöglicht.

Auch mit Pixel Effect gilt: Erst prüfen, dann posten

Der Pixel Effect kann sinnvoll sein, wenn ein Kind auf einem Foto zu sehen sein darf, aber nicht wirklich erkennbar sein soll. Mehr Schutz bietet die Verpixelung allerdings nicht automatisch. Kleidung, Schule, Wohnort oder andere Details können trotzdem Rückschlüsse darauf zulassen, um wen es geht. Auch Screenshots, Weiterverbreitung oder spätere KI-Manipulationen verhindert Instagram damit nicht. SCHAU HIN! rät deshalb dazu, nicht nur das Gesicht unkenntlich zu machen, sondern immer das gesamte Bild darauf zu prüfen, was es über das Kind verrät.

Auch mit Pixel Effect gilt deshalb: Vor dem Posten prüfen, was das Bild sonst noch über das Kind verrät – und ob es überhaupt ins Netz gehört.



Meta AI informiert Eltern bei Suizidrisiken ihrer Kinder und plant Notruffunktion

Smartphone mit Benachrichtigungen des Meta Family Centers und Instagram, die Eltern über ein mögliches Sicherheitsrisiko in Gesprächen ihres Teenagers mit Meta AI informieren.
© Meta via Canva


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