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Spicey Bilder und Dokumente: Google vereinfacht Entfernung persönlicher Inhalte aus Search

Spicey Bilder und Dokumente: Google vereinfacht Entfernung persönlicher Inhalte aus Search

Niklas Lewanczik | 11.02.26

Auf Google können User künftig einfacher Ergebnisse zu ihrer eigenen Person verwalten und Bilder entfernen lassen, die ohne ihre Zustimmung in der Suche gelandet sind.

Wer auf Google plötzlich Bilder von sich entdeckt, für deren Verbreitung es eigentlich keine Zustimmung gibt, soll jetzt mehr Hilfestellung bei der Entfernung erhalten. Außerdem bringt Google ein Update für die Results about you, sodass User schnell personenbezogene Informationen wie jene aus Ausweisdokumenten finden und im Zweifel entfernen lassen können.

Die Updates zur Content-Entfernung bei Google: Ausweisdokumente und sexualisierte Bilder im Fokus

Der offizielle Google Account hat via Threads bekanntgegeben, dass User ihre persönlichen Daten in der Suche künftig noch besser schützen können.

Auf Threads ansehen

Zu den Features, die dazu beitragen sollen, gehört das Results about you Tool. Dieses wird schon von über zehn Millionen Usern genutzt. Damit können User erkennen, wo sensible Informationen zu ihrer Person online auftauchen. In der Google App, mit einem Klick aufs Profilbild und den Bereich „Suchergebnisse über dich“, und über goo.gle/resultsaboutyou können die User ihre persönlichen Daten angeben und dann auch Ausweisdokumente, etwa den Personalausweis oder den Führerschein, hinterlegen. Auf Basis dieser Daten zeigt Google an, wo damit verknüpfte Informationen auftauchen. Zum Schutz hat Google eine Verschlüsselungstechnologie eingesetzt. Google gibt den Usern dann Bescheid, wenn Suchergebnisse mit den hinterlegten Informationen auftauchen sollten. Diese können die Nutzer:innen dann entfernen lassen. Die Neuerungen für das Tool kommen zunächst in die USA und sollen dann auch in anderen Märkten bereitgestellt werden.

Die Entfernung der Bilder wird einfacher

Anders verhält es sich mit dem Update für die Entfernung sexualisierter Bilder aus der Google-Suche. Dieses soll in den nächsten Tagen bereits in den meisten Ländern verfügbar sein und im Anschluss in noch fehlenden Regionen ausgerollt werden. Dabei erhalten Personen mehr Möglichkeiten, um Bilder sexualisierter Natur aus der Suche entfernen zu lassen, die ohne ihr Einwilligung dort auftauchen. Das kann gerade in Zeiten von KI-manipulierten Visuals hilfreich sein – der Nacktbildskandal von Grok ist ein mahnendes Beispiel.

Neuerdings können User verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Bilder direkt entfernen zu lassen:

  • Sie klicken auf das Dreipunktemenü neben einem Bild und wählen „Ergebnis entfernen“, ehe sie die Option „Es zeigt ein sexuelles Bild von mir“ anwählen.
  • Die User können jetzt auch mehrere Bilder gleichzeitig anwählen und auf dem gleichen Wege entfernen lassen.
  • Sie können ein Opt-in für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen nutzen, die proaktiv weitere sexualisierte Bilder aus den Ergebnissen herausfiltern sollen.

Des Weiteren können die User direkt nach den Entfernungsanfragen Links zu Support-Organisationen einsehen. Und die Anfragen lassen sich gesammelt auf ihren Status überprüfen, direkt im Bereich „Suchergebnisse über dich“. Per Mail informiert Google dann über Statusänderungen.


Mehr Kontrolle über die Google-Suche sollen auch Publisher erhalten – allerdings in einem anderen Kontext.

Google erwägt Opt-out für AI Overviews und AI Mode

Schwarzer Hintergrund mit dem Schriftzug „Hello, AI Mode“ – offizielles Ankündigungsbild von Google zum globalen Start des Search AI Mode.
© Google via Canva

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