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Technologie
Kein APK mehr: Google ändert Standardformat für App-Veröffentlichung bei Google Play

Kein APK mehr: Google ändert Standardformat für App-Veröffentlichung bei Google Play

Niklas Lewanczik | 01.07.21

Ab August wird das Format APK (Android Package) bei Apps, die neu in den Play Store kommen, ersetzt. Entwickler:innen müssen dann auf Android App Bundles setzen.

Für neu gelistete Apps bei Google Play gibt es eine wichtige Regeländerung. Google hat bekanntgegeben, dass ab August 2021 nicht mehr das APK – also die Installationsdatei für Android Apps – als Standard für die Veröffentlichung gilt. Stattdessen werden die Android App Bundles obligatorisch. Diese bieten Entwickler:innen Vorteile wie kürzere Download-Zeiten, haben jedoch hinsichtlich der App-Verbreitung einen Haken.

Schwierigere Redistribution? Googles Android App Bundles werden nur von Google Play genutzt

Auf dem Android Developers Blog betont Google, dass das Update in Bezug auf das Standardformat zur App-Veröffentlichung sich nur auf neue Apps bezieht. Bestehende müssen nicht angepasst werden. Außerdem sind auch private Apps, die nur für eine definierte und via Google Play verwaltete Zielgruppe veröffentlicht werden, von der Nutzungspflicht der Android App Bundles ausgenommen.

Diese Bundles bieten Entwickler:innen indes einige Vorteile gegenüber dem gerade noch aktuellen Standard APK. So können Apps um bis zu 15 Prozent „kleiner“ gestaltet werden, was die Download-Zeit für User senkt. Außerdem müssen die App-Hersteller:innen nicht mehr verschiedene APKs entwickeln, registrieren und verwalten. Sie können über die App Bundles einen verschlankten App Support anbieten.

Ein Problem könnte sich allerdings ergeben, da die Android App Bundles nur für Google Play relevant sind. Jay Peters von The Verge stellt in seinem Beitrag zum Thema in den Raum, dass diese Limitation zu Komplikationen bei der Weiterverbreitung der App in anderen Kontexten führen könnte.

Zuletzt hatte Microsoft im Rahmen der Vorstellung von Windows 11 angegeben, dass Android Apps in der neuen Version des Betriebssystems integriert werden können. Möglich gemacht wird es durch eine Sideloading-Option – die allerdings laut The Verge noch auf die APKs ausgerichtet ist. So ist es möglich, dass weniger neue Android Apps bei Windows 11 auftauchen; allerdings können Windows 11 User auch über den Amazon Appstore auf Android Apps zugreifen.

Entwickler:innen, die gerade einen Launch für Google Play planen und noch nicht auf die Android App Bundles setzen, sollten sich also schnell auf das neue Format einstellen. Alle Informationen zu den Bundles gibt es im Detail auf Googles Android Developers Website. Dort sind zudem ausführliche FAQs integriert.

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