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Technologie
Firefox wird durch Update schneller als je zuvor
© Mozilla

Firefox wird durch Update schneller als je zuvor

Niklas Lewanczik | 22.05.19

40 bis 80 Prozent rascher sollen etwa die Scripts für Instagram, Amazon oder Google-Suchen geladen werden. Firefox wird schneller und sicherer.

Wenn wir im Browser Websites besuchen, dann ist vor allem die Schnelligkeit ein entscheidender Faktor für die Zufriedenheit des Nutzers. Firefox setzt im aktuellen Release auf Tempo, aber auch Sicherheit. Ob das schnellere Laden von Instagram oder ein automatisches Aussetzen von Tabs, der Browser wartet mit einigen hilfreichen Neuerungen auf.

Firefox möchte noch schneller werden

Insbesondere das schnelle Laden ist dem Browser von Mozilla ein Anliegen. So gibt das Unternehmen an, dass Seiten mit dem Release der neuesten Version noch schneller für die Nutzer bereitstehen sollen. Dabei wurde beispielsweise das Laden von Elementen, deren Relevanz für den Nutzer beim Page Load zweitrangig ist, hintangestellt. Damit Seiten wie Instagram, Amazon und Google 40 bis 80 Prozent schneller laden können, wird das SetTimeout erst verzögert geladen oder das Auto-Fill Module wird erst geladen, wenn auch ein Formular zum Ausfüllen vorhanden ist.

Wenn wiederum der Computerspeicher durch sehr viele offene Tabs stark belastet wird, Mozilla gibt eine Rate von weniger als 400 MB für langsames Arbeiten an, werden länger nicht genutzte Tabs automatisch ausgesetzt. Will man die Inhalte dennoch sehen, wird beim Klick aufs Tab die Seite wieder geladen. Außerdem werden für Nutzer, die den Browser durch Adblocker oder andere Add-Ons personalisiert haben, die Ladezeiten optimiert, da der Browser bei nachfolgendem Starten Arbeitsprozesse überspringen kann.

Auch die Sicherheit ist im Firefox-Fokus

Die Praktiken des Cryptomining und Fingerprinting lassen sich im Firefox-Browser künftig unterbinden. Im Bereich der Seiteninformationen, die man in der Adressleiste im Browser über das i-Icon aufrufen kann, lassen sich die entsprechenden Einstellungen vornehmen. Beim Klick auf „Seitenelemente blockieren“ können dann unter den benutzerdefinierten Einstellungen neben Tracking und Cookies auch das Fingerprinting und das Cryptomining abgewehrt werden.

Benutzerdefiniertes Blocking für den Firefox-Browser (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Mozilla

Als weitere Neuerung gibt Mozilla bekannt, dass von nun an auch im privaten Browsing Passwörter gespeichert werden können. Das ermöglicht den Nutzern ein Surfen ohne History Tracking, das gleichzeitig das lästige Eingeben von Passwörtern ad acta legt. Zudem können Add-Ons und Web Extensions auch für den privaten Modus ein- und ausgestellt werden.

Add-Ons lassen sich im privaten Modus aktivieren oder ablehnen, © Mozilla

Weitere Features: Keyboard-Zugriff und optimiertes Video-Format

Neben den Optionen, die die Sicherheit und Schnelligkeit fördern sollen, gibt es im Release von Mozilla noch weitere Neuigkeiten zu entdecken. Zum einen wird der Browser nun auch von der Tastatur aus vollständig zugänglich. Mit den Tab- und Pfeiltasten können Nutzer einen inklusiveren Zugang nutzen.

Zum anderen wurde ein WebRender Update bekanntgegeben. Eine kleine Gruppe von Nutzern, vor allem Windows 10 User mit NVIDIA-Grafikkarte, wird die Rendering Engine testen können. Da zentrale Grafiken über die GPU gerendert werden, soll das Browsen noch schneller werden. Während der Start der Engine einer kleinen Gruppe vorbehalten ist, soll das Update noch in diesem Jahr umfassend ausgerollt werden.

Letztlich wird dann noch das Format AV1 thematisiert, das aus der Kooperation von Mozilla, Google, Microsoft, Amazon und anderen als Produkt der Alliance for Open Media (AOMedia) entstanden ist. AV1 ist ein lizenzfreies Videoformat, das den Vorteil hat, dass beispielsweise hochqualitative Videos schneller übermittelt werden können und dass aufgrund der Lizenzfreiheit jeder ein solches Video komprimieren und dekodieren kann. Auch bei geringer Datenübertragungsrate sollen AV1 Videos gut zu laden sein. In der Firefox Beta wurden zuletzt bereits 11,8 Prozent der Playbacks über AV1 gestartet, im Februar waren es noch 0,85 Prozent gewesen.

Mit all diesen Updates haben die User viele zusätzliche Optionen bei der Nutzung des populären Firefox-Browsers. Wenn die Schnelligkeit beim Seitenladen tatsächlich im beschriebenen Maße gewährleistet werden kann, dürfte dies jedoch die wichtigste Entwicklung für Mozilla sein. Denn spannende Features müssen sich beim Browsen hinter den Attributen schnell und sicher anstellen.

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