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Technologie
ChatGPT browst jetzt das Internet: Endlich Informationen von nach 2021

ChatGPT browst jetzt das Internet: Endlich Informationen von nach 2021

Niklas Lewanczik | 28.09.23

Das Internet-Browsing wird für ChatGPT ermöglicht und der Bot kann sogar einzelne Websites anklicken. Seiten können über robots.txt und User Agents festlegen, wie ChatGPT mit ihnen interagieren kann.

OpenAI liefert ein bahnbrechendes Update nach dem anderen. Nachdem das Unternehmen jüngst die Image und Voice Conversations für ChatGPT vorgestellt hat, kommt jetzt das lang erwartete Browsing Feature für das Internet. Im Mai 2023 brachte OpenAI dieses bereits von der Alpha- in die Betaphase und stellte es ChatGPT Plus Usern zur Verfügung. Jetzt folgt der offizielle Roll-out und schon bald können alle Nutzer:innen darauf zugreifen. Damit erhalten sie über den KI-Bot endlich aktuelle Informationen und nicht mehr nur solche, die auf die Zeit vor dem September 2021 beschränkt sind.


ChatGPT erhält bahnbrechendes Web Browsing Feature und macht Google mehr Konkurrenz

© Jonathan Kemper - Unsplash, ChatGPT-Startseite auf Screen, Text und Logo, pinkfarben, schwarzer Hintergrund, OpenAI-Logo
© Jonathan Kemper – Unsplash


ChatGPT kann jetzt hören, sprechen und aktuelle Informationen für deine Recherchen und Analysen bieten

Das neue Web Browsing Feature dürfte den ChatGPT Usern große Freude bereiten. Zunächst wird es für zahlende Nutzer:innen ausgerollt. Also können alle, die ChatGPT Plus und ChatGPT Enterprise abonniert haben, zeitnah darauf zugreifen. Doch schon bald möchte OpenAI die Funktion für alle User bereitstellen. Der OpenAI-Präsident Greg Brockman erklärt auf X, dass ChatGPT dank der Funktion beim Web Browsing auch direkt Seiten anklicken und besuchen kann. Seitenbesitzer:innen können aber einstellen, ob sie den Zugriff durch den Bot zulassen. Denn im Rahmen des Updates muss ChatGPT auch robots.txt-Vorgaben folgen.

Im August launchte OpenAI auch einen eigenen WebCrawler namens GPTBot, was dazu führte, dass viele Seitenbetreiber:innen OpenAIs Zugriff via robots.txt verweigerten.

Für ChatGPT war es bisher eines der größten Mankos, dass bei der Recherche nur auf veraltete Daten zugegriffen werden konnte. Fragt man den KI-Bot nach dem englischen Staatsoberhaupt, so wird noch Queen Elizabeth II. genannt. Das ändert sich jetzt. Auf LinkedIn schreibt OpenAI, dass das Web Browsing Feature bei vielen Aufgaben unterstützt. Dabei kann es um tagesaktuelle Recherchen gehen, das Auffinden von Sportergebnissen aus der jüngeren Vergangenheit oder um die Reiseplanung. Auch bei der Auswahl neuer Produkte kann der Bot hilfreich sein. Und nicht zuletzt für die Recherche rund um aktuelle AI Updates bietet ChatGPT einen Ansatzpunkt.

Zum Aktivieren der neuen Option können User „Browse with Bing“ im GPT-4-Bereich der Einstellungen anwählen, gibt das Unternehmen an. Somit können die Nutzer:innen künftig mit ChatGTP derart interagieren, dass sie wie eine nicht all-, aber extrem viel wissende Assistenz daherkommt, die auch noch mit dir sprechen, dir vorlesen, deine Bilder analysieren und auf deine Stimme reagieren kann.

Probleme könnten User allerdings dennoch erwarten. Denn während beispielsweise auch andere KI-Bots mit Internetzugang, etwa Google Bard, des Öfteren auch fehlerhafte Informationen ausgeben, liefert ChatGPT Nutzer:innen ebenfalls mitunter fehlerhafte Angaben oder Informationen, die nicht direkt zum Prompt passen. So müssen die KI-Tool-Anbieter:innen ihre Funktionen stetig optimieren, User sind dazu angehalten, ihr Prompting zu optimieren. Für OpenAI könnte indes noch zu einem Problem werden, dass viele Medienhäuser dem Unternehmen den Zugriff verwehren, damit ihre teils auch exklusiven Inhalte nicht einfach von einer KI gescrapt werden.


ChatGPT kann jetzt sehen, hören und sprechen

© Mojahid Mottakin - Unsplash, ChatGPT-Schriftzug und -Logo auf Smartphone, weißer Hintergrund, in Hand (schwarz), vor gemustertem Hintergrund
© Mojahid Mottakin – Unsplash

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