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Technologie
Apple: iPhone Push-Nachrichten dürfen jetzt Werbung enthalten
© Arnel Hasanovic - Unsplash

Apple: iPhone Push-Nachrichten dürfen jetzt Werbung enthalten

Nadine von Piechowski | 05.03.20

Der Tech-Konzern hat die Richtlinien für den Apple Store aktualisiert. Entwickler dürfen jetzt Werbung als Push-Nachrichten verschicken – allerdings nur unter einer Bedingung.

Apple hat bisher jede Art von Werbung oder Direktmarketing verboten. Das heißt, wer werbliche Push-Nachrichten fürs iPhone oder iPad verschickte, wurde aus dem App Store verbannt. Nun wurde allerdings bekannt gegeben, dass Apple den Richtlinien ein Update verpasste, demzufolge Werbenachrichten nun zulässig sind. Unter einer Bedingung: Der User muss vorher seine ausdrückliche Zustimmung erteilt haben.

Raus aus der Grauzone: Neue Richtlinien sorgen für mehr Klarheit

Mit den aktualisierten Richtlinien für den App Store verschwinden einige Grauzonen. Denn beispielsweise Apps wie Amazon, die ausschließlich Produkte verkaufen, können nun auch Push-Nachrichten versenden, ohne Gefahr zu laufen, aus dem Store verbannt zu werden. Wer als Apple User jetzt schon genervt von der Vorstellung ist, ständig werbliche Push-Nachrichten zu bekommen, kann diese ganz einfach in den Systemeinstellungen deaktivieren.

Neben den neuen Regelungen für Push-Notifications aktualisierte Apple seine Richtlinien auch für Dating- und Wahrsagerei-Apps. Diese werden zukünftig nach den selben Standards geprüft wie übliche Spam-Apps. So sollen qualitativ minderwertige Apps in Zukunft leichter abgelehnt und aus dem App Store verbannt werden können. Auch verbietet Apple ab sofort Apps, die Kriminellen zum Beispiel dabei helfen, vor der Polizei zu fliehen.

Apple führt eigenen Sign-in Button ein

Eine weitere Neuerung: Apps, bei denen sich der User mit Facebook oder Google einloggen kann, müssen spätestens bis zum 30. April 2020 auch über einen Button verfügen, der das Einloggen mit Apple ermöglicht. Der „Sign in with Apple“-Button hat gegenüber der Konkurrenz einige Vorteile für die Privatsphäre. Denn Apple erstellt für jede App eine eigene Mail-Adresse. Diese kann nicht mit dem User in Verbindung gebracht werden. Entwickler bekommen so keinerlei Daten von einem Nutzenden. Es sei denn, dieser erteilte vorher ausdrücklich seine Zustimmung.

Apples Entscheidung, ab sofort Push-Nachrichten mit Werbung zu erlauben, kommt nicht von ungefähr. Denn in den vergangenen Jahren musste der Tech-Konzern immer wieder Kritik einstecken. Der Grund: Apple versendete selbst werbliche Push-Nachrichten, ohne Konsequenzen. Andere Advertiser befürchteten währenddessen dafür den Rausschmiss aus dem App Store. Ob diese Neuerung dazu führt, dass iPhone und iPad User zukünftig mit Werbung in den Push-Nachrichten überschwemmt werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass die aktualisierten Richtlinien Advertiseren neue Möglichkeiten bieten, mit ihren Kunden direkt in Kontakt zu kommen.

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