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„Wäre dies ein Pferderennen, würde ich eher auf Google mein Geld setzen.“ – Andreas Graap, Geschäftsführer der ANGRON GmbH

Anton Priebe | 24.01.14
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Andreas Graap ist Geschäftsführer der ANGRON GmbH. Seit 1997 ist er selbständiger Online Marketing Berater und Internet-Unternehmer. Graap tritt zudem regelmäßig als Speaker bei Konferenzen der Online Marketing Branche auf.

OnlineMarketing.de: Wofür und seit wann nutzen Sie Google+?

Andreas Graap: Mein erster Google+ Post ist vom August 2011. Anders als Facebook, nutze ich Google+ fast ausschließlich beruflich - meist sogar nur als Push-Kanal für eigene Inhalte zum Beispiel auf meinem Blog. Natürlich reagiere ich auch auf Kommentare, wenn mich jemand markiert oder andere Interaktionen, aber so richtig warm geworden bin ich noch nicht mit Google+. Selbst lese ich recht wenig bei anderen mit. Trotzdem ist es für mich ein wichtiger Kanal, den ich insbesondere aufgrund von Googles Plänen nicht vernachlässige. Für Google ist der Erfolg von Google+ unternehmensentscheidend. Nutzer werden mit aller Macht zu Google+ getrieben. Zuletzt konnte man dies an der Integration des Google+ Kommentarsystems in Youtube eindrucksvoll miterleben. Auch das Thema Authorship wird eine immer größere Rolle spielen. Natürlich sind meine eigenen Artikel, und soweit es geht auch meine Fachartikel auf fremden Webseiten, mit dem Authorship-Markup versehen. Strategisch ist es wichtig, dass Google in mir eine kleine Autorität sieht und meinen Inhalten Vertrauen schenkt.

Zu den Vor- und Nachteilen von Google+: Was macht Google+ besonders gut, was vielleicht auch besonders schlecht im Vergleich zu anderen Social Networks? 

Ein Killerfeature von Google+ ist für mich eindeutig "Hangouts On Air", wozu ich auch ein kostenloses Handbuch geschrieben habe. Auch wenn die Namensgebung sehr sperrig ist und sich keiner im ersten Moment etwas darunter vorstellen kann, wird dank Hangouts On Air jeder mit einem Handy und einer Kamera zum TV-Übertragungswagen. Wenn man sich dann noch den Medienkonsum insbesondere der 14 bis 29 Jährigen ansieht wird man schnell merken, dass das lineare Fernsehen, wie wir es kennen, vor sehr schwierigen Zeiten steht. Und zum Vergleich mit anderen Social Networks: Googles Ansinnen ist es gar nicht ein zweites Facebook zu erschaffen. Vielmehr geht es Google zum Beispiel um „Bewegungsdaten“, sowohl on- als auch offline. Dafür ist Google+ eine ideale Sammelstelle. Der Networking Charakter steht hier nicht im Vordergrund. Überlegen Sie mal, womit Ihr Google+ Account bereits verknüpft ist. Mit Ihrem Browser? Mit Ihrem Handy? Mit Ihrem Youtube Kanal? Mit Ihrer Webseite? Mit Ihren Artikeln im Web? Bald vielleicht auch mit Ihrem Brandmelder oder Ihrer Heizung? Google hat noch eine Menge vielgenutzter Dienste, die in Zukunft mit Sicherheit mehr mit Google+ verknüpft werden.

Welchen Stellenwert hat Google+ momentan für Sie und hat sich daran in letzter Zeit etwas geändert? Können Sie ein Ranking der drei besten Dienste für Online Marketing aufstellen?

Wenn man die Aktivitäten von Google im Auge hat, ist klar, dass sich der Stellenwert nicht nur für Google, sondern auch für jeden, der seine Zielgruppe online erreichen möchte, weiter erhöhen wird. Fürs Online Marketing ist in Deutschland neben Google+ natürlich noch Facebook von enormer Wichtigkeit. An Position drei würde ich aktuell Xing und Twitter (je nach Zielgruppe) sehen. Das kann sich aber auch schnell wieder ändern. Insbesondere bei jüngeren Zielgruppen sollte man einige Plattformen wie ask.fm, Instagram & Co. auch hierzulande im Auge haben.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung von Google+, gerade im Hinblick auf den Konkurrent Facebook?

Wie bereits geschrieben sehe ich Facebook nicht als direkten Konkurrenten an. Natürlich hätte Google gerne Facebooks Daten, aber Google ist auf dem besten Wege sich diese - und viele Daten darüber hinaus - auf anderem Wege selbst zu beschaffen. Die aktuellen Entwicklungen, dass immer weniger junge Menschen auf Facebook abfahren, was sogar Barack Obama bestätigt hat, spielt Google natürlich in die Karten. Wäre dies ein Pferderennen, würde ich eher auf Google mein Geld setzen.

Vielen Dank für das Interview!

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