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WHO-Chatbot, Info-Website und Recherche-Feature: WhatsApp kämpft gegen Desinformationen zu COVID-19
© @shrinivassg

WHO-Chatbot, Info-Website und Recherche-Feature: WhatsApp kämpft gegen Desinformationen zu COVID-19

Nadine von Piechowski | 24.03.20

Gegen Verschwörungstheorien und Fake News zum Coronavirus rollt Facebook für WhatsApp ein neues Tool aus, mit dem Nachrichten einfacher überprüft werden können und arbeitet eng mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen.

WhatsApp ist mit über zwei Milliarden täglichen Usern einer der beliebtesten Messenger-Dienste unserer Zeit. Auch viele Desinformationen und Verschwörungstheorien breiten sich über die App aus. Während der momentan anhaltenden Coronapandemie kann eine Verbreitung derartiger Nachrichten erhebliche negative Auswirkungen auf das echte Leben der Nutzenden haben. Deswegen testet Facebook jetzt ein neues Feature, das es den Usern ermöglicht, Inhalte einfacher zu überprüfen. Tippt der Nutzende auf eine Nachricht, erscheint ein Fenster, in dem gefragt wird, ob diese Nachricht mit Google gegengecheckt werden soll. So können User einfacher kurze Hintergrundrecherchen anstellen und die erhaltenen Informationen verifizieren.

Coronapandemie: Nutzung von WhatsApp steigt auf das Doppelte an

Dass bei WhatsApp mit Tools experimentiert wird, mit denen Nachrichten überprüft werden können, ist keine Neuigkeit. Bereits im vergangenen Jahr konnten ausgewählte User testweise Bilder mit einem ähnlichen Feature auf ihre Echtheit prüfen. Ein Facebook-Sprecher sagte gegenüber dem Online-Magazin Tech Crunch, dass diese Erweiterung für WhatsApp in naher Zukunft für alle User ausgerollt wird:

We are working on new features to help empower users to find out more information about the messages they receive that have been forwarded many times. This feature is currently in testing, and we look forward to rolling it out in the near future.

Dass Facebook dieses Feature gerade jetzt testet und zeitnah ausrollt, ist kein Zufall. Durch die Coronapandemie sind die Menschen gezwungen, über Messenger, Social Media oder andere Plattformen in Kontakt zu bleiben. Mark Zuckerberg, CEO und Gründer von Facebook, sagte gegenüber dem Nachrichten-Portal CNN bereits vergangene Woche, dass sich die Nutzung des Facebook Messengers und WhatsApp bereits verdoppelt habe.

Gegen Fake News zu COVID-19: WhatsApp arbeitet mit der WHO zusammen

Durch die hohe Nutzerzahl ist WhatsApp besonders attraktiv für Menschen, die Fake News und Verschwörungstheorien verbreiten möchten. Dass das für unreflektierte User sogar negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann, zeigt ein weit verbreitetes Gerücht zum Coronavirus. Auf Twitter, Facebook und über WhatsApp wurde verbreitet, dass das Trinken von Bleichmittel das Virus bekämpfen kann. Da das nicht nur falsch ist, sondern auch lebensgefährlich, wurde die Nachricht bereits von sämtlichen Plattformen verbannt. Trotzdem kursiert diese Desinformation immer noch in den privaten und sozialen Netzwerken. WhatsApp ruft daher dazu auf, Informationen aus einer verlässlichen Quelle zu beziehen. Facebook launchte für die Messenger App deswegen einen World Health Organisation Chatbot, der User mit Informationen zum Coronavirus und Hilfseinrichtungen sowie Tipps zur Prävention versorgt. Auch eine eigene Informationsseite zum Coronavirus stellt WhatsApp den Usern zur Verfügung.

Noch ein neues Feature, um Desinformationen einzudämmen?

Auch für den Facebook Messenger experimentiert der Social-Media-Riese augenscheinlich mit neuen Features, die die Verbreitung von Fake News einschränken sollen. Reverse-Engineering-Expertin Jane Manchun Wong entdeckte beispielweise, dass in naher Zukunft womöglich das Weiterleiten von Nachrichten auf fünf Kontakte begrenzt werden könnte.

So könnte das Verschicken von Desinformationen und Kettenbriefen wesentlich eingedämmt werden. Gerade in Coronazeiten ist es für die User wichtiger denn je, verlässliche Informationen und Updates zum Virus zu erhalten. Das neue Feature für den WhatsApp Messenger könnte dabei helfen, dass die Unsicherheit der Menschen nicht noch weiter ausgenutzt wird, um Falschinformationen zu verbreiten.

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