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Social Media Marketing
„Nicht jeder Tweet ist für jeden gedacht“: Twitter Circle startet in die Testphase
© Twitter, Images Rouges via Canva

„Nicht jeder Tweet ist für jeden gedacht“: Twitter Circle startet in die Testphase

Larissa Ceccio | 04.05.22

Twitter plant, eine Funktion einzuführen, mit der Tweets nur mit einer persönlichen Auswahl an Nutzer:innen geteilt werden können. Circle befindet sich bereits in der Testphase.

Twitters Merkmal ist, dass Tweets grundsätzlich öffentlich sind und von allen Usern gesehen werden können – bis auf zwei Ausnahmen: Auf der Plattform können private Informationen per Direktnachricht ausgetauscht und es kann die Option aktiviert werden, dass grundsätzlich alle Tweets von einem Account nur denjenigen angezeigt werden, die vom diesem auch zugelassen wurden.

Manchmal möchte man aber besondere Momente oder Gedanken mit einer Gruppe ausgewählter Personen austauschen – das hat auch Twitter erkannt und eröffnet Usern mit Twitter Circle die Möglichkeit, Tweets gezielt nur mit einem ausgewählten Personenkreis zu teilen. So können Nutzer:innen sich in Tweets ausdrücken, ohne dadurch potenziell unerwünschte Aufmerksamkeit zu erhalten. Twitter Circle steht ab sofort zunächst weltweit für eine kleine Gruppe von Usern auf iOS, Android und Twitter.com zur Verfügung.

So kannst du einen Twitter Circle erstellen

© Twitter

Mit Twitter Circle könnten User einfacher vertrauliche Unterhaltungen führen und engere Verbindungen mit einer kleinen Gruppe aufbauen. Um einen Tweet nur an bestimmte Nutzer:innen zu senden, kannst du vor der Veröffentlichung darauf achten, die passende Option zu klicken. Diese wird dir vorab angezeigt – du kannst demnach auswählen, ob du deinen Tweet mit einem persönlichen „Circle“ oder mit der eigenen gesamten Follower-Liste teilen möchtest.

Zu einem „Circle“ können bis zu 150 Personen hinzugefügt werden und die Liste kann jederzeit angepasst werden. Dabei wird niemand aus dem jeweiligen Kreis über vorgenommene Änderungen benachrichtigt.

© Twitter

Personen in „Circles“ sehen einen grünen Button unter den Tweets, die ausschließlich an eben diesen Personenkreis gesendet wurden. Diese können zudem nicht retweetet oder geteilt werden.

Mehr Sicherheit und Gestaltungsspielraum auf Twitter

Twitter möchte so Usern mehr Kontrolle über die Art und Weise der eigenen Präsentation auf der Plattform geben und ihnen Möglichkeiten liefern, ihre Accounts je nach Belieben entsprechend anzupassen. Ein Mitglied des Twitter Trust und Safety Council erklärt:

Twitter Circle legt die Macht in die Hände der Menschen auf Twitter, indem es eine neue Möglichkeit für sie schafft, zu kontrollieren, wie sie sich online zeigen und sich sicher ausdrücken können.

Circle ist nicht Twitters erstes Feature, mit dem User ihre Nutzung individueller gestalten können:

  • Derzeit testet Twitter beispielsweise das Tool „Unmention“, mit dem Unterhaltungen, an denen man nicht teilnehmen möchte, verlassen werden können.
  • Auf den Desktop-Version können User jetzt auch Follower leichter entfernen, ohne sie dafür blockieren zu müssen.
  • Zudem hat Twitter die Konversationseinstellungen so erweitert, dass Nutzer:innen mitten in einer Konversation ändern können, wer auf einen Tweet antworten darf.
  • Zu guter Letzt testet das Social-Unternehmen derzeit ein Feature, mit dem Accounts für sieben Tage gesperrt werden können, wenn der User dahinter Beleidigung, Diskriminierung oder Hate Speech tweetet oder aber wiederholt und unaufgefordert Antworten oder Erwähnungen versendet.

Aktuell gibt es noch keine Informationen, wann Twitter Circle vollständig ausgerollt wird. Angesicht Twitters etwaiger Übernahme durch Elon Musk, der dem Netzwerk vorwirft, die Redefreiheit auf der Plattform zu stark einzuschränken, ist unklar, inwiefern Twitter kommende Pläne auch umsetzen wird. Musk einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf einen rund 44 Milliarden US-Dollar schweren Deal, ist aber noch darauf angewiesen, dass ihm ausreichend Aktionär:innen Anteile abtreten wollen. Erst Ende 2022 wird sicher sein, ob Twitter und Musk die Übernahme wirklich abschließen.

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