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Social Media Marketing
Rüge für Facebook – 40 Millionen US-Dollar wegen Angabe falscher Zahlen
© Flickr / The Crunchies!, CC BY-SA 2.0

Rüge für Facebook – 40 Millionen US-Dollar wegen Angabe falscher Zahlen

Aniko Milz | 16.10.19

Es scheint eher wie eine kleine Zurechtweisung, als eine Strafe, die Facebook zahlen muss. Das Unternehmen hatte falsche Zahlen über Video Ads auf der Plattform veröffentlicht.

Über ein erneutes Fehlverhalten vonseiten Facebooks lassen sich Twitter-Nutzer derzeit auf Twitter aus. Es geht um eine Gerichtsentscheidung. Die Anklage war folgende: letztes Jahr beschuldigten einige Advertiser aus Kalifornien das Soziale Netzwerk, falsche Zahlen über die View Time von Video Ads veröffentlicht zu haben. Dabei ging es nicht um eine Beschönigung von einigen Prozent, sondern um ein nach-oben-Korrigieren um geschätzte 150 – 900 Prozent.

Die Strafe? Zu gering

Doch das allein sorgt nicht für den Unmut so vieler. Dieser entsteht vielmehr aus der Strafe, die Facebook jetzt aufgrund der Vorwürfe zahlen muss. 40 Millionen US-Dollar soll das Unternehmen der Fehltritt kosten, wie HollywoodReporter berichtet – eine in keinem Verhältnis zu dem Schaden, der entstanden ist, stehende Summe, vor allem, wenn man bedenkt, wie diese Summe im Vergleich zu dem jährlichen Einkommen von Facebook steht.

Die Schäden? Deutlich höher

Facebook erreicht fast 32 Prozent der Weltbevölkerung und hat dementsprechend einen extrem großen Einfluss sowie eine hohe Verantwortung. Eine Herausgabe von falschen Zahlen wirkt sich auf die Entscheidungen von vielen Menschen aus. So wie viele Publisher, Advertiser und Marketer, die sich auf Facebooks große Versprechungen hinsichtlich der Zukunft von Video verließen – und ihre Marketingstrategie entsprechend planten. Es ist natürlich nicht genau zu sagen, welche Auswirkungen Facebooks Drängen Richtung Video tatsächlich hatte, doch gerade auf Twitter berichten viele von journalistisch tätigen Freunden, die ihren Job aufgrund dessen verloren.

Die Summe von 40 Millionen US-Dollar, auf die sich jetzt geeinigt wurde, ist im Vergleich zu den letzten Milliardenstrafen, die Facebook für andere Dinge zu zahlen hatte, wirklich nicht viel mehr als eine leichte Rüge. Über die Botschaft, die dies sendet, kann man sich streiten, einige sehen die geringe Strafe fast als Erlaubnis, weiterhin falsche Zahlen auszugeben. Zum Teil gehen die 40 Millionen US-Dollar an die Anwälte der Anklage, der Rest ist kein Ausgleich für die Schäden, die die Advertiser mutmaßlich genommen haben. Es bleibt abzuwarten, wie und ob die negativen Reaktionen der Öffentlichkeit noch Gehör finden.

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