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Amazon Storefronts jetzt auf Pinterest: Neue Chancen für Creator

Amazon Storefronts jetzt auf Pinterest: Neue Chancen für Creator

Larissa Ceccio | 11.06.26

Zwar nutzen vor allem jüngere Zielgruppen immer häufiger KI für die Produktsuche, doch 58 Prozent der Gen Z vertrauen KI-Chatbots bei Produktempfehlungen nicht. Pinterest setzt deshalb auf Creator-Empfehlungen und führt die direkte Verknüpfung von Amazon Storefronts mit Pinterest-Profilen ein.

Pinterest erweitert die Möglichkeiten, mit Produktempfehlungen Geld zu verdienen. Ab sofort können berechtigte Creator ihre Amazon Storefront – also ihre persönliche Empfehlungsseite bei Amazon mit ausgewählten Produkten – direkt mit dem Pinterest-Profil verknüpfen. Die neue Integration soll Creatorn dabei helfen, ihre Empfehlungen einfacher zu monetarisieren und Nutzer:innen direkt dort abzuholen, wo Inspiration in Kaufabsicht übergeht.



Pinterest gilt längst nicht mehr nur als Inspirationsplattform. Die Plattform entwickelt sich zunehmend zur Schnittstelle zwischen Inspiration, Produktsuche und Kaufentscheidung. Wie Pinterest diese Entwicklung vorantreibt und welche Rolle Shopping dabei spielt, erklärte uns Ben Wood, Senior Director Agencies Europe für Pinterest, bereits im TAP INTO MARKETING Podcast. Jetzt reinhören.



So profitieren Creator von der Amazon Storefront-Verknüpfung

Creator können ihre Amazon Storefront künftig direkt mit dem Pinterest-Profil verknüpfen. Nach der Einrichtung werden die Affiliate-Informationen automatisch übernommen, wenn berechtigte Amazon-Produkte in Pins markiert werden. Das manuelle Einfügen einzelner Affiliate Links entfällt. Zusätzlich wird die Amazon Storefront direkt im Profil angezeigt. Nutzer:innen erhalten damit einen weiteren Weg, die Produktempfehlungen und kuratierten Sammlungen ihrer Lieblings-Creator zu entdecken. Für Creator bringt die Verknüpfung mehrere Vorteile:

  • weniger manueller Aufwand bei Affiliate Links
  • mehr Sichtbarkeit für Produktempfehlungen
  • direkte Verknüpfung von Inspiration und Shopping
  • zusätzliche Monetarisierungsmöglichkeiten auf Pinterest
Drei Smartphone Screens zeigen die neue Amazon-Integration auf Pinterest. Links wird ein Pin erstellt, in der Mitte können Amazon-Produkte für den Pin gesucht und ausgewählt werden, rechts wird ein markiertes Produkt mit automatisch hinterlegter Affiliate-Verknüpfung angezeigt.
Amazon Storefront-Verknüpfung auf Pinterest, © Pinterest

Mehr als 50 Prozent der User nutzen Pinterest laut Unternehmensangaben zum Shoppen oder zur Produktsuche. Pro Monat wird die Plattform über 80 Milliarden Mal durchsucht. Mit der neuen Amazon Storefront-Verknüpfung will Pinterest diese hohe Kauf- und Suchintention künftig noch stärker in konkrete Kaufabschlüsse und Monetarisierungsmöglichkeiten für Creator übersetzen.

Zum Start steht die Amazon Storefront-Verknüpfung nur einem Teil der Creator Community zur Verfügung. Pinterest dürfte die Verfügbarkeit der Integration jedoch schrittweise auf weitere Creator ausweiten. Darüber hinaus hat die Plattform bereits weitere Storefront-Kooperationen angekündigt.

Pinterest setzt auf Creator-Empfehlungen im KI-Shopping-Paradox

Die Art, wie Menschen Produkte entdecken und Kaufentscheidungen treffen, verändert sich derzeit grundlegend. Vor allem jüngere Zielgruppen nutzen zunehmend generative KI-Tools wie ChatGPT oder Perplexity, um Produkte zu recherchieren, Angebote zu vergleichen und Empfehlungen einzuholen. Damit verlagern sich Teile der Customer Journey zunehmend von klassischen Suchmaschinen hin zu KI-gestützten Antwort- und Empfehlungssystemen.

Doch die Nutzung steigt schneller als das Vertrauen. So ergab eine Befragung von BigCommerce und Future Commerce aus dem Jahr 2025, dass bereits 33 Prozent der Gen Z KI-Plattformen für die Produktrecherche klassischen Suchmaschinen vorziehen. Eine weitere Analyse von PartnerCentric aus dem Jahr 2025 zeigt, dass 58 Prozent der Gen Z Produktempfehlungen von KI-Chatbots skeptisch gegenüberstehen. Fast die Hälfte der Befragten gab zudem an, KI nehme ihnen den Spaß am Einkaufen. Pinterest könnte genau von diesem Shopping-Paradox profitieren. Denn die Plattform setzt auf etwas, das KI trotz aller Fortschritte bislang nicht liefern kann: authentische und vertrauenswürdige Empfehlungen.

Denn wer Produkte recherchiert oder Kaufentscheidungen vorbereitet, sucht häufig nicht nur nach Informationen, sondern auch nach Inspiration und glaubwürdiger Einordnung. Auf sozialen Plattformen werden diese Bedürfnisse oft von Entertainment-Inhalten überlagert und „Pinterest ist kein Ort zum ziellosen Scrollen“, betont das Unternehmen. Gleichzeitig stehen viele KI-Dienste trotz wachsender Nutzung weiterhin vor einem Glaubwürdigkeitsproblem. Wer nicht von algorithmisch ausgespielten Videos abgelenkt werden möchte oder lediglich eine KI-Antwort sucht, sondern Empfehlungen echter Menschen, landet daher häufig bei Pinterest.



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© Pinterest via Canva


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