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Social Media Marketing
Anzeigen „sicher“ platzieren: Meta testet neue Publisher Tools

Anzeigen „sicher“ platzieren: Meta testet neue Publisher Tools

Larissa Ceccio | 18.03.22

Meta verspricht neue Content Tools, die Publisher dabei unterstützen sollen, Kontrolle über ihre Ads zu gewinnen.

Meta verfolgt seit den Veröffentlichungen der Whistleblowerin Frances Haugen verstärkt das Ziel, die Plattformen Facebook und Instagram zu „sicheren“ Orten zu machen. Der nächste Schritt zu mehr Transparenz und Kontrolle auf Meta-Plattformen nützt vor allem Werbetreibenden: Der Tech-Konzern testet laut eigener Angaben neue Content Tools, die Publishern dabei helfen sollen, mehr Entscheidungsfreiheit über ihre Ad-Platzierungen auf Facebook und Instagram zu gewinnen. Mit den Tools sollen Unternehmen verhindern können, dass ihre Kampagnen neben für sie unpassenden Inhalten zu sehen sind.

Testphase startet noch dieses Jahr

Die Tests der Tools zur Inhaltskontrolle sollen in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen und Anfang 2023 eingeführt werden. Dabei konzentriert sich der Social-Media-Konzern in der Testphase hauptsächlich auf englischsprachige Märkte. Kommendes Jahr sollen die Steuerelemente um Anzeigen erweitert werden, die beispielsweise in Stories, Video-Feeds und auf der Erkundenseite von Instagram zu finden sein sollen. Meta plant, diese auf weitere Sprachen auszudehnen. In einem Blogbeitrag erklärt der Tech-Konzern:

This is an opportunity to build solutions that will give advertisers a better understanding of the types of content that appear adjacent to their ads, helping them make informed decisions to reach their marketing goals.

Meta bietet bereits verschiedene Tools für mehr Markensicherheit an, wie beispielsweise „Themenausschlüsse und „Publisher Allow“-Listen. Diese ermöglichen schon jetzt eine spezifischere Steuerung, damit Marken genau die von ihnen nicht gewünschten Platzierungen ausschließen und gleichzeitig ein möglichst breites Publikum erreichen können.

Kooperation mit Video-Advertising-Plattform Zefr

Zefr arbeitet zu ähnlichen Initiativen bereits mit TikTok und YouTube zusammen und nutzt KI-Identifikationssysteme, einschließlich Audio-, Text- und Frame-by-Frame-Videoanalyse, zusammen mit skalierter menschlicher Überprüfung für exaktere und individuelle Sicherheitslösungen für Brands und Unternehmen. Werbetreibende erhalten durch diese Lösungen mehr Kontrolle über ihre Anzeigen. Nun setzt auch Meta auf die Plattform. Zur Kooperation äußert sich der Konzern in dem bereits erwähnten Beitrag:

We will work together to develop a solution to measure and verify the suitability of adjacent content to ads in Feed, with the goal of starting with small scale testing in the third quarter of this year and moving to limited availability in the fourth quarter.

Facebook reagiert mit neuen Tools auf Anforderungen von Publishern

Mit den neuen Tools reagiert Meta auf die wachsenden Anforderungen von Publishern, die wiederholt mehr Kontrolle über ihre Online-Anzeigenplatzierungen gefordert haben. Im November 2021 hatte der Konzern daher bereits angekündigt, die Newsfeed-Kontrollen für Werbetreibende im englischen Raum zu erweitern und Zugriff auf „Themenausschlusskontrollen“ zu ermöglichen.

Diese Themen umfassen Nachrichten und Politik, Soziales sowie Kriminalität und Tragödie. Sofern Publisher eines dieser Topics auswählen, werden ihre Ads nicht in den Anzeigen von Personen auftauchen, die sich kürzlich mit diesen Themen beschäftigt haben. Zu dem Zeitpunkt erklärte Meta, der Konzern wäre sich bewusst, dass diese Tools womöglich nicht alle Anforderungen und Bedenken von Werbetreibenden berücksichtigen würde und versprach, zukünftig inhaltsbasierte Kontrollen zu entwickeln. Wir dürfen gespannt sein, ob die neuen Tools weitere Lücken schließen können.

Nach zunehmender Kritik sind diese Tools ein weiterer wichtiger Schritt

Meta stand zuletzt stark in der Kritik. Unter anderem wurde bekannt, dass der Konzern provokative Posts mit kontroversen Inhalten sowie Fake News fördern statt bannen würde. Daher steht der Tech-Konzern unter wachsendem Regulierungsdruck, die Plattformen zu bereinigen und Praktiken transparenter zu gestalten. Auch Markensicherheitskontrollen wurden bereits 2017 öffentlich diskutiert, nachdem beispielsweise in einem Artikel auf The Guardian berichtet wurde, dass YouTube Millionen an Werbeeinnahmen verloren hatte, weil viele Publisher begonnen hatten, ihre Anzeigen zu sperren, da sie neben extremistischen Inhalten und Hate Speech platziert wurden. Facebook-Anzeigen waren ebenfalls Part dieser Diskussionen.

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Kommentare aus der Community

Judith Harter am 19.03.2022 um 14:25 Uhr

Das ist schon eine richtige Herausforderung mit Meta, finde ich.

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