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Social Media Marketing
Influencerin hat Bali-Urlaub gefaked – bei Ikea
Screenshot YouTube

Influencerin hat Bali-Urlaub gefaked – bei Ikea

Aniko Milz | 14.02.20

YouTuberin Natalia Taylor hat kürzlich einen ganzen Urlaub gefaked. Sie ließ ihre Follower glauben, sie wäre auf Bali, während alle Fotos bei Ikea entstanden.

Die YouTuberin Natalia Taylor hat kürzlich ein Video hochgeladen, in dem sie erläutert, wie sie einen Urlaub auf Bali gefaked hat. Damit wollte sie beweisen, wie einfach es ist, Followern online etwas real erscheinen zu lassen. Die Fotos für den Stunt entstanden nicht auf Bali sondern bei Ikea und wurden bei Instagram von ihr gepostet.

„Dont believe everything you see on the ’gram“

Nachdem im letzten Jahr bereits mehrere Influencer für Aufsehen sorgten, indem sie ganze Urlaube oder Festival-Besuche für ihre Follower fakten, kam auch Taylor auf die Idee. Wie sie in ihrem Video erklärt, fasziniert sie besonders die Einrichtung der kleinen Ikea-Showrooms. Diese sehen teilweise tatsächlich so aus, als würde darin jemand leben. Der ideale Ort also, um in wenig Zeit viele Fotos in verschiedenen Settings zu machen, die letzten Endes ihre Follower auf Instagram glauben machen sollen, dass sie ihre Zeit gerade auf Bali verbringt. Mit der Aktion wollte Natalia Taylor darauf aufmerksam machen, dass vieles von dem, was man online sieht, zu schnell geglaubt wird:

It has been said, that life on the internet isn’t always what it seems. Especially in today’s day and age when it’s so easy to pretend to be anyone you want to be.

Stories und Posts sollten die Geschichte glaubhaft machen

Mit mehreren Posts und Stories, die sie entweder unter den entsprechenden Bali-Hashtags fand und für sich benutzte oder von Freunden wiederverwendete, die dort wirklich Urlaub gemacht hatten, trickste sie ihre Follower aus:

I know that’s not right, but the point of this video is to show how easy it is to trick people into thinking you’re someone you’re not.

Während die Instagram Stories also real waren, nur eben nicht von ihr selbst aufgenommen, waren die geposteten Fotos komplett gestellt. Und das nicht einmal besonders gut. Absichtlich hat Taylor auf mehreren der Bildern die Ikea-Tags nicht wegretuschiert die anzeigen, wo das jeweilige Stück zu finden ist. Doch ihre Follower ließen sich überwiegend täuschen. Die meisten hinterließen neidische Kommentare, wünschten ihr einen tollen Urlaub oder gaben ihr Tipps für die nächsten Reisestopps. Für Taylor zeigt dies den starken Vertrauensbund, den ihre Follower zu ihr haben:

I have such a close trust with my followers. I never want to break that trust. […] They are not expecting me to lie to them because they know I would never do that.

Urlaub gefaked: Influencerin klärt ihre Follower im Nachhinein auf

Diesen Vertrauensbruch nahm sie für das Video jedoch gerne in Kauf. Das Video wurde innerhalb von drei Tagen bereits knapp eine halbe Million Mal aufgerufen.


Zu häufig sollte so eine Aktion jedoch wohl nicht vorkommen. Schließlich basiert das ganze Influencer-Marketing-System auf dem Vertrauen, das Follower den Influencern entgegenbringen. Selbst wenn diese es ihren Idolen verzeihen mögen, dürfte es auf Unternehmen und Marken, die nach Kooperationspartnern suchen, keinen guten Eindruck machen. Taylor erwähnt im Video explizit, dass die Aktion nicht in Zusammenarbeit mit Ikea geplant wurde. Wobei das schwedische Möbelhaus Taylors Post auch gut für das eigene Marketing hätte nutzen können.

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