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Social Media Marketing
Experiment: Facebook bietet Usern Geld, wenn sie ihren Account deaktivieren
© Thought Catalog - Unsplash

Experiment: Facebook bietet Usern Geld, wenn sie ihren Account deaktivieren

Aniko Milz | 07.09.20

Würdest du für zehn US-Dollar die Woche deinen Social Media Account deaktivieren? Im Rahmen eines Experiments bietet Facebook seinen Usern genau diesen Deal an.

Einigen Instagram und Facebook Usern wurde in den letzten Tagen ein Pop-up in der App angezeigt. In diesem wird danach gefragt, für welche Summe Nutzende bereit wären, ihren Social Media Account zu deaktivieren. Die Zahlungen reichen dabei von zehn bis 20 US-Dollar die Woche. Elizabeth Dwoskin von der Washington Post teilte Screenshots der Umfrage auf Twitter.

Inwiefern beeinflussen soziale Medien die US-Wahlen?

Die Umfrage gehört zu einer von Facebook in Auftrag gegebenen Untersuchung. In dieser soll herausgefunden werden, welchen Einfluss soziale Medien auf das Wahlverhalten der User haben. Dementsprechend wird eine Testgruppe von US-amerikanischen Nutzenden kurz vor dem US-Wahlen am dritten November gebeten, ihre Accounts für eine oder für sechs Wochen zu deaktivieren. Dafür und für die Teilnahme an mehreren Umfragen werden sie entlohnt. Wie hoch die Bezahlung ist, ist noch nicht bekannt. Denn die Auswahl, ob sie für zehn, 15 oder 20 US-Dollar bereit wären, ihren Account zu deaktivieren, soll nichts über die tatsächliche Bezahlung aussagen.

Die ausgewählte Testgruppe muss dem Experiment nicht zustimmen. Doch diejenigen, die mitmachen, könnten aufgefordert werden, an diversen Umfragen teilzunehmen. Die Akademiker und Akademikerinnen, die die Untersuchung leiten, werden nicht von Facebook bezahlt. Ihre Arbeit soll unabhängig von dem Unternehmen sein. Weder die Fragen, die in den Umfragen gestellt werden, noch die daraus gezogenen Erkenntnisse sollen in irgendeiner Weise von Facebook eingeschränkt werden. Facebook rechnet mit einer Teilnehmerzahl von 200.000 bis 400.000 US-amerikanischen erwachsenen Usern. Mit einer Veröffentlichung der Erkenntnisse rechnet Facebook frühestens Mitte des kommenden Jahres. Damit gehört die Untersuchung eher zweitrangig zu dem Maßnahmen, die Facebook im Kampf gegen Wahlmanipulationen auf der eigenen Plattform unternimmt. Zuletzt hatte das Unternehmen angekündigt, kurz vor den Wahlen keine politischen Anzeigen mehr anzunehmen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass genügend Zeit für die Prüfung ihrer Inhalte bleibt. Auch das Weiterleiten im Messenger wurde auf fünf Chats begrenzt. So sollen Falschmeldungen sich nur langsam ausbreiten können.

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