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SEO - Suchmaschinenoptimierung
People Cards: Virtuelle Visitenkarten für die Google-Suche
People Cards bei Google, © Google

People Cards: Virtuelle Visitenkarten für die Google-Suche

Niklas Lewanczik | 02.09.20

Googles neue People Cards erlauben es Usern, in der Suche eine Visitenkarte für sich selbst zu erstellen, die Bilder, Ausbildungsinformationen oder Links zu Social Media Accounts beinhaltet.

Erste User in Indien können sich jetzt bei Google eine personalisierte Visitenkarte erstellen, die in der Suche auftaucht, wenn nach ihrem Namen gegoogelt wird. Mit diesem Feature könnten umfassende Informationen zu den Menschen gefunden werden, die nicht als Person des öffentlichen Lebens gelten. Denn für diese taucht in der Suche oft ein Knowledge Graph auf. Die People Cards mit diversen Informationen und hervorgehobenen Websites oder Social Accounts lassen sich bei Google ganz einfach erstellen – und könnten Google einen deutlich größeren Social Touch verleihen als die Suchmaschine bisher vorzuweisen hat.

People Cards im Mobile-Bereich: Hervorheben der eigenen Person in der Google-Suche

Bereits Mitte August verkündete Google via Blogpost, dass User in Indien die Option haben, mit den People Cards eine virtuelle Visitenkarte in der Google-Suche zu hinterlassen. Allerdings nur für die mobile Suche und sofern die User einen eigenen Google Account haben. Im Post heißt es:

It’s like a virtual visiting card, where you can highlight your existing website or social profiles you want people to visit, plus other information about yourself that you want others to know.

Dank einer People Card können Einzelpersonen dann in einem an ein Featured Snippet erinnernden Ergebnis dargestellt werden. Die SEO-Expertin Aleyda Solis hat das beispielsweise bereits testen können:

Obwohl die Funktion vollumfänglich bisher nur für User in Indien und auf Englisch ausgerollt worden ist, könnte sie schon bald auch in weiteren Märkten getestet werden.

Wie eine People Card angelegt wird

Eine People Card stellt ein sehr individuelles Suchergebnis dar, dass besonders Influencern oder Unternehmern auch als Referral-Quelle für die eigene Website oder die Social-Profile dienen kann. Bei gleichlautenden Namen werden verschiedene Module der Card in der Suche angezeigt, die eine Unterscheidung anhand der weiterführenden Informationen ermöglichen sollten.

Um eine People Card anzulegen, benötigen User ein mobiles Endgerät, einen mobilen Browser oder die Google Search App, einen aktiven Google Account und die Aktivierung der Web- & App-Aktivitäten. In der mobilen Google-Suche können User in Indien „add me to search“ und später „edit my people card“ eingeben, um eine Visitenkarte anzulegen oder zu bearbeiten. Neben einer Zusammenfassung zur Personen und einer Angabe zum Beruf können weitere Informationen und Links zur Websites oder Social Accounts die Karte abrunden. Wer die People Card einreicht, kann nach einigen Stunden seine virtuelle Visitenkarte in der Google-Suche sehen. Dabei müssen die User aber klare Richtlinien von Google befolgen. Ist eine Karte beispielsweise nicht mehr aktuell, könnte Google aufhören, sie anzuzeigen. Bei Falschinformationen behält sich Google sogar vor, die Karten temporär oder dauerhaft zu entfernen.

Beispiel für die People Card, die Matt Southern vom Search Engine Journal erstellt hat
Beispiel für die People Card, die Matt Southern vom Search Engine Journal erstellt hat, Quelle: Search Engine Journal

Leider können noch nicht alle User darauf zugreifen. Allerdings teilte Alexander Außermayr bei Twitter eine Option, um zu versuchen, eine People Card anzulegen, selbst wenn man derzeit nicht in Indien ist:

Wir haben es ausprobiert und konnten sogar auf die Funktion zugreifen:

Entwurf für eine People Card für Niklas Lewanczik
Entwurf für eine People Card für Niklas Lewanczik, Screenshot Google

Vielleicht kommen die People Cards schon bald nach Europa. Bis dahin könnt ihr mit dem oben beschriebenen Kniff versuchen, selbst eine zu erstellen. Sollte das Feature sich global durchsetzen, hätte Google eine LinkedIn ähnelnde Übersicht zu Business-Personal zu bieten, die in diversen Kontexten – von HR über B2B Marketing bis hin zur Kundenakquise – Potentiale verspräche.


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Alexander Außermayr am 03.09.2020 um 17:33 Uhr

Lieber Niklas,

vielen Dank für die Erwähnung meines Tweets in eurem Artikel. Freut mich zu lesen, dass das Anlegen deiner People Card funktioniert hat.

Ich hab nämlich auch von einigen Fällen gehört, bei denen es trotz korrekter Umsetzung der beschriebenen Vorgehensweise nicht geklappt hat.

Beste Grüße
Alex

Antworten
Niklas Lewanczik am 04.09.2020 um 10:03 Uhr

Lieber Alex,

danke für die Anleitung. Tatsächlich klappt es auch bei uns nicht in jedem Fall und nicht mit jeder E-Mail-Adresse, meist kommt ein 404 Error von Google, wenn dann in der mobilen Suche (oder der über Chrome Dev simulierten mobilen Suche) der „Get Started“ Button geklickt wurde. Letztlich hat es bei mir dann aber funktioniert.

Beste Grüße

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