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Zurück zum Artikel: Heiko Maas fordert Offenlegung von Googles Suchalgorithmus: Absurd? Sinnvoll? Das sagen die Experten

„Wichtiger wäre, dass Google die Bevorzugung eigener Dienste einstellt, und auf diese Produkte die gleichen Qualitätskriterien anwendet, denen sich auch Wettbewerber unterwerfen müssen.“ – Philipp Klöckner, Search Strategy Consultant, Rocket Internet GmbH

Stefan Rosentraeger | 16.09.14
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Philipp Klöckner, Search Strategy Consultant, Rocket Internet GmbH
„Eine Offenlegung des Google-Algorithmus ist meiner Meinung nach weder das mildeste noch das richtige Mittel um fairen Wettbewerb herzustellen. Wichtiger wäre, dass Google die Bevorzugung eigener Dienste einstellt, und auf diese Produkte die gleichen Qualitätskriterien anwendet, denen sich auch Wettbewerber unterwerfen müssen. Andernfalls kann Google weiterhin sein Monopol auf dem Suchmaschinenmarkt missbrauchen um sich selbst auch in weiteren Teilmärkten trotz schlechterer Produkte zum Marktführer zu küren. Eine Forderung nach mehr Transparenz sollte zunächst erreichen, dass Google jene Filter und Abstrafungen, die insbesondere Konkurrenten, also vertikale Suchmaschinen und Aggregatoren, klarer kommuniziert. Panda-Updates, Penguin-Iterationen oder manuelle Maßnahmen gegen Webmaster werden weitaus transparenter dargestellt als Algorithmusbestandteile, die sich gegen andere Suchmaschinen richten. Konkurrenten fühlen sich hier im Moment intransparent und willkürlich benachteiligt, weil Zeitpunkt und Wirkungsweise dieser Abstrafungen von Google nicht kommentiert werden. Im Übrigen kann eine Offenbarung des Google-Algorithmus auf dem Suchmaschinenmarkt selbst kein „Level Playing Field“ herstellen. Die Marktstellung von Google wird schon längst nicht mehr nur durch den Suchmaschinen-Algorithmus, der ohnehin nur für die kaum sichtbaren organischen Ergebnisse verantwortlich zeichnet, zementiert. Problematischer ist der immer größere Vorsprung im Bereich Nutzungsdaten, den Google durch das Ausspähen der Nutzer und die Verknüpfung eigener Produkte erreicht hat.“
(Foto: © Karl Kratz)
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