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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Google testet Markup für Bilder-Lizenzierung in der Suche
Lizenzierungs-Test bei Google Images, Screenshot Google

Google testet Markup für Bilder-Lizenzierung in der Suche

Niklas Lewanczik | 25.02.20

In einem angekündigten Beta-Test sollen Webmaster die Lizenzierung von Bildern über ein neues Markup definieren können. Die Anzeige bei Google Images könnte dann in neuer Form erfolgen.

Als relevanteste Suchmaschine der Welt hat auch Googles Search-Bereich für Bilder eine große Bedeutung für Suchende. Doch dort werden Bildrechte und Lizenzen bisher nur implizit vermittelt. Daher kündigte Google einen Test an, mit dem die Anzeige von Lizenzdetails in Google Images erweitert werden könnte. Die Integration der entsprechenden Metadaten gibt jedoch keinen Anlass zur Hoffnung auf ein besseres Ranking.

Aufklärung darüber, wie Bilder genutzt werden dürfen

Der Twitter Account der Google SearchLiaison gab jüngst bekannt, dass in den kommenden Tagen ein Beta-Test anläuft, der Webmastern ermöglicht, Lizenzinformationen zu Bildern in der Google-Bildersuche prominenter anzuzeigen.

Bislang ist die Option noch nicht live, aber Google weist darauf hin, dass sich Webmaster bereits vorbereiten können. Dazu finden sich auf dem Developers Blog weiterführende Informationen. Zunächst müssen Webmaster ihre Inhalte vorbereiten. Dabei sollten sie sicherstellen, dass die Bilder ohne Login oder Account auf der Seite einsehbar sind. Außerdem muss der Googlebot auf die Bilder zugreifen können, dieser Zugriff darf also nicht via robots.txt oder ähnliche Maßnahmen verweigert werden. Über eine Sitemap kann Google schließlich über Änderungen informiert werden.

Um Google nun zu vermitteln, dass Bilder lizenzierbar sind, müssen den entsprechenden Bildern Metadaten hinzugefügt werden. Das funktioniert auf zwei Wegen:

Bei den strukturierten Daten muss für jedes Nutzungszenario ein Markup eingefügt werden. Bei den IPTC Foto-Metadaten hingegen reicht eine einmalige Integration im entsprechenden Bild. Werden beide Varianten verwendet und kommt es zum Konflikt, wird Google auf die strukturierten Daten zurückgreifen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert der Blogeintrag.

So kann die Lizenzierung bei Google Images aussehen

Bislang wird bei Bildern in der Google-Bildersuche darauf verwiesen, dass Bilder in der Regel urheberrechtlich geschützt sind. Allerdings findet sich dort direkt meist keine Credit-Angabe oder eine Detailangabe zur Lizenzierung. Das könnte sich mit dem Feature, das Google nun testet, künftig ändern. Und Google gibt auch ein visuelles Beispiel dafür:

So könnte sich die Lizenzierungsanzeige in Google Images darstellen, Screenshot Google

Unter einer Angabe zum Urheber würden Informationen dazu geteilt, wie das Bild lizenziert werden kann. Die URL, die im Bild mit der Nummer 1 dargestellt ist, soll zu einer Seite führen, die Angaben zur Lizenzierung von Bildern macht. Spezifizieren kann man diese Seite mit dem Schema.org-Element license. Die URL, die mit der Ziffer 2 angezeigt wird, verweist auf eine Seite, die konkrete Informationen darüber bereitstellt, wie ein User dieses spezifische Bild lizenzieren kann. Das Schema.org-Element acquireLicensePage hilft in diesem Fall bei der Spezifizierung der URL.

Auf die Möglichkeit, über dieses Tool illegitime Backlinks zu generieren, reagierte Googles Danny Sullivan und gab an, dass es sich lediglich um ein Feature zur Hervorhebung von Lizenz-Informationen handle.

Außerdem läuft gerade erst der Beta-Test an, ob und wann das Feature ausgerollt wird, bleibt zunächst unklar.

Kein Ranking-Faktor

Wer darauf hofft, mit dem Feature zur Lizenzangabe auch sein Ranking bei Google verbessern zu können, indem Bilder favorisiert werden, wird allerdings enttäuscht. Denn Googles Webmaster Trends Analyst John Mueller gab via Twitter an, dass es hierbei nicht um die SEO geht.

Doch wer seinen Usern insgesamt ein besseres Verständnis liefert und möglichst viele strukturierte Daten integriert, könnte langfristig aufgrund dieser guten UX besser ranken. Vorerst steht aber die Möglichkeit, mehr Kontext zu Lizenzen und Lizenzierungsverfahren von Bildern in der Google-Suche abzubilden, im Fokus des getesteten Features. Davon könnten letztlich Fotoagenturen und einzelne Urheber von Fotos profitieren.

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