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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Google nutzt erstmals innovative Search-KI MUM für Suchanfragen zu Covid-19-Impfungen

Google nutzt erstmals innovative Search-KI MUM für Suchanfragen zu Covid-19-Impfungen

Niklas Lewanczik | 30.06.21

Damit Suchende bei Google auch bei sprachlich differenten Anfragen zum für sie relevanten Ergebnis kommen, setzt das Unternehmen inzwischen auf das KI-basierte Multitask Unified Model (MUM). Zunächst bei Suchanfragen, die sich auf Covid-19-Impfungen beziehen.

In nur wenigen Sekunden kann Google die über 800 Bezeichnungen für verschiedene Covid-19-Impfstoffe in mehr als 50 Sprachen identifizieren und entsprechenden Suchanfragen zuordnen. Dabei hilft dem größten Suchmaschinenunternehmen der Welt die Technologie Multitask Unified Model. Egal ob User nach „Coronavaccin Pfizer“, „mRNA-1273“, „CoVaccine“ oder „AstraZeneca“ suchen, Google liefert dank des KI-Modells stets aktuelle und hochqualitative Informationen auf der ganzen Welt. Google beschreibt MUM als „Meilenstein zum Verständnis von Informationen“ – und nutzt diesen jetzt erstmals aktiv in der Suche.

MUM erledigt Job in Sekunden, der sonst Wochen dauern dürfte

Auf dem offiziellen Google Blog erklärt Pandu Nayak, Google Fellow und Vice President für Search, dass MUM erstmals eingesetzt wurde, um nicht nur hilfreiche Informationen rund um Covid-19 bereitstellen, sondern auch je das passende Ergebnis bei einer Suchanfrage zu unterschiedlichen Impfstoffen und Impfoptionen bieten zu können. Vor allem, wenn es um verschiedene Sprachen geht. Für über 50 Sprachen kann das KI-System die Impfsuchanfragen im Rahmen von Covid-19 identifizieren und passenden Informationen zuordnen. Allgemein ist MUM sogar für mehr als 75 Sprachen trainiert.

MUM was able to do a job that should take weeks in just seconds thanks to its knowledge transfer skills,

erklärt Nayak. Dabei zieht er einen Vergleich. Wenn du bilingual bist und ein Buch liest, kannst du Informationen darüber direkt in zwei Sprachen teilen, ohne Mehraufwand. MUM kann solch einen Transfer für zig Sprachen leisten. Darüber hinaus benötigt das Modell deutlich weniger Daten-Input als frühere KI-Versionen für die Suche.

MUM bei Google: Suchanfragen zu Coronaimpfungen
MUM bei Google: Suchanfragen zu Coronaimpfungen (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Google

Vorgestellt hatte Google das Multitask Unified Model vergangenen Monat. Dabei hieß es, dass das Modell das Sprachverständnis in der Suche optimieren, langfristig womöglich gar revolutionieren könne. Ähnliche wie Googles Technologie BERT, die für ein Search Update 2019 eingesetzt wurde und das Sprachverständnis in der Suche unterstützt, ist auch MUM auf der sogenannten Transformer Architecture aufgebaut. Google schätzt es aber als „1.000 Mal kraftvoller“ ein. MUM kann Aufgaben parallel bewältigen und Informationen auf verschiedenen Leveln verstehen. Dazu gehören die Text- oder Bildebene sowie – zukünftig – auch die Video- und Audioebene.

Die Google-Suche könnte sich durch MUM deutlich verändern

Zunächst gab Google an, MUM erst in den kommenden Monaten zu integrieren. Jetzt arbeitet das KI-Modell bereits in einem ersten relevanten Kontext. Wir dürfen also gespannt sein, wann die Suchmaschine dieses Modell auch für weitere Suchkontexte einsetzt.

Our early testing indicates that not only will MUM be able to improve many aspects of our existing systems, but will also help us create completely new ways to search and explore information,

so Pandu Nayak. Welche Potentiale MUM im Detail mitbringt und wie eine revolutionierte Suche aussehen könnte, haben wir in einem ausführlichen Beitrag für dich aufbereitet.

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