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3 Neuheiten für Search Profiles auf Google: Zugriff jetzt schon mit 10.000 Followern

3 Neuheiten für Search Profiles auf Google: Zugriff jetzt schon mit 10.000 Followern

Niklas Lewanczik | 17.09.26

Publisher und Creator können jetzt mehrere Profile über einen Account verwalten, auf neue Artikel-Layouts und Thumbnails bauen und schon mit deutlich weniger Followern auf Instagram, YouTube und Co. Search-Profile erhalten.

Im Juni rollte Google die Search Profiles aus, um Publishern und Creatorn die Chance zu geben, ihre eigene Präsenz in der Suche mitzugestalten. Zu Beginn konnten aber nur jene mit einer Mindestanzahl an Followern ein Search Profile anlegen, was laut Google auch zur automatischen Erstellung eines Knowledge Panels führen kann, sofern noch keines vorhanden ist. Creator oder Medien brauchten mindestens 100.000 Follower auf einer der Plattformen YouTube, X oder Instagram. Auf TikTok waren mindestens 300.000 Follower vonnöten. Diese Anforderungen passte Google im August erstmals an, sodass nur noch 35.000 Follower beziehungsweise 100.000 Follower auf TikTok notwendig waren, um ein Search Profile nutzen zu können.

Jetzt ist der Zugang sogar mit deutlich weniger Followern möglich, aber noch nicht für alle Interessierten. Zusätzlich optimiert Google die Profilverwaltung über den eigenen Account und lässt Artikel mit neuen Thumbnails und Headline-Erweiterungen ihre Wirkung entfalten.



Google launcht Search Profiles:
Personalisierte Präsenz in der Suche für mehr Sichtbarkeit

Smartphone Mockup mit Google Search Profile, Follow Button, About-Text und Reitern sowie Videos vor hellem Hintegrund
© Google via Canva


Das sind Google Search Profiles

Diese Google Search Profiles erinnern an eine Bio auf Instagram, Profile auf YouTube oder anderen Social-Media-Kanälen. Darin können die Medienverantwortlichen nicht nur ein passendes Hintergrund-Visual und den Marken- oder Creator-Namen hinterlegen, sondern ebenso Direkt-Links via Button zur eigenen Website, zum Instagram-, TikTok- oder YouTube-Profil. Außerdem können sie in einem Über uns-Bereich die wichtigsten Informationen über sich oder die Marke bereitstellen, die neuesten oder wichtigsten Videos der Social Channels anpinnen und Links zu neuen Artikeln oder Angeboten hinzufügen. Zusätzlich ist im Search Profile ein großer Follow Button integriert. Dieser lädt Besucher:innen zum Folgen auf Google ein, sodass sie auf Discover künftig mehr von der Marke oder dem Creator sehen können. Auch in der Google App werden diese den Followern dann häufiger angezeigt.

Diese Search Profiles können mobil über eine direkte URL angesehen werden, wenn zum Beispiel Profilersteller:innen ihren neuen Übersichtsbereich teilen. Für Suchende und User tauchen sie zudem auf, wenn sie auf die Marken- oder Creator-Namen in Discover tippen oder auf ein Knowledge Panel der Personen und Medien zugreifen.

So sieht ein Google Creator Profile aus, © Google

Diese 3 Aspekte sind neu bei den Search Profiles

Neu für die Search Profiles ist vor allem die zum zweiten Mal veränderte Zugriffsgrenze. Neuerdings benötigen Creator und Publisher auf Instagram, YouTube, X oder TikTok nur noch je 10.000 Follower, um ein solches Profil aufsetzen zu können. Trotzdem gibt es noch ein Problem: Die Option ist vorerst nur in den USA und dort nur für User ab 18 Jahren verfügbar. Creator und Publisher aus Deutschland und Europa müssen also vorerst auf die Selbstdarstellungsoption in der Suche warten. Und auf die neuen Features für diese.

Denn zusätzlich lässt Google die Inhaber:innen von Search Profiles jetzt mehrere Profile über einen Account verwalten. Das ist besonders für Medienhäuser hilfreich, die mehrere Marken unter einem Dach vereinen. Im Beispiel zeigt Google das Search Profile des Medienkonzerns Ziff Davis, zu dem Medienmarken wie CNET, Mashable und IGN gehören.

So sieht die Verwaltung mehrerer Accounts im Search Profile aus, © Google

Des Weiteren optimiert Google die Artikelvorschau für integrierte Beiträge im Search Profile. Die Bild-Thumbnails wurden so überarbeitet, dass die Artikel im Rahmen der Profile direkt hervorstechen. Zudem können die Headlines der Artikel jetzt länger sein. Damit können gerade Publisher ihre Beiträge mit noch mehr Kontext präsentieren.

So sehen integrierte Artikel samt Thumbnail und Titel im Search Profile aus, © Google, Smartphone Mockup mit Artikelvorschau
So sehen integrierte Artikel samt Thumbnail und Titel im Search Profile aus, © Google

Googles Robby Stein, VP of Product für Google Search, präsentiert die Neuerungen kompakt auf X. Ihm zufolge werden die Search Profiles damit gerade für Publisher nützlicher.

Search Profiles als Fluch und Segen?

Zukünftig möchte Google die neuen Profile für mehr Medien und Creator auf der ganzen Welt ausrollen. Diese sollen dann ihre eigenen Content-Geschichten kuratiert im Profil anbieten können. Das kann unweigerlich dabei helfen, mehr Sichtbarkeit für die eigenen Inhalte zu generieren und Suchenden auf einen Blick Antworten zu den eigenen Leistungen, Beiträgen oder zur eigenen Person oder zum Medium zu liefern. Gerade im Hinblick auf KI-Suchergebnisse mag das von Vorteil sein, weil die auf Google hinterlegten Details als Referenz in AI Overviews und im AI Mode genutzt werden können, zum Beispiel auch die verbundenen Inhalte aus dem Knowledge Panel. Und die Möglichkeit, sowohl Artikel-Links als auch Social-Media-Videos und aktuelle Meldungen übersichtlich zu vereinen, ist besonders user-freundlich.

Doch genau an diesem Punkt entsteht für die Profilersteller:innen potentiell ein Problem. Denn wenn Suchende im Google-Kosmos direkt auf die Profile von Medien und Creatorn zugreifen können, könnte das die Notwendigkeit einschränken, deren eigene Websites oder bevorzugte Social-Media-Profile zu besuchen. Immerhin würde das Search Profile eine aktuelle Übersicht liefern. In diesem Kontext positioniert sich Google stärker denn je nicht mehr nur als reine Suchmaschine, sondern als Content Hub für Discovery und Rezeption. Trotzdem können die Medien und Creator profitieren. Schließlich ist jeder Hebel für mehr Sichtbarkeit im KI-Zeitalter eine Chance auf Wachstum – wenn auch zu einem Preis, den man kennen sollte.

Die Follow-Funktion in den Google Search Profiles ist letztlich eine weitere Option, die Medien, Marken und Creator zu persönlich bevorzugten Quellen von Usern machen können. Das erinnert an die Preferred Sources, die Google vor einiger Zeit auf KI-Ergebnisse ausgeweitet hat.



AI Contribution Pilot:

Google bezahlt einige Publisher für Inhalte in AI-Antworten

Mann mit Smartphone steht vor Gebäude mit Glastür, darauf Google-Schriftzug
© Karollyne Videira Hubert – Unsplash via Canva


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