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Warum Unternehmen jetzt auf Weather Targeting setzen sollten

Die Werbebranche befindet sich im Wandel und es wird immer schwerer, potenzielle Kunden anzusprechen. Weather Targeting ist nicht neu. Warum ist es dennoch aktueller denn je?

© Kasya Shahovskaya - Unsplash

Die Skisaison hat begonnen. Echte Skifans wollen vor allem eines: perfekten Schnee und Sonnenschein. Auch werbende Unternehmen wollen nur eines: ihre Zielgruppen möglichst optimal ansprechen und erreichen. Skigebiete greifen deshalb auf Wetterdaten zu und platzieren geeignete Werbebotschaften. Mit Erfolg, denn die Qualität meteorologischer Daten ist besser als je zuvor. Davon profitieren auch andere Unternehmen.

Werbebranche befindet sich im Wandel

Es wird immer schwieriger, potenzielle Kunden durch klassische Werbebotschaften zu gewinnen. Die ganze Werbebranche befindet sich im Wandel und Unternehmen müssen mit ihrer Werbung darauf reagieren. Werbetreibende gehen deshalb verschiedene Wege, um ihre Zielgruppen weiterhin zu erreichen. Werbung muss einen Mehrwert bieten, gerade deshalb ist Weather Targeting aktueller als jemals zuvor.

Das Wetter beeinflusst den Alltag in allen Bereichen: was wir tragen, Was wir tun, wohin wir gehen. Die Deutschen lesen besonders häufig den Wetterbericht. Auf Smartphones gehören Wetter-Apps zum Standardinventar und sind bereits vorinstalliert. Die Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden diesen Sommer weit über 250 Millionen Mal aufgerufen.

Qualität meteorologischer Daten ist gut wie nie

Werbung muss Menschen einen Vorteil bieten und darf den Anwender nicht ablenken. Aus diesem Grund muss massiv an der Qualität der Werbung gearbeitet werden, um die User Experience zu maximieren. Dass die Wettervorhersagen momentan unfassbar genau sind, ist ein Fakt, den sich Unternehmen dabei zu Nutzen machen.

Diesen genauen Daten sind Gold wert. Jede Form von relevanten Daten, die auf dem Adserver gespeichert sind, können von Werbetreibenden zur Verbesserung des Targetings genutzt werden. Um die Zielgruppe mit geeigneten Werbebotschaften so präzise wie möglich anzusprechen, ist die Qualität der Daten von größter Bedeutung. Für das Wetter-Targeting bedeutet dies, dass die im Adserver gespeicherten Wetterdaten und Vorhersagen so genau wie möglich sein müssen.

Deutschland hat mittlerweile das engste Messnetz auf der Welt. Allein der DWD hat rund 2000 amtliche Messstellen. Ein anderes Beispiel für sehr genaue Wettervorhersagen ist der unabhängige internationale Wetterdienst UBIMET. Die Vorhersagen beruhen auf der Menge und Güte der Beobachtungsdaten, dem Team aus Meteorologen, Informatikern, Physikern, Biologen und Geographen, einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie eigener Prognose-Algorithmen. Dadurch können hohe Prognosegüten für Wettervorhersagen getroffen werden.

Werbetreibende arbeiten im Bereich Weather Targeting deshalb eng mit solchen Wetterdiensten zusammen. Zwischen dem Adserver und dem Datenprovider gibt es eine eigens entwickelte Software, die stets aktuelle Wetterdaten übermittelt. Über diese Middleware werden die Targeting Parameter eingestellt, das bedeutet, es werden bestimmte Trigger gesetzt. Dies kann beispielsweise regulieren, dass Werbemittel nur ausgespielt werden, wenn in einem bestimmten Gebiet die Sonne scheint oder es regnet. Die Implementierung funktioniert ohne Verzögerung und mit wenig technischem Aufwand.

Ist es in einer Region regnerisch, dann wird die Kampagne pausiert. Sobald das Wetter wieder sonnig ist, startet die Kampagne automatisch erneut. Die aktuellen Wetterdaten werden im Halbstundentakt aktualisiert und eingespielt. Das Werbebudget kann so effektiver genutzt werden. Automatisierte Regeln erhöhen die Gebote, wenn das Wetter zum Produkt oder der Dienstleistung passt, und reduzieren sie wieder, wenn es nicht so ist. Außerdem ist es heutzutage leichter denn je, eine herkömmliche Werbekampagne auf Weather Targeting umzustellen. In wenigen Minuten und lässt sich mit ein paar Handgriffen wetterbasiertes Werben einrichten.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten von Weather Targeting sind zahlreich und abhängig von Kanal sowie Kontext: von Kosmetik, Pharmaindustrie, Tourismus, Events bis zu Versicherungen ist alles dabei. Gerade deshalb ist eine passende und zielgruppenorientierte Werbestrategie so wichtig wie noch nie.

Für viele werbetreibende Unternehmen ergibt es Sinn ihre Zielgruppenansprache vom Wetter abhängig zu machen. Im digitalen Marketing wird oft von „der richtigen Botschaft, an den richtigen Nutzer, zur richtigen Zeit“ gesprochen. Das Wetter hat sowohl Einfluss auf die richtige Botschaft als auch auf den richtigen Zeitpunkt.

Adserver können durch Weather Targeting messbare Erfolge erzielen: Hintergründe und Botschaften werden an die Wetterlage im jeweiligen Gebiet angepasst. In einer Kampagne eines Anbieters wurden beispielsweise drei unterschiedliche Wetterszenarien entworfen: sonnig / teilweise bewölkt, regnerisch / stürmisch und alles andere. Passend zu diesen Szenarien wurden Wetterdaten in dynamische kreative Ausführungen inszeniert. Die Ergebnisse sprechen für sich: Es konnten doppelt so gute Klickraten (CTR) wie bei einer Standard Kampagne erzielt werden und der ROI steigerte sich deutlich. Die Benutzer agierten stärker mit den Anzeigen, als es bei herkömmlichen Kampagnen der Fall ist.

Weather Targeting gibt es schon länger und ist nicht mehr neu. Aber der Wandel der Werbebranche führt dazu, dass es wieder aktueller denn je ist. Das Potenzial ist groß, wenn die passende Botschaft und der geeignete Kanal ausgewählt werden. Unabhängig davon, wie die Daten verwendet werden, es ist wichtig, dass die Kampagne potenzielle Kunden auf eine Weise anspricht, die genau und relevant ist. Wetterdaten haben bieten das Potenzial mit Kunden in Kontakt zu treten und die Beziehung zu vertiefen, basierend auf dem, was rund um sie herum passiert.

Über Thomas Zant

https://www.adverserve.com

Thomas Zant ist Managing Director der aderserve group und leitet seit 2011 die strategische Unternehmensentwicklung sowie das internationale Vertriebsmanagement von adverserve. Mehr als 15 Jahre Berufserfahrung im internationalen Vertrieb und sein umfassendes Know-how im Bereich Ad Technologies und Digital Advertising machen ihn zu einem erfahrenen Branchenexperten der digitalen Werbewirtschaft. Begonnen hat er seine Karriere bei T-Online, dort leitete er vier Jahre das Business Development und managte erfolgreich den Einsatz neuer digitaler Geschäftsmodelle. Seine Karriere setzte er unter anderem beim österreichischen Online Vermarkter Goldbach Audience fort, dort steuerte er als Sales Director und Prokurist alle strategischen, wie auch operativen Vertriebsaktivitäten für den Bereich Direct sowie Agency Sales.

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