Social Media Marketing

Traffic via Social Media: Facebook und Pinterest ganz vorne

Der über soziale Netzwerke generierte Traffic auf der eigenen Website gewinnt weiter an Bedeutung – jeder 5. Besucher kommt via Facebook.

© Péter Mács - Fotolia.com

Pinterest gewinnt, YouTube verliert

Quartalsweise berichtet Shareaholic im Social Media Traffic Report auf Basis von über 300.000 Websites und 400.000.000 Unique Visitors, wie sich der über soziale Netzwerke generierte Referral Traffic entwickelt hat. Laut Shareaholic ist das Netzwerk dieser betrachteten Websites so diversifiziert, dass die Stichprobe als repräsentativ angenommen werden kann.

Sites ranging from independent lifestyle blogs to publishing companies to commerce sites.

Wie also haben sich die Social Media Traffic Referrals insgesamt je Social Network entwickelt?

Referral Traffic Übersicht – Quelle: Shareaholic.com

Das relevanteste Netzwerk (mit dem größten Anteil am Referral Traffic) ist Facebook, mit großem Abstand zum Zweitplatzierten. Facebook Referrals machten zuletzt im Schnitt 21,25 Prozent des Traffics aus, den die Websites erhalten. Ebenfalls relevant ist mit zuletzt 7,10 Prozent das auf Bilder fokussierte Social Network Pinterest. Eher gering und schnell unter einem Prozent sind die Anteile von Twitter, StumbleUpon, Reddit, Youtube, Google Plus und LinkedIn.

Deutlicher Anstieg des Social Media Referral Traffic im März

Was das Wachstum (beziehungsweise das Schrumpfen) der Anteile der sozialen Netzwerke am Traffic angeht, sind zwei Aspekte interessant. Zum einen stieg der Anteil des über soziale Netzwerke generierten Traffics speziell im März besonders stark an (siehe Graph).

Zum anderen zeigt die Tabelle jedoch auch, dass es neben den großen Gewinnern Facebook, Pinterest, StumbleUpon und Google Plus auch zwei große Verlierer gibt, obgleich deren Anteile ohnehin nie groß waren: Der Anteil des Traffics, der über Youtube generiert wird, brach um über 50 Prozent ein, der von LinkedIn um über 20 Prozent.

Referral Anteil nach Monaten – Quelle: Shareaholic.com

Empfehlung: Google Plus nicht aus den Augen verlieren

Welchen Einfluss kann diese Entwicklung auf Entscheidungen im Bereich Social Media haben? Facebook gehört mittlerweile (oder „derzeit“, je nach dem, wie man mag) zum Pflichtprogramm, klar. Wer darüber hinaus im Social Media Chancen sieht und ein Produkt beziehungsweise eine Dienstleistung anbietet, die zu Pinterest passt, sollte hier entsprechende Bemühungen in Erwägung ziehen – Bilder bietet enormes Potenzial, Emotionen zu transportieren.

Ebenfalls wichtiger, ob nun aufgrund der (lokalen) Suchmaschinenoptimierung oder dem Zwang, mit YouTube oder Gmail auch gleich ein Konto für dieses Social Network zu eröffnen, wird Google Plus. Wenn auch nur ein kleiner Anteil des Traffics auf Google Plus zurückgeht (das Netzwerk wird ja momentan auch wenig genutzt…), verzeichnete es im ersten Quartal 2014 doch immerhin die größte Wachstumsrate im Social Media Traffic Referrals Report von Shareaholic.

Wie relevant werden soziale Netzwerke eurer Meinung nach für den Website Traffic? Und wer wird nach Facebook in drei Jahren den zweiten Platz belegen?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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3 Gedanken zu „Traffic via Social Media: Facebook und Pinterest ganz vorne

  1. Sandra Holze

    Ich frage mich, welche Aussagekraft solche Zahlen haben, die sich auf den amerikanischen Markt beziehen und v.a. Lifestyle Blogs, Magazine und E-Commerce Seiten, und hier wahrscheinlich die größten, untersuchen. Daraus lassen sich wohl kaum Verallgemeinerungen auf den Deutschen Markt und alle Branchen unternehmen. Ich finde interessant, dass bei mir der Traffic von G+ deutlich zunimmt, obwohl ich dort weniger aktiv bin als bspw. auf Twitter.

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  2. Thomas Schneider

    Pinterest ist vor Allem bei amerikanischen Frauen beliebt. Rezepte, Kleidung, Architektur und andere Dinge die vor Allem bei Frauen beliebt sind, sind dort ganz häufig zu finden. Männer sieht man hingegen dort oft Autos, Frauen, Burger und ähnliche Sachen speichern.
    Ich denke Pinterest ist stark unterstützt, vor Allem wenn Frauen die Zielgruppe sein sollen. Ich weiß aber auch nicht wie hier die Zahlen für Deutschland aussehen (wenn die überhaupt bekannt sind).
    Außerdem funktioniert Pinterest etwas anders als Facebook und Co. Weniger Unterhaltungen, Lesen und Schreiben, mehr Klicken. Wie gesagt: Pinterest ist vor Allem für bestimmte Branchen ein stark unterschätztes Medium. Ich weiß nur nicht ob der deutsche Markt hier ebenso wie der amerikanische tickt…

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  3. DanielB

    Erstaunlich, habe ich mich vor einer gefühlten Ewigkeit bei Pinterest registriert und zuerst aktiv genutzt, ist der Dienst in der letzten Zeit eher in Vergessenheit geraten. Scheint so, als müsste man sich diesem fast wieder etwas mehr widmen.

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