Marketing Strategie

Innovative Idee: Mehr Traffic und Shares dank Social URLs

BuzzFeed sorgt mit Social URLs für Irritation – und für mehr Shares. 4 Beispiele dafür, wie eine solche Adresse aussehen könnte.

© NLshop - Fotolia.com

Das Medienportal BuzzFeed setzt URLs als Stellschraube für mehr Shares in sozialen Netzwerken ein. Seit einigen Monaten testen die Redakteure lustige Wortspiele und ähnliches anstatt mit Keywords für Suchmaschinen zu optimieren.

Social URLs sollen User zum Teilen anregen

BuzzFeed machte erst kürzlich von sich reden, als der Chefredakteur Ben Smith behauptete, dass sein Portal niemals Clickbait betrieben habe. Smith gab zudem einige Tipps für die Produktion von guten Headlines, doch verriet er nichts von dem aktuellen Versuch in der BuzzFeed Redaktion: Social URLs. Dies meint die gezielte Anpassung der Adresse eines Inhalts mit dem Hintergedanken, dass sie öfter in Social Networks geteilt wird. Eigene URLs mögen nun für die meisten Seitenbetreiber nichts Neues sein, doch bewusst Irritation schaffen, um für mehr Shares zu sorgen, ist eine innovativer Zugang.

Lucia Moses, Senior Editor bei Digiday, machte nun auf das Experiment des Unternehmens aufmerksam. Die neue Methode wurde vor einigen Monaten eher aus Zufall entdeckt, da Redakteuren neuerdings ein Feld zum Ändern der URL zur Verfügung steht. Vorher erhielten Artikel eine automatisch generierte Adresse aus den ersten Wörtern der Headline.

Im Normalfall optimieren Onlineportale ihre Beiträge für Suchmaschinen – die Keywords stehen hier im Vordergrund. Die URL spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Überschrift oder die Meta Description. BuzzFeed konzentriert sich jedoch rein auf die Verbreitung ihres Contents in sozialen Netzwerken. Die Mitarbeiter werden angehalten für Menschen zu schreiben und nicht für die Crawler von Google oder Bing. Dies macht vor allem für eine Seite Sinn, die drei Viertel ihres Traffic-Volumens über Social Networks generiert – und das mit beachtlichem Erfolg. Im Oktober war BuzzFeed immerhin der zweitgrößte Publisher auf Facebook mit über 38 Millionen Facebook-Reaktionen.

Jack Shepherd, BuzzFeed’s Editorial Director, beschrieb der Digiday Social URLs wie folgt:

It has a bit of an Easter egg quality. It’s not something people immediately notice. It’s more fun for the reader, it’s more fun for the writer, and it can often make the post more shareable.

Eine stichhaltige Analyse und Auswertung des Erfolgs beziehungsweise auch Misserfolgs existiert bislang nicht. Die Verbreitung auf Twitter und Facebook lässt sich hingegen schnell einschätzen und bekräftigt die Journalisten in ihrem Tun.

Vier Beispiele für Social URLs von BuzzFeed

Genaue Anleitungen zur Erstellung einer Social URL gibt auch bei BuzzFeed nicht. Shepherd nannte vier Beispiele, die als Orientierungspunkte dienen können:

  1. Hinweise geben
    Actual headline: 1 Chart That Explains Why People Are Wrong About Venn Diagrams
    Social URL: http://www.buzzfeed.com/tomphillips/also-its-pronounced-oiler
  2. Wortspiele schaffen
    Actual headline: 28 Snapchats From Harry Potter
    Social URL: http://www.buzzfeed.com/jarrylee/snapechat
  3. Boulevardzeitungs-Stil imitieren
    Actual headline: This Boston Marathon Survivor Wrote A Breakup Letter To Her Leg Before Amputating It
    Social URL: http://www.buzzfeed.com/rachelzarrell/adios-leg
  4. Emotionen ansprechen
    Actual headline: These Positive Doodles Are Utterly Delightful
    Social URL: http://www.buzzfeed.com/maggyvaneijk/your-emotions-are-valid

Was haltet ihr von der Idee, die Adressen anzupassen? 

Quelle: Digiday

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.