Display Advertising

Einheitliche Standards für Programmatic Advertising: Neuer Code of Conduct des BVDW

Der BVDW veröffentlicht einen Code of Conduct für das Programmatic Advertising. Dies soll künftig Prozesse verschiedener Marktteilnehmer vereinheitlichen.

Julian Simons, Geschäftsführer bei mediascale und stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Programmatic Advertising im BVDW

Der Bundesverband für Digitale Wirtschaft (BVDW) hat einen Code of Conduct für das Programmatic Advertising veröffentlicht. Die Ziele für die Werbebranche im Programmatic-Bereich seien „Transparenz, Qualität und Sicherheit“, heißt es auf der offiziellen Website.

Selbstverpflichtung für verschiedene Marktbereiche

Über 40 Unternehmen, die Mitglied im BVDW sind, konnten die freiwillige Selbstverpflichtung der einheitlichen Regeln bereits prüfen und unterzeichnen. Von nun an können dies auch Unternehmen, die nicht Mitglied sind. Es gibt festgelegte Kriterien für die unterschiedlichen Marktbereiche Vermarkter/Publisher, Demand Side Platform (DSP), Sell Side Platform (SSP) und für die Datenanbieter. Wenn Unternehmen mehrere dieser Bereiche abdecken, müssen sie auch alle Kriterien des Code of Conduct erfüllen. Julian Simons (mediascale), stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Programmatic Advertising im BVDW, gibt jedoch an, dass die festgelegten Regeln weniger ein Endpunkt als vielmehr ein Teil eines „Entwicklungsprozesses“ sind.

Um die Einhaltung dieser Regeln unter den Unterzeichnenden zu prüfen, wurde ein achtköpfiger Beschwerdeausschuss mit Mitgliedern aus den verschiedenen Marktbereichen eingerichtet. Die Unterzeichner, zu denen neben dem SPIEGEL-Verlag beispielsweise auch OpenX oder das Burda Community Netzwerk gehören, verpflichten sich zur Einhaltung von sechs Grundkriterien.

© BVDW, Quelle: bvdw.org

© BVDW, Quelle: bvdw.org

Der Code of Conduct soll allerdings unter Einbindung auch des Beschwerdeausschusses an die Anforderungen des sich entwickelnden Programmatic Advertising angepasst und somit stets weiterentwickelt werden. Kontrolle und Transparenz sind die Säulen, die der BVDW für ein gemäßigtes Programmatic Advertising aufstellt. Allerdings könnte es dauern, ehe sich dieser normierende – und fakultative – Schritt flächendeckend etabliert.

Ob sich beispielsweise große Social Media Unternehmen in die Reihe der Unterzeichner stellen, darf zumindest angezweifelt werden.

Quelle: BVDW

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