Targeting

Einfach in der Playlist werben: Spotify startet Ad Studio in Deutschland

Die kostenfreie Self-Service-Plattform von Spotify ermöglicht Marken, ihre Audio Ads eigenständig zu produzieren, zu planen und zu verbreiten.

Spotify Ad Studio Deutschland

Spotify Ad Studio Deutschland, © Spotify

Zunächst gab es das Ad Studio der populären Streamingplattform nur in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien. Doch nachdem die Beta-Phase erfolgreich abgeschlossen wurde, wird es nun für Deutschland und 21 weitere Länder ausgerollt. So können Marken ihre Audio-Kampagnen professionell selbst gestalten – für Ads mit bis zu 30 Sekunden Länge.

Einfache Produktion und professionelle Targeting-Optionen

Die Streaminplattform Spotify zählte Ende 2019 ganze 271 Millionen monatlich aktive User. Damit ist die Marke nicht nur für zahlreiche User weltweit von Interesse – die zudem womöglich häufig mehrmals täglich auf Spotity zugreifen, um Podcasts, Musik oder Hörspiele zu hören. Auch Marken haben längst ein Interesse an zielgerichteter Audio-Werbung entwickelt.

Die Produktion, Verwaltung und Verbreitung solcher Ads wird ihnen in Deutschland und vielen anderen Märkten mit dem neu ausgerollten Ad Studio nun erleichtert.

Online Audio-Kampagnen sind aus dem heutigen Marketing-Mix nicht mehr wegzudenken. Mit Spotify Ad Studio bieten wir nun auch kleinen und mittelständischen Unternehmen mit moderaten Budgets die Möglichkeit, kostengünstig hochwertige Audio-Spots zu entwickeln und zusätzliche Reichweite zu generieren, vor allem unter den schwer erreichbaren jungen Zielgruppen,

sagt Sven Bieber, Head of Ad Sales Germany bei Spotify. So haben Marken die Möglichkeit, mit simpel zu bedienenden Tools Audio-Kampagnen zu entwickeln, die bis zu 30 Sekunden lang sind. Optional lassen sich Skripts hochladen, die via Sportify Ad Studio mit passender Hintergrundmusik und ausgewählten Voice-Over-Stimmen zu einem professionellen Spot weiterentwickelt werden. Darüber hinaus können aber auch schon fertig produzierte Audio Ads hochgeladen werden.

Die Advertiser können diese Ads dann mithilfe von Spotifys Targeting-Optionen an konkrete Zielgruppen richten. Auch die Budgetzuweisung und Einstellung des Kampagnenzeitraums ist im Ad Studio möglich. Im schnellsten Fall können Ads schon eine Stunde nach der Produktion ausgespielt werden; es dauert laut Spotify aber höchstens 48 Stunden. Diese Zeitspanne richtet sich nach der Größe der Audio-Produktion. Doch die schnelle Umsetzung ermöglicht es Marken, auch auf aktuelle Entwicklungen – wie in der derzeitigen Coronakrise beispielsweise – unmittelbar reagieren zu können.

Targeting wird optimiert: Bis zu 180.000 Regionen weltweit ansprechbar

Wer über Spotify werben möchte, ist auch darauf aus, möglichst die gewünschte und vorab definierte Zielgruppe anzusprechen. Dabei unterstützt die Streamingplattform, denn das Hörverhalten ermöglicht es, Verhaltensmuster der User zumindest zu vermuten. Koch-Playlists am Abend könnten ein Hinweis sein, ebenso Workout Playlists und dergleichen mehr. Eine zielgenaue Ansprache möchte Spotify fördern, da neben dem Hörverhalten und Musikvorlieben auch demographische Daten verfügbar gemacht werden, dazu ebenfalls der Wohnort.

Und im Vergleich zur Beta-Version des Ad Studios wird das Geo-Targeting sogar ausgeweitet. Demnach werden bis zu 180.000 differente Regionen weltweit als Anspracheoptionen in den Kampagnen angeboten. Wer als Werbetreibender jedoch noch mehr Zahlen benötigt, der kann auf die Analyse-Tools von Spotify zurückgreifen, um beispielsweise Voraussagen zu Kontaktfrequenzen innerhalb der Zielgruppe zu treffen. Das Reporting Tool im Ad Studio ermöglicht im Nachgang von Kampagnen dann noch eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Mit diesem Angebot sollten einige Marken ihre Audio-Werbestrategie überdenken können, wenn ihnen die Hürden für eine Implementierung bisher zu hoch waren. Denn Audio Ads eröffnen ein großes Spektrum von Möglichkeiten, von der kreativen Umsetzung auditiver Branding-Elemente bis hin zu einer großen Akzeptanz bei den Usern. Zwar haben einige Musik-Streamingplattformen, auch Spotify, durch die Coronakrise ein unerwartetes Tief erlebt; doch für viele Menschen sind und bleiben Spotify und Co. tägliche Begleiter.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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