Social Media Marketing

Gute Performance, geringe Kosten: Preise für Anzeigen auf Facebook & Instagram sinken

Die gute Performance von Social Ads bedeutet zurzeit wenig Kosten bei hohen Klickraten. Welche Formate bei Facebook und Instagram besonders beliebt sind.

© William Iven | Unsplash

Der Social Media Preis-Index von esome beleuchtet die Entwicklungen im Paid Social Advertising. Werbungtreibenden soll damit ein Benchmark an die Hand gegeben werden, wie ihre Anzeigen bei Facebook, Instagram und Twitter performen.

Für den Preis-Index wertet esome Advertising branchenübergreifend die Daten von mehr als 190 Kunden aus. So entsteht eine Übersicht für die Kosten und Effektivität der einzelnen Platzierungen in den Sozialen Netzwerken. Dabei untersucht das Unternehmen lediglich Kampagnen mit dem Ziel, Klicks auf die eigene Websites zu generieren.

Performance-Übersicht für Social Media Advertising

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben für Social Media Advertising auf ähnlichem Niveau. Allerdings ist die Performance der Anzeigen bedeutend besser, was sich in einem Anstieg der Click-Through-Rate (CTR) widerspiegelt. Diese Entwicklung hat zu einem Preisabfall geführt – Cost-per-Click (CPC) und Cost-per-Mille (CPM oder auch TKP) sinken daher ingesamt, was Werbungtreibende freuen dürfte.

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Gesamteindruck: CTR steigt (weiß), CPC sinkt dadurch stark (hellgrün), CPM geht leicht zurück (dunkelgrün) | © esome advertising

Die Budgets für Instagram steigen stetig, auch hier ist eine wachsende CTR sowie rückläufige Kosten für Klicks und Tausenderkontakte zu beobachten. Insbesondere die Automobil- und die Telekommunikationsbranche sind auf der Bilderplattform aktiv.

Da Twitter erst seit Q2 2016 beobachtet wird, konnten noch keine validen Aussagen dazu getroffen werden.

Die rechte Seitenleiste macht auf sich aufmerksam

esome stellt heraus, dass die Investitionen in Right Hand Side Ads überraschenderweise Wachstum verzeichnen konnten. So haben die Buchungen für Anzeigen in der rechten Seitenleiste um 50 Prozent zugenommen. Obwohl der CPM aufgrund dessen anstieg, sind dank des Wachstums der CTR die Kosten pro Klick gesunken.

Überraschend ist diese Beobachtung daher, da hier in der Vergangenheit konsequent weniger investiert und über die Ineffektivität dieser Platzierungen diskutiert wurde. Die Dominanz der Ads in den Feeds (also im Zentrum der Plattformen) schien der rechten Seitenleiste das Wasser abzugraben. Auch im Suchmaschinenmarketing war dieser Trend spürbar. Google entschied sich jüngst, die Anzeigen in der rechten Seitenleiste bei AdWords komplett einzustellen (Stichwort: Native Platzierungen).

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Right Hand Side Ads: 50 % mehr Buchungen, CTR steigt (weiß), CPM wächst ebenfalls an (dunkelgrün), CPC hingegen sinkt aber leicht | © esome advertising

Welche Formate sind bei Werbungtreibenden beliebt?

Die Ausgaben für Video Advertising steigen zwar nicht merklich an, allerdings ist dieses Format ein elementarer Baustein der Marketer. Ein Viertel der Investitionen fließen in Video View-Kampagnen. Das zahlt sich aus, denn die durchschnittliche Sehdauer für 15-Sekünder stieg um 10 Prozent, für 30-Sekünder sogar um 17 Prozent. Der Klickpreis für Video Anzeigen ist so tief wie noch nie.

Carousel Ads sind ebenfalls beliebt bei Marketern. Dieses Anzeigenformat beansprucht auf Facebook 14 Prozent des Budgets für sich. Das macht sich auch in den Kosten bemerkbar: Der TKP ist 30 Prozent über dem normalen Facebook Anzeigen-Niveau.

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Carousel Ads: CTR im Vergleich zu den anderen Quartalen deutlich höher (weiß), CPM (dunkelgrün) und CPC (hellgrün) vergleichsweise niedrig | © esome Advertising

Die Werbung in Sozialen Medien wird in der kommenden Zeit allerdings teurer. Für die Weihnachtszeit (also Q4) sieht esome wie jedes Jahr steigende Klickpreise vorher.

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