Social Media Marketing

Snapchat zieht nach: Coole Updates für Advertiser

Snapchat testet wichtige Updates, mit denen die Plattform sich für Advertiser wieder ins Gespräch bringen dürfte.

© Flickr / Gunnar Sigurður Zoega Guðmundsson, CC BY-NC-ND 2.0

Nachdem es in den letzten Wochen recht still um Snapchat war und die Medien von Instagram- und Facebook-Updates dominiert waren, kommt der in Deutschland unterschätzte Underdog nun mit einem neuen Update, das Marketer freuen dürfte.

Video Ads zwischen Stories, Deep-Linking & Autofill Ads

Snapchat konnte sich auf dem Advertising-Markt bislang nur schwer behaupten und seine Plattform monetarisieren. Instagram und Facebook setzen das Social Network regelmäßig mit kopierten Features unter Druck und auch sonst scheint Snap mit Anzeigen-Möglichkeiten eher zu experimentieren. Die angekündigten Updates aber könnten für Marketer künftig wieder sehr spannend sein.

Fast zeitgleich mit der Ankündigung Instagrams, Ads zwischen Stories zu platzieren, will auch Snapchat diese Funktion nun testen. Dies soll Marketern das Erreichen der Zielgruppe, eine Steigerung der Umsätze, App Downloads oder etwa Anmeldungen vereinfachen.

So sollen User durch Deep-Links auf andere Apps, die sie bereits installiert haben, geleitet werden können. Diese Funktion hat Snapchat mit Uber erfolgreich getestet und bietet dies nun auch Advertisern an. So könnte eine Brand eine Ad buchen, die nach dem Anschauen eines 10-sekündigen Videos durch ein Swipen nach oben geöffnet wird. Der User kann dann auf eine andere App geleitet werden. Für den Fall, dass er die betreffende App noch nicht installiert hat, wird ihm der Download vorgeschlagen.

Darüber hinaus soll ein Autofill Feature dazu führen, dass User sich auf einfachem Wege und Zeit sparend bei Bringdiensten etwa registrieren können. Dabei wird das Formular automatisch mit den vom User auf Snapchat hinterlegten Daten ausgefüllt.

Wichtiger Schachzug, um für Advertiser interessanter zu werden 

Die angekündigten Updates sind dringend nötig, wenn Snapchat im Rennen um Budgets gegen Facebook nicht dauerhaft den Kürzeren ziehen will. Denn der Social Riese bringt für Advertiser entscheidende Vorteile mit sich: Die enorm große Userbase auf den beiden Networks Facebook und Instagram, die vorhandenen Daten und ausgefeilten Targetingmöglichkeiten und Integration beider Netzwerke in einer Werbeplattform. Nun nachzuziehen ist für Snapchat entscheidend, wennauch Facebook noch immer größtenteils vergebens um die primäre Zielgruppe des gelben Konkurrenten kämpft. Nicht jeder Kunde versteht den Wert Snapchats und die Relevanz für eine begehrte Zielgruppe. So gibt Jeff Carvalho, Partner und Chief Strategy Officer bei Highsnobiety, gegenüber Mashable zu bedenken, dass viele seiner Kunden ihre Budgets lieber bei Instagram unterbringen. Den Grund dafür sieht er in den hohen Preisen für Ads auf Snapchat sowie der fehlenden Vertrautheit mit der Plattform.

Wann die Features ausgerollt werden, steht derweil noch in den Sternen. Auch gibt Snap nicht bekannt, welche Advertising-Partner am Test partizipieren dürfen. Wir dürfen also gespannt sein.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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