SEO - Suchmaschinenoptimierung

SEO-Angriff: Wie Tirendo von der Konkurrenz 23.000 Spamlinks erhielt – und nichts passierte

Der Reifenhändler Tirendo musste eine enorme Negative SEO abwehren – und gewann letzten Endes an Sichtbarkeit.

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SEO funktioniert nicht nur in die eine Richtung. So kann beispielsweise gezielte Linkplatzierung auf fragwürdigen Seiten das Ranking einer Website verschlechtern, oder sogar dessen Sperrung verursachen. Der Reifenshop Tirendo musste sich in jüngster Vergangenheit mit einem massiven Angriff mittels Negative SEO auseinandersetzen.

 23.000 Links von Spamseiten

Negative SEO ist leider kein so ungewöhnliches Mittel, um fremden Websites zu schaden. Laurens Mauquoi, Team Lead Inbound Marketing bei Tirendo, veröffentlichte jüngst einen Beitrag auf dem linkbird Blog, in dem er das Problem schildert und die Auseinandersetzung seines Teams damit dokumentiert. Die bewusst verursachte Abstrafung seitens der Suchmaschinen durch Fremdeinwirkung muss allerdings nicht immer nur schlechte Folgen haben.

Im April 2013 konnte Tirendo den ersten Angriff auf die deutsche Seite feststellen. Es tauchten 43 Links auf, die auffällig waren – zunächst eine einmalige Sache. Ende des Jahres griffen Unbekannte dann den holländischen Online-Shop an. Diesmal wurden innerhalb weniger Tage tausende Links gesetzt, darunter eindeutig unseriöse Quellen wie beispielsweise gayteensite.com. Der traurige Höhepunkt: Die SEO-Tools registrierten an einem Tag 1114 neue Referring Domains. 23.000 ungewollte Backlinks zählte das Team insgesamt.

© Tirendo via linkbird

Der auffällig sprunghafte Anstieg der Referring Pages (© Tirendo via linkbird)

Die Attacken beschränkten sich auf die Startseite des Autoteilhändlers und nahmen nicht die einzelnen Landingpages ins Visier. Die betroffenen Ankertexte waren schlicht und unkreativ wie zum Beispiel “günstige Reifen” oder “Autoreifen”. Im Januar musste sich der Reifenhändler im Schnitt mit 23 Links täglich herumplagen.

Es bleibt bei einem Versuch

Die böswilligen Angriffe der vermeintlichen Konkurrenz schadeten Tirendo jedoch nicht. Im Gegenteil – die Sichtbarkeit stieg deutlich an. Daraus lässt sich entweder ableiten, dass der Google-Algorithmus mittlerweile so intelligent ist, dass absichtlich gesetzte Spamlinks aus der Bewertung der Seiten herausgefiltert werden, oder dass Tirendo ganze Arbeit geleistet hat und die Attacken erfolgreich abwehren konnte. So oder so, es bleibt eine ärgerliche Angelegenheit, die trotz allem unnötig Ressourcen beansprucht und nicht unbedingt Sympathiepunkte einbringt, trotz gesteigerter Visibility.

Quelle: linkbird Blog

Ein Gedanke zu „SEO-Angriff: Wie Tirendo von der Konkurrenz 23.000 Spamlinks erhielt – und nichts passierte

  1. Florian vom OnpageDoc

    Google wird wohl bei solchen offensichtlichen Attacken keine Abstrafungen durchführen, alles andere wäre ja wohl der Witz in Tüten. Trotzdem nervig, wenn man als Webmaster ständig das Linkprofil der eigenen Seiten überwachen muss um vorzusorgen, falls irgendein Mitbewerber auf fiese Gedanken kommt. Letzten Endes geht das doch sowieso meistens gut aus. Erinnere mich auch an die Noblego Geschichte – dort ging es seit der Attacke auch stetig bergauf. Dazu eben noch die mediale Aufmerksamkeit.

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