Social Media Marketing

Pinterest-Boom vorbei? Bald Google-Übernahme?

Der große Hype um Pinterest scheint sich zu legen. Gleichzeitig kursieren Übernahme-Gerüchte durch Google.

Google und PInterest - bald eine Familie?

Als „außergewöhnliches Phänomen“ bezeichnet David Lawee, zuständig für Firmen-Übernahmen bei Google, das Hype-Netzwerk Pinterest. Verdächtig, denn Google ist nach wie vor auf der Suche nach einer komfortablen Videosuche, wie sie Pinterest bereits in Teilen bietet. Zwar sei man mit dem Social Layer bereits einen Schritt in die richtige Richtung gegangen, doch sei dies nicht ansatzweise genug, um die Google-Ansprüche zu befriedigen. Behält man dabei im Auge, dass Googles Wurzeln ja nun mal im Suchmaschinendienst liegen, ist das nur verständlich.

Pinterest wird von Lawee als effizientes Tool zum Finden von speziellen Inhalten bezeichnet – auch im Bereich Video. So sind Pinterest-Nutzer in der Lage, YouTube-Videos auf einer Seite zu pinnen und dort auch direkt zu laden. So habe man über ein Pinboard zu einem bestimmten Thema wie beispielsweise Fitness eine attraktive Sammlung an Links und Videos übersichtlich gebündelt. Die Begeisterung Lawees für Pinterest gegenüber dem Interviewpartner BusinessInsider veranlasste diesen verständlicherweise zu Spekulationen, ob Google tatsächlich mit dem Gedanken spielt, den heiß gehandelten Social Media Anbieter zu übernehmen. Nicht so unwahrscheinlich, schaut man sich den aktuellen „Kaufrausch“ von Gegenspieler Facebook an, das sich erst kürzlich den Photo-Sharing-Service Instagram und Couponanbieter Tagtile einverleibte.

Richtiger Zeitpunkt für ein Übernahme-Angebot?

Zudem käme das Angebot jetzt zu einem Zeitpunkt, an dem Pinterest an einem Wendepunkt angekommen zu sein scheint. Vielleicht kann Google sogar ein Schnäppchen machen, vor dem Hintergrund des scheinbaren Trafficrückgangs bei Pinterest. Nach dem einzigartigen Hype, der dem Netzwerk innerhalb kürzester Zeit zu Millionen Usern und spontaner Popularität verholfen hat, kommt inzwischen eine kleine Ernüchterung. Erstmals seit der kurzen Geschichte Pinterests gehen die Zahlen bergab – und das nicht zu knapp. Laut Aussage des Business Insiders sind die aktiven User-Zahlen seit März von 11,3 Millionen auf heute 8,3 Millionen gefallen. Allerdings basieren diese Zahlen auf einer Statistik von AppData.com, die Drittseiten über ihre Verbindung zu Facebook-Konten auswertet. Diejenigen, die ihren Pinterest-Zugang nicht über ihr Facebook-Account angelegt haben, werden hier also nicht erfasst. Und obwohl beeindruckend, sind die Zahlen dennoch nicht überraschend und sollten auch nicht überbewertet werden. So ist es ganz natürlich, dass sich das Interesse nach dem ersten „Hypefaktor“ gelegt hat und einige Ausprobierer gemerkt haben, dass das neue Netzwerk doch nicht das Richtige für sie ist. Übrig bleibt immer noch eine beträchtliche Menge an Usern, die sich vermutlich langfristig auch noch steigern wird – ob nun als Google-Tochter oder nicht.

Ein Knick im Traffic ist übrigens bei Google Trends auch zu sehen:

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