Social Media Marketing

Interaktive Videowerbung: Neues Format für Facebook und Instagram verspricht hohes Engagement

Der Technologieanbieter Innovid hat ein interessantes Werbeformat für soziale Netzwerke entwickelt. In die Videos werden interaktive Elemente integriert.

© Flickr / Tony Webster, CC BY 2.0

Videos mit interaktiven Elementen suchte man bei Facebook und Instagram bislang vergeblich. Das könnte sich mit dem neuen Format von Innovid nun ändern, allerdings gibt es dabei einen kleinen Haken: Die Plattform erkennt den Post noch nicht als Video.

Interaktive Videoformate für Facebook und Instagram gelauncht

Videoinhalte auf Facebook gewinnen zunehmend an Bedeutung, was nicht zuletzt daran liegt, dass sich das soziale Netzwerk mit stetigen Veränderungen am Algorithmus sehr darum bemüht, Bewegtbild in den Vordergrund zu rücken. Auch auf Instagram ist dieser Einfluss zu spüren, erst vor kurzem erhöhte die Plattform das 15-Sekunden-Limit auf eine Minute. Der Trend führt dazu, dass Advertiser ihre Anstrengungen in diese Richtung mit Bewegtbildkampagnen erhöhen.

Interaktive Clips sind nichts Neues, doch in den Zuckerberg-Netzwerken waren sie bisher noch nicht präsent. Das möchte Innovid – das Unternehmen, das von sich selbst sagt, es habe Interactive Video erfunden und patentiert – nun ändern. Die US-amerikanische Videoplattform hat eine Technologie entwickelt, dank der Advertiser in sozialen Netzwerken interaktive Elemente in ihre Videobotschaften einbinden können. Ein Test aus dem Dezember mit der britischen Marke Taylors of Harrogate verdeutlicht die Wirkung:

Das Video läuft insgesamt 30 Sekunden. Ein Klick pausiert das Video und öffnet ein Fenster, in dem User in einer Art Quiz nach dem für sie individuell passenden Kaffee suchen können. Darüber hinaus ist in einem anderem Tab ein Anmeldeformular für den Newsletter eingebunden sowie ein Link zu der eigenen Website.

Das Engagement ist hoch, doch ein Nachteil bleibt

Der entsprechende Post war bei den Fans der Seite sehr beliebt, knapp 4.500 Likes und über 400 Shares sprechen eine deutliche Sprache. Da Facebook das Format nicht selbst anbietet, wird der Clip zwar nahtlos in das Interface integriert, aber vermutlich nicht als Videoinhalt erkannt. Es bleibt ein simpler Link, den der Algorithmus dementsprechend wertet. Das gilt einerseits für die Reichweite, anderseits für das nicht vorhandene Autoplay, das einen Klick des Nutzers voraussetzt.

Tal Chalozin, Co-Founder und CTO von Innovid, zeigte sich Lauren Johnson von der Adweek gegenüber trotzdem zuversichtlich und plant das Format für andere soziale Netzwerke auszurollen:

Tal Chalozin_innovidThis is the first step in transforming social viewers into active participants. Facebook was a natural stepping stone for us because they’ve done an amazing job building a sophisticated ad platform that is continually reinventing itself. We are currently exploring other social platforms to see where interactive video experiences might also integrate well.

Wir sind gespannt, wann und in welcher Frequenz interaktive Videos in den Newsfeeds hierzulande zu entdecken sind. Immerhin konnten dafür schon einige Großkonzerne gewonnen werden. Zu den Kunden von Innovid zählen Riesen wie Microsoft, Mondelez und Target.

Quelle: Adweek

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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