Social Media Marketing

Instagram und Messenger: Kombiniertes Business Messaging bei Facebook geplant

Unternehmen mit Facebook Page können künftig wohl neben Messenger-Nachrichten Direct Messages von Instagram im selben Postfach der Business App verwalten.

Facebooks und Instagrams Messenger stehen anscheinend vor der Verschmelzung, Screenshot YouTube, © Facebook Business

Die geplante Zusammenführung von Facebooks Messaging-Diensten könnte ihre erste Erscheinungsform in einem einheitlichen Facebook Business-Postfach haben. In diesem sollen Unternehmen die Direct Messages von Instagram zusammen mit Nachrichten aus dem Messenger verwalten können. Stärkt das Soziale Netzwerk so seine Macht im Messaging-Bereich?

Das Business Messaging soll einfacher werden

Für Unternehmen bleibt Facebook als Plattform ein wichtiger Bezugspunkt, wenngleich Instagram inzwischen für jede Marke genauso zu bespielen ist. Das führt jedoch zu Schwierigkeiten, da die Unternehmen ihre Follower und potentiellen Kunden auf beiden Plattformen managen müssen. Insbesondere bei den Nachrichten verspricht ein einheitliches Postfach in der Seitenmanager App Facebooks eine vereinfachte und raschere Interaktion mit den potentiellen Kunden.

Genau das könnte es schon sehr bald geben. Wie Sara Fischer bei Axios berichtet, arbeitet Facebook an einem Feature um die Messaging-Dienste von Instagram und dem Messenger für Unternehmen zu kombinieren. Dabei wird auf zwei unterschiedliche unternehmensnahe Quellen verwiesen. Diese Entwicklung könnte ein erster Schritt sein, um die zuletzt publik gemachte geplante technische Zusammenführung aller Messaging-Dienste des Facebook-Kosmos voranzubringen. Allerdings wird WhatsApp in Bezug auf die Business-Variante des kombinierten Postfachs nicht erwähnt. Bisher können über die Seitenmanager App nur Nachrichten des Messengers verwaltet werden.

As you would expect, there is a lot of discussion and debate as we begin the long process of figuring out all the details of how this will work,

hieß es vonseiten Facebooks zuletzt in einem Statement zur Zusammenführung der verschiedenen Messaging Apps.

Wie sieht das mögliche neue Business Messaging bei Facebook aus?

Laut Axios besteht der Plan der Zusammenlegung der Nachrichtenverwaltung von Instagram und Facebooks Messenger schon seit 2016. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Feature eingeführt, mit dem über den Facebook Business Manager auf Kommentare bei Instagram geantwortet werden konnte. Die Funktion, die nun in Arbeit ist, soll jedoch nur für die Unternehmen im Front-End sichtbar sein; Nutzer werden bei der Kommunikation mit ihnen keine Änderung wahrnehmen.

Weitere konkrete Informationen zur Entwicklung sind noch nicht vorhanden, denn auch Facebook hat sich noch nicht offiziell geäußert. Doch für Seitenbetreiber und Unternehmen bei Facebook, die zudem bei Instagram aktiv sind, könnte dieses kombinierte Nachrichtenmanagement ein wertvolles Feature bedeuten. Vielmehr als ihnen dürfte es, so es denn kommt, aber dem Unternehmen Facebook zugute kommen. Mit einer engeren Verzahnung der einzelnen Apps und ihrer Messaging-Funktionen kann das Soziale Netzwerk seine Social Media-Macht weiter zementieren. Denn einerseits würden deutliche Differenzen im Nachrichtenverkehr beseitigt, sodass eine ganzheitlichere Wahrnehmung der zu Facebook gehörenden Dienste begünstigt wird. Das käme der Plattform selbst zugute, die, auch angesichts medialer Kritik, gerade bei jüngeren Nutzern um Relevanz und Popularität kämpfen muss. Da diese jüngeren Nutzer – und nicht nur sie – für die Social Media-Kommunikation zusehends auf Messaging-Dienste setzen, ist Facebooks Ansatz, die eigenen Optionen hier zu einem Zugpferd zu machen, nur logisch.

Facebooks Messaging-Angebote vom Messenger über Instagrams Direct Messages bis hin zu WhatsApp sind mit Milliarden Nutzern in der westlichen Welt beinah konkurrenzlos – obwohl es Alternativen gibt. Gelingt es dem Unternehmen, durch Kombinationen dieser Dienste, die eigene Messaging-Marktmacht aufrechtzuerhalten und sogar zu verstärken, werden damit nicht nur Nutzer und Unternehmen für die Plattformen und Apps gebunden. Es ermöglicht zudem die reibungslosere Integration von Werbung in den Messaging-Diensten. Diese plant Facebook seit einiger Zeit auszubauen. Sie ist ein zukunftsweisender Weg für mehr Einkünfte und ebenfalls länger anhaltende Relevanz für Marken.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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