Social Media Marketing

Instagram Insights: 5 Metriken, um deinen Content zu optimieren

Instagram kann manchmal ein harter Brocken sein. Wenn du dich fragst, woran dein Misserfolg liegen könnte, schau dir deine Insights mal genauer an.

© Thought Catalog - Unsplash

Wer kennt es nicht: Man müht sich jeden Tag ab, hält sich an alle gut gemeinten Guides, doch die Anstrengungen tragen kaum Früchte. Instagram kann dich schon Nerven kosten, wenn es um einen organischen Accountaufbau geht, bei dem auf unlautere Methoden verzichtet werden soll. Du kannst relativ einfach prüfen, ob und welche deiner Strategien zum Erfolg führen – und welche eben nicht. Und dabei stellt sich oft Überraschendes heraus.

5 Metriken, die dir helfen deine Inhalte zu optimieren

Wir haben auf Later ein paar tolle Tipps zur Strategieoptimierung gesehen, die wir gern mit euch teilen würden. Um die Einblicke in die Erfolge deiner Bemühungen zu erlangen, ist es erstmal notwendig, dass du ein Businessprofil hast. Die Insights auf deinem Profil sind vielfältig und aussagekräftig, du brauchst aber nicht alle davon in deine Recherche einzubeziehen. Hier die fünf wichtigsten Metriken, mit denen du dein Engagement aktiv verbessern kannst.

#1 Engagement Rate

Um herauszufinden, wie dein Content bei deinem Publikum ankommt, ist die Engagement Rate (ER) eine der besten Metriken. Sie gibt Hinweise darauf, ob deine Beiträge deine Follower zur Interaktion anregen.

Die ER bildet den Prozentsatz des Engagements (Likes und Kommentare) deines Posts in Relation zu deinen Followern ab. Logischerweise sieht nicht jeder deiner Follower jeden deiner Beiträge. Daher hilft dir die Engagement Rate nachzuvollziehen, wie viele Follower denn mit deinem Content interagieren. Um die ER für deine Beiträge zu berechnen, klickst du einfach auf „Insights anzeigen“ unter einem Post und zählst die Likes und Kommentare zusammen.

Gleichung: (Likes + Kommentare)/ Follower = Engagement Rate

Um eine noch genauere ER zu erhalten, kannst du dein Engagement statt deiner Follower auch durch die Reichweite teilen. Dies ist die tatsächliche Anzahl an Usern, die deinen Post gesehen haben.

So kannst du schon einmal grundsätzlich festlegen, ob deine Beiträge mit den Interessen deiner Zielgruppe matchen.

#2 Hashtag Strategie anhand der „Entdecken“-Metriken optimieren

Hashtags… des einen Freud, des anderen Leid. Hast du sehr viel Zeit für die Recherche in deine Hashtags gesteckt und bisher gedacht, sie seien unschlagbar? Das habe ich auch, bis ich mir meine Insights genauer angeschaut habe.

 

Anscheinend ist meine Hashtag-Strategie doch nicht das Wahre und muss noch justiert werden. Wie Benjamin Chacon auf Later schreibt, ist die Entdecken-Sektion eine wahre Goldgrube, um dein Publikum besser kennenzulernen und Einblicke darin zu bekommen, wie sie deine Posts gefunden haben. Nachdem du unter einem deiner Beiträge auf „Insights anzeigen“ geklickt hast, kannst du den kleinen Insights-Abschnitt mit dem Daumen hochziehen und gelangst so in eine ganze Abteilung voll mit Metriken. In der Entdecken-Sektion findest du erst einmal Impressionen und Reichweite hervorgehoben. Impressionen stellen dar, wie häufig dein Beitrag insgesamt gesehen wurde. Dies beinhaltet etwa das Scrollen durch den Feed oder Discover, das Ansehen deines Profils und Anklicken des Fotos, oder das Versenden via Privatnachricht. Die Reichweite hingegen gibt Auskunft darüber, wie häufig dein Beitrag tatsächlich angesehen wurde und ist in etwa zu vergleichen mit Unique Users. Das bedeutet: Sieht ein Nutzer dein Bild beispielsweise im Feed mehrmals am Tag, so wird er trotzdem nur einmal gezählt.

In den Entdecken-Metriken solltest du die Impressionen durch Hashtags genauer beobachten und deine Strategie gegebenenfalls anpassen. Nützliche und ausführliche Guides dazu findest du bei uns unter:

  1. Der ultimative Instagram Hashtag Guide für 2018
  2. Für die perfekte Reichweite: Das sind die aktuellen Top Hashtags auf Instagram

#3 „Nächste Story“ – da läuft was falsch

Natürlich findest du auf Instagram auch Insights zu deinen Stories, und auch hier kann die Wahrheit manchmal bitter sein. Stories sind ein super Instrument, um Einblicke hinter die Kulissen zu geben und ein bisschen Persönlichkeit zu zeigen. Der Content muss nicht wie im Feed qualitativ perfekt sein, dafür ist Authentizität bei diesem Format umso wichtiger. Um herauszufinden, wie beliebt deine Stories sind, musst du auch hier zuerst in den Insights-Bereich. Dazu schaust du dir deine eigenen aktuellen Stories an und ziehst den Bildschirm währenddessen hoch. Über das links oben erscheinende Diagramm gelangst du zu den Insights. Und hier findest du neben weiteren auch die für uns relevanten Metriken: Zurück, Weiter, Nächste Story und Verlassen.

Während Zurück und Weiter einfach nur bedeuten, dass ein User deine Story durch Tippen an den linken oder rechten Bildrand ent- oder beschleunigt (nochmal anschauen versus schnell weiter), verheißt „Nächste Story“ nichts Gutes: Hier swipt ein User rüber zur Story des Nächsten. Und das Signal an dich ist, dass deine Story ihm nicht zugesagt hat. Sei es, weil sie zu langweilig ist oder weil sie nicht seinem Interesse entspricht. Je höher die Anzahl der User, die weiter zur nächsten Story swipen in Relation zu den Views, desto höher dein Verbesserungspotential. Hier kannst du beispielsweise den Umfragesticker nutzen, um gemeinsam besseren Content für dein Publikum zu schneidern. Nicht zu vergessen: Verlassen bedeutet, der Nutzer swipt deine Story mit dem Daumen runter und verlässt damit die gesamte Story-Sektion. Das muss nicht unbedingt ein Signal an dich sein. Vielleicht hat er gerade einfach nur keine Zeit mehr.

#4 „Erreichte Konten“ – Wie viele neue User hast du erreicht?

Nicht nur innerhalb einzelner Posts, sondern auch in deinem Profil selbst findest du ebenfalls sehr detaillierte Insights. Hier widmen wir uns wieder der Reichweite. Wir erinnern uns: Reichweite kommt in etwa der Metrik „Unique User“ gleich. Ob dein Account Wachstum verzeichnet, kannst du feststellen, indem du dich in den Insights-Bereich begibst und bei Aktivität runterscrollst. Auch hier heißt der relevante Bereich „Entdecken“: Er zeigt auf, wie viele neue Accounts du in einem bestimmten Zeitraum erreicht hast.

Gibt es dabei Steigerungsbedarf, kannst du etwa versuchen, andere Accounts in deinem Beitrag zu taggen. Allerdings solltest du es mit Bedacht machen und nicht übertreiben, denn viele User nervt das schnell.

#5 Öffnungsraten deiner Links in den Stories

Instagram hat das Setzen von Links stark limitiert. So kannst du lediglich einen Link in deine Bio setzen sowie in deine Story mittels „Swipe up“-Funktion. Letztere Möglichkeit steht allerdings nur Accounts ab 10.000 Followern zur Verfügung. Die Öffnungsraten von Links in deinen Stories findest du in den Insights auf deinem Profil. Hier klickst du auf den Reiter „Inhalt“ und scrollst zu den Stories. In der Übersicht werden deine aktuellen Stories dargestellt, mit einem Klick auf „Alle ansehen“ werden dir die Stories der letzten 14 Tage angezeigt. Unter deinen Link Stories erhältst du Einblicke in die Öffnungsrate der Links. In Ermangelung an eigener Werbung hier das Beispiel von Later:

Link Öffnungsrate in den Stories mit „Swipe up“-Feature. © Later.com

Und jetzt: Fülle deinen Account mit passenden Inhalten

Die oben stehenden Metriken helfen dir nicht aktiv dabei, deinen Content auf Instagram zu optimieren. Jedoch geben sie dir Hinweise darauf, ob du dein Publikum erreichst und deine Beiträge auf Interesse stoßen. Du hast die richtigen Werkzeuge, es liegt nun an dir, deinen Account mit passenden Inhalten aufzubauen.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

Ein Gedanke zu „Instagram Insights: 5 Metriken, um deinen Content zu optimieren

  1. André Wehr

    Liebe Frau Bauer, vielen Dank für diese super Aufbearbeitung. Genau sowas hatte mir aktuell noch gefehlt.

    Antworten

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