Social Media Marketing

Instagram führt Branded Content Ads für Stories und Feed ein

Ab sofort können Unternehmen bei Instagram Branded Content von Creators als Ads im Feed oder in der Story einsetzen. Das dürfte die Sichtbarkeit steigern.

© Instagram

Werben auf Instagram hat viele Facetten und das Influencer Marketing ist ein zentraler Faktor für zahlreiche Marken. Jetzt werden die Werbeoptionen Instagrams jedoch auf das nächste Level gehoben. Mit Branded Content Ads haben Marken die Chance Kooperationen mit Creators noch effektiver zu nutzen, da sich deren Branded Content als Anzeige für den Feed oder in der Story verwenden lässt.

Branded Content in die Werbestrategie einbinden

Das neue Werbeformat bei Instagram dürfte Marken auf ganz besondere Weise ansprechen. Bisher war häufig die Frage, ob man Budget für Influencer oder andere Kampagnen auf der Plattform einsetzt. Nun wird eine Synergie geschaffen, die auf dem Branded Content basiert.

Laut Instagram kommen 68 Prozent der Nutzer zum sozialen Medium, um mit Creators zu interagieren – hierin liegt bereits die Relevanz des Influencer Marketing begründet. Jetzt können Marken dieses Nutzungsverhalten quasi doppelt für sich nutzen. Mit den neuen Branded Content Ads ist es möglich, Markengeschichten mit der Stimme, dem Look, ja dem Content der Instagrammer zu erzählen. Auf diese Weise können neue Publika angesprochen werden, die die Marke über Ads allein vielleicht nicht erreicht hätte. Denn die Unternehmen können den Branded Content der Creators jetzt als eigenständige Ad für den Instagram Feed einsetzen, später auch für die Stories. Und dabei können sogar Nutzer via Targeting erreicht werden, die weder der Marke noch dem Creator Account folgen.

Wenn diese Ads im Feed auftauchen, werden die User das Label Paid partnership with/Bezahlte Partnerschaft mit sehen, während der Markenname ebenfalls beim Branded Content der Instagrammer dargestellt wird. So soll die Werbetransparenz bei dieser unikalen Form der Werbung gewährleistet werden. Liat Weingarten, VP Brand Communications bei Old Navy, erklärt:

We’ve long seen that customers want to discover fashion through trusted sources who have credibility, but organic reach on that content has become increasingly limited. So we’re consistently looking for more sophisticated ways like Branded Content ads to serve partner content to the right shoppers, instead of just throwing it into the social ether. Promoting content directly from an influencer’s handle inherently gives the post more authenticity than coming from a brand handle, and we’re seeing significantly higher engagement rates using this strategy.

Branded Content Ad von Old Navy, © Instagram

Wie die Ads kreiert werden können

Zwei zentrale Schritte sind nötig, um die Branded Content Ads zu erstellen. Zunächst müssen Creators ihren Geschäftspartnern, also den Marken, erlauben den Branded Content als Ad zu nutzen. Das lässt sich über den Bereich Advanced Settings bewerkstelligen. Daraufhin können die Geschäftspartner den Post in ihrem Ads Manager bei den Existing Posts einsehen. Nun lässt sich entscheiden, ob der Post als Werbeanzeige im Feed erscheint oder im Stories-Format eingesetzt wird. Eine ausführliche Übersicht liefert Instagram im Blog.

Die Branded Content Ads sollen in den kommenden Wochen für den Feed ausgerollt werden. Für die Stories wird die Option in den kommenden Monaten für alle Advertiser zur Verfügung gestellt. Mit dieser Option sollte es Instagram, und damit auch Facebook, gelingen, noch mehr Werbekunden für die ohnehin florierende Plattform zu finden. Denn die Kombination aus gebrandetem User Content und der Distribution im klassischeren Ad Format im Feed oder sogar in der Story ist so simpel wie erfolgversprechend. Das dürften auch die Marken anerkennen und versuchen, mit Branded Content Ads eine authentische Kampagne für Instagram aufzusetzen. Dass es hierbei – genau wie beim Influencer Marketing – falsche Ansätze gibt, liegt auf der Hand. Denn für diese Form der Werbung muss ein absoluter Brand Fit beim Creator vorhanden sein. Doch vor allem Marken, die schon länger erfolgreich mit einem Instagrammer arbeiten, bietet sich dieses Werbeformat an.

Für die Nutzer werden die Momente der Werbung und des eigens generierten Contents von Creators allerdings weiter verschwimmen, trotz der transparenten Anzeigen. Das könnte für Instagrammer langfristig einen Rückschritt in Sachen Authentizität bedeuten. Auch hier muss es also eine klare Kommunikation mit den Followern geben. Branded Content Ads werden uns jedenfalls als neues, natives Format bald öfter begegnen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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