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In-App-Engagement: Die erfolgreichsten Werbeformate in mobilen Apps

Kürzlich veröffentlichte Smaato in Zusammenarbeit mit Liftoff eine Studie zu Konversionsraten von In-App-Anzeigen. Wie wirbt man am besten?

unsplash-logoWilliam Hook

In-App-Werbung boomt und hat Mobile Web-Angebote längst überholt. Zu diesem Thema veröffentlichte Smaato vor Kurzem eine Studie, die zeigt, welche Werbeformate bei In-App-Anzeigen am besten funktionieren. Wir zeigen dir im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse.

Drei klassische Formen des Advertisements

Es gibt mehrere Möglichkeiten Werbungen in Apps zu schalten. Man wandert hierbei auf einem schmalen Grat, denn weder möchte man den Nutzer mit der eigenen Werbung nerven noch möchte man, dass er diese vollkommen missachtet. Smaato und Liftoff zufolge gibt es drei große Werbetypen:

  • Banner Ads: Der Klassiker, bei dem ein kleiner Banner an der unteren oder oberen Hälfte des Bildschirms montiert ist. Dieses Werbeformat gilt als nicht sonderlich aufdringlich und kann einfach in jede App eingebaut werden.
  • Native Ads: Dieses Werbeformat ist im Bestfall subtil, da es inmitten der Umgebung der App platziert wird, weshalb dieses sich nicht sofort als Werbung identifizieren lassen. Oftmals finden Native Ads in Apps mit Listenformat Anwendung und werden zwischen eigentlichen Inhalten des Feeds platziert.
  • Interstitial Display Ads: Die wohl aufdringlichste Form des Advertisements, da diese für einen kurzen Moment den gesamten Bildschirm in Anspruch nimmt. Meist werden sie als Übergang benutzt, beispielsweise zwischen zwei Leveln, und verschwinden wieder, sobald der Nutzer sie schließt.

Zur Bemessung des Erfolgs der verschiedenen Werbeformate, wird in zwei Kategorien unterschieden: effective Cost-per-Mille (eCPM) und Click-Through-Rate (CTR), die Nummer an Klicks, die eine Anzeige erhält, geteilt durch die gesamten Impressions dieser. Anhand dieser Werte lässt sich feststellen, dass mehr Interaktion erfolgt, je größer die Werbung ist.

Je größer, desto besser. Subtile In-App Advertisements werden weniger geklickt als aufdringlichere Formate. © Smaato, Liftoff

In-App Video Ads

Einer sehr positiven Resonanz erfreuen sich die Videoformate der In-App Advertisements. Diese lassen sich in vier Kategorien unterteilen.

  • Rewarded Video Ads: Diese Form des Advertisments entlohnt den Nutzer für das Ansehen der Werbung. So können in Spielen beispielsweise Währungen verteilt werden, mit denen man weitere Inhalte kaufen kann.
  • Interstitial Video Ads: Erneut wird hierbei der gesamte Bildschirm beansprucht. Als Übergang wird ein Video gezeigt, welches Nutzer aber etwa nach fünf Sekunden überspringen können.
  • Outstream Video Ads: Diese Form der Werbung wird zwischen die natürliche Umgebung der App gesetzt und spielt automatisch ab, sobald der Nutzer dort scrollt.
  • Instream Video Ads: Sofern die App einen eigenen Videoplayer hat, wird diese Form des Advertisements dort abgespielt. Die Werbung wird dann vor, während oder nach dem Video abgespielt.

Im direkten Vergleich zwischen herkömmlicher In-App-Werbung und der Videovariante schneidet letztere bei eCPM und CTR wesentlich besser ab.

Advertisements erfreuen sich größerer Beliebtheit und Interaktion, sobald diese im Videoformat erfolgen. © Smaato, Liftoff

Auch die von Liftoff gegebenen Statistiken bestätigen dies, da diesen zufolge bei Videos der Cost-per-Install (CPI)-Wert um 40 Prozent höher ist.

Besonders erfolgreich schneiden die Rewarded Video Ads ab. Die Zeit, welche Nutzer mit diesen verbringen, wird direkt entlohnt und ist somit nicht etwa störend, sondern sinnvoll genutzt. Nutzer kriegen etwas für die von ihnen aufgebrachte Zeit zurück, wodurch die beste Nutzererfahrung gegeben wird, wie 90 Prozent aller Werbebetreibenden angeben. Ebenso betrachten 70 Prozent aller Nutzer diese Werbeform als die angenehmste.

Konversionsraten erhöhen

Am einfachsten ließe sich dies über die erfolgreichen Rewarded Video Ads bewerkstelligen. Sie schneiden am besten unter allen Videoformaten ab, genauso wie sie bedeutend mehr Erfolge als Display Ads zusammentragen. Das hierein investierte Geld rentiert sich am ehesten. Ebenso gilt zu vermerken, dass iOS insgesamt bessere Konversionsraten aufweist als der Gegenspieler Android.

Zwar sind die Kosten bei iOS höher, die Konversionsraten jedoch auch besser, vor allem bei Rewarded Video Ads. © Smaato, Liftoff

Damit die eigene In-App-Werbung auf Erfolg stößt, gibt es also einige wichtige Regeln zu beachten. Man sollte den Nutzern eine möglichst angenehme Werbeerfahrung bieten, sodass sie sich nicht von dieser belästigt fühlen. Genauso muss die Werbung optimal gestaltet sein. Videos sollten beispielsweise auch ohne Ton weiterhin Sinn ergeben und zur Interaktion motivieren, da die meisten Video Ads ohne Ton geschaut werden. Außerdem, auch wenn Videoformate am besten abschneiden, ist es vorteilhaft, wenn die eigene Werbung in diversen Formaten bei diversen Apps erhältlich ist. Zuletzt sind die vorliegenden Daten zu beachten. Was für eine Demographie und Zielgruppe hat man vor Augen? Wo ist die Interaktion am höchsten? Alles in der Richtung ist wichtig und sollte Eingang in die Kampagnenplanung für In-App Advertising finden. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte sollte diese Werbeform große Erfolgspotentiale bieten können.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und schreibt seit März 2019 für OnlineMarketing.de

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