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“Ich glaube, dass unser Nutzungsverhalten sich komplett in Richtung mobile Endgeräte verschieben wird” – Marc Ahr, KissMyAds-CEO

Marc Ahr, neuer KissMyAds-CEO, erklärt, was ihn zum Mobile-Marketing-Spezialisten getrieben hat. Auch zu seiner persönlichen Smartphone-Nutzung nimmt er Stellung.

Marc Ahr,
KissMyAds-CEO

Früher war es der Gründer Florian Lehwald, nun ist es Marc Ahr: KissMyAds hat die Stelle des CEOs neu besetzt. Der in Köln ansässige Mobile-Marketing-Spezialist will mit diesem Schritt seine technologische Entwicklung weiter vorantreiben. Wir haben mit dem neuen CEO ein Interview geführt, ihn gefragt, was ihn an seiner neuen Aufgabe reizt, wo er früher gearbeitet hat und wie eigentlich seine persönliche Beziehung zu seinem Smartphone aussieht.

OnlineMarketing.de: Marc, du bist nun knapp zwei Monate in deinem neuen Job als CEO von KissMyAds unterwegs. Wie fällt für dich das erste Zwischenfazit aus?

Marc Ahr: Das Wichtigste zuerst: Das Team hier hat mich super aufgenommen. Ich gehe mit viel Spaß und Freude an diese neue Aufgabe heran. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass die Mitarbeiter eine neue Führungskraft so offen empfangen und ihr die Eingewöhnungsphase so leicht machen wie mir hier. Das war top. Neben der Einarbeitung habe ich die erste Zeit auch dafür genutzt, mir zunächst wie ein Außenstehender die Prozesse und Abläufe anzuschauen. Ich war überrascht, wie geregelt und organisiert alles ablief. Man hört ja vom Durcheinander in Jungunternehmen. Natürlich gibt es auch bei KissMyAds kreative Momente. Aber ich war schon beeindruckt, wie ernsthaft und engagiert das Team hier zu Werke geht. Trotzdem habe ich natürlich ein paar Ideen, was man noch verbessern kann. Denn wir alle wissen: Das Gute ist des Besseren Feind.

Gab der Boom der Mobile-Branche einen Ausschlag dafür, dass du nun für KissMyAds arbeitest?

Ich komme ja selbst aus der Mobilbranche und habe die Entwicklung vom Desktop-Zeitalter hin zur Smartphone-Ära hautnah erlebt. Dieser Wandel war auch ein Grund für meine Entscheidung. Ich glaube, dass unser Nutzungsverhalten sich komplett in Richtung mobile Endgeräte verschieben wird. Ob das jetzt in Zukunft ein Smartphone-Display oder doch die Smart-Watch ist, das ist für mich eher uninteressant.

Was reizt dich an der neuen Aufgabe KissMyAds?

An dieser neuen Aufgabe reizt mich besonders, dass ich in ein Unternehmen komme, das gesund wächst. Die nächsten paar Jahre werden dennoch entscheidend sein. Meine Rolle ist es, das Unternehmen organisatorisch auf diesen Kurs einzustellen, personell und organisatorisch alles so vorzubereiten, dass wir in diesen Bahnen gut wachsen können. Insbesondere das internationale Wachstum wird mich sehr beschäftigen, und da musste ich auch nicht lange überlegen, als Florian Lehwald mir die Stelle anbot.  KissMyAds ist ja ein Pionier des mobilen Performance-Marketings. Wir müssen uns gegen immer mehr Wettbewerber beweisen, die in den Markt strömen – einige allerdings gibt es schon nicht mehr. Ich bin überzeugt, dass wir dafür sehr gut aufgestellt sind.

Wie du gerade angesprochen hast, bist du schon viele Jahre in der Mobilbranche unterwegs. Was hast du vor deinem Engagement bei KissMyAds konkret gemacht?

Zuletzt habe ich bei clickworker in Essen in der Geschäftsführung gearbeitet. Dort habe ich mich vornehmlich um den Vertrieb und die Marketing-Aktivitäten gekümmert – immer mit dem Blick darauf, dass das Unternehmen wächst, ohne sich zu überheben. In den Jahren davor war ich als Director of Mobile Messaging bei der YOC in Berlin viel mit der SMS-Technologie beschäftigt.

Nun bist du also hier in Köln bei KissMyAds angekommen. Was wird sich unter deiner Führung ändern?

Bier gibt es nun erst ab 19 Uhr. Die Tischtennisplatte wird in Zukunft auch erst nach Feierabend genutzt. Nein: Quatsch! Ändern ist immer so ein starkes Wort. Die Frage ist ja, würde nur ich die Sachen anders machen – oder muss man sie anders machen. Ich bin ich ein Fan des amerikanischen Sprichwortes: „If it ain’t broke don’t fix it“. Und bei KissMyAds funktioniert das meiste bestens. Ich sehe, dass manche Prozesse klarer definiert werden können, dass wir gewisse Kundensegmente noch klarer adressieren und auch unsere Produkte regelmäßig auf den Prüfstand stellen sollten. Sicher ist, dass ich meine Erfahrung einbringen will. Davon kann ein so junges Team sicher profitieren.

Nachdem wir jetzt schon viel über den neuen CEO Marc Ahr erfahren haben, wollen wir nun ein paar Fragen abseits des eigentlichen Jobs stellen. Welches Smartphone nutzt du privat? Und wie würdest du dein eigenes Nutzerverhalten beschreiben?

Ich nutze momentan das iPhone 5s. Für mich gab es bisher noch keinen Grund, von Apple zu einem Android-Phone zu wechseln. Ich bin einfach nach wie vor begeistert davon, wie man bei Apple Usability und Design so effektiv verbindet. Das mit dem Nutzungsverhalten ist so eine Sache. Natürlich brauche ich mein Handy im Arbeitsalltag andauernd. Mails checken, neue Apps anschauen, Banking und ja, hin und wieder telefonier ich sogar noch mit dem Ding. Wenn man oft unterwegs ist, dann bleibt das natürlich nicht aus, dass man oft und manchmal auch zu oft auf das Display schielt. Das Smartphone hat für mich einfach schon viele andere Geräte substituiert. Meinen Laptop zum Beispiel, den pack ich nur noch auf längeren Reisen ein. Wenn ich aber mal wirklich echte Freizeit habe, dann versuch ich mich auch mal frei zu machen. Dann kann es auch passieren, dass ich mehrere Stunden mal nicht auf das Display schaue. Einige Quellen sagen sogar, dass ich dann auch schon mal einen ganzen Tag ohne das Smartphone auskomme. Dabei stelle ich dann auch immer wieder fest: Es geht auch mal ohne ständige Erreichbarkeit. Ich finde, dass man sich das in unserer heutigen Zeit immer mal wieder bewusst machen sollte.

Zum Schluss hast du nochmal Zeit für ein wenig Eigenwerbung: Was macht KissMyAds besser als andere Mobile-Advertising-Dienstleister?

Unser Vorteil gegenüber anderen Playern im Markt ist in jedem Fall unsere starke Spezialisierung. Wir haben von Anfang an gesagt, dass unsere Idee vom mobilen Marketing rein auf Performance basiert. Man zahlt nur dann, wenn aus der Werbung auch Geschäft entsteht. Damit grenzen wir uns ganz klar von anderen Mitbewerbern ab. Darüber hinaus liegt unsere Stärke sicherlich auch in der persönlichen Beratung unserer Publisher und Advertiser. Dadurch, dass sich unser Team zunehmend internationalisiert, können wir nun Support in verschiedenen Sprachen liefern. Das ist entscheidend, da viele unserer Kunden nicht in Deutschland sitzen, sondern in Lateinamerika, Südostasien, Nordamerika oder Afrika.

Vielen Dank für das Interview.

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

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