Mobile Marketing

Hohe Performance attestiert: Google AMP bekommt spannende neue Werbeformate

Frische Ad-Formate für die blitzschnellen Accelerated Mobile Pages – deren Viewability, CTR und eCPMs sind laut Google höher als traditionelle Mobile Ads.

© Flickr / Fjölnir Ásgeirsson, CC BY-SA 2.0

Google versucht mit dem AMP-Projekt ähnlich wie Facebook mit Instant Articles die Nutzererfahrung auf mobilen Websites zu verbessern. Die schnellere Umgebung eignet sich natürlich auch für Werbeanzeigen – falls diese schnell genug laden. Der Suchmaschinenriese hat nun den Test gemacht und einige neue Formate vorgestellt, die Publisher schon bald zur Verfügung stehen sollen.

Wohin geht die Reise mit den AMP?

Die Accelerated Mobile Pages sollen – wie der Name schon sagt – die Geschwindigkeit beim Seitenaufbau per Smartphone oder Tablet verbessern. Unter der Federführung Googles gestaltet eine Open-Source-Initiative die Technologie, die bereits bei einer Vielzahl großer Verlage Anwendung findet.

Erst kürzlich stellten die Entwickler eine Roadmap vor, die aufzeigt, was AMP-Nutzer in naher Zukunft erwartet. Der Fahrplan listet auch Ad-Formate auf, die in Planung sind und demnächst ausrollen werden.

Die Roadmap für AMP Ads von Google

Die Roadmap für AMP Ads von Google

Bei der Betrachtung der Roadmap fallen insbesondere drei neue Ad-Formate ins Auge:

  • Preroll Ads für Videos auf AMP
  • Sticky Ads, die oben oder unten auf dem Bildschirm mitscrollen
  • Flying Carpet Ads, die statisch im Hintergrund überscrollt werden können

Im GitHub auf der Projekt-Seite findet sich eine Vorschau auf die Flying Carpet Anzeigen, auf die Ginny Marvin für Marketingland hinweist:

SO ähnlich werden die Flying Carpet Ads in den AMP aussehen, Quelle: GitHub

So ähnlich werden die Flying Carpet Ads in den AMP aussehen, Quelle: GitHub

Darüber hinaus werden AMP Ads genannt, die ebenso schnell laden wie der restliche Inhalt der Seite.

Mehr Geschwindigkeit ist positiv für die Performance der Ads

Craig DiNatali, Director Global Partnerships, und Nitin Kashyap, Product Manager bei Google, berichten jetzt in einem Blogpost, wie sich die Performance der Anzeigen in der AMP-Umgebung entwickelt hat. Dazu wurden die mobilen Websites von 150 Publishern untersucht und AMP Ads mit traditionellen Werbeanzeigen verglichen.

Die Google-Mitarbeiter sprechen von drei deutlichen Uplifts:

  • erhöhte Viewability (in mehr als 80 Prozent der Fälle)
  • höhere Click-Through-Rates (in mehr als 90 Prozent der Fälle)
  • höhere eCPMs für Publisher (in der Mehrheit der Fälle)

Verschiedene Testimonials der DailyMail, Vox Media und TownHall Media bestätigen diese Beobachtungen und weisen auf die einfache Transformation der Anzeigen in die AMP-Umgebung hin.

DiNatali und Kashyap versprechen weiterhin neue Formate für Advertiser:

While this makes for a promising start, we’ve barely scratched the surface of what’s possible with ads in AMP. There’s much work ahead for us and the rest of the industry — including our third party ad tech partners — to make advertising experiences on the mobile web as great as content experiences with AMP.

Die AMP befinden sich also noch im Anfangsstadium und lassen deren Potential erst erahnen. Bislang sind die schnellen Seiten durch die Google-Suche sowie die News-Sektion erreichbar.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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