SEO - Suchmaschinenoptimierung

Grafische Elemente als SEO-Schlüssel: 6 Tipps zur Bildoptimierung für Google

Ihr wollt mit Bildern in den SERPs präsent sein? Diese sechs Tipps helfen euch dabei. Außerdem zeigen wir euch ein spannendes Experiment.

© larshallstrom - Fotolia.com

Bilder ziehen Klicks. Das ist kein Novum – auch nicht in den SERPs. Kein Wunder also, dass die auf Bildern basierte Suche immer mehr zunimmt – nicht zuletzt dank Plattformen wie Instagram oder Pinterest. Hubspot hat nun einmal untersucht, wie effizient die Bildersuche nach dem Keyword “CEO” bei Google ist und es sich zur Aufgabe gemacht, die Suchergebnisse für eine bestimmte weibliche Geschäftsführerin voranzutreiben. Das Ziel lautete: Wir möchten das Bild eines weiblichen CEOs soweit optimieren, dass sie es in die Top-100-Suchergebnisse schafft. Wie sie dafür vorgegangen sind und ob sie Erfolg damit hatten, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Große Konkurrenz für das Keyword “CEO”

Zuallererst ermittelte das Team von Hubspot eine entsprechende Kandidatin für den Versuch. Meg Whitman, CEO von Hewlett-Packard (HP), schien die passende zu sein. Sie trat vor vier Jahren dem Unternehmen bei, vorher war sie für Procter & Gamble, Disney und eBay tätig. Dem zuletzt genannten Internetriesen verhalf sie innerhalb von zehn Jahren zu mehr als acht Milliarden US-Dollar Umsatz. Eine durchaus respektable Person, die es auch verdient, in dem schwer umkämpften Feld von CEOs im Netz gefunden zu werden.

Googles Keyword Planner Tool zufolge beträgt die durchschnittliche Anzahl an Suchanfragen für den Begriff “CEO” im Monat 550.000. Keine einfache Aufgabe also, unter die Top-100 zu gelangen. Das Hubspot-Team wählte folgendes Foto aus und began, es zu optimieren. Wir stellen euch die sechs Faktoren vor, die die SEO-Profis an dem Bild änderten, um es erfolgreicher zu gestalten.

Unbenannt

Quelle: Hubspot

6 Schritte zur Bilderoptimierung für ein besseres Ranking in den SERPs

1) Füge ein Alt-Tag hinzu und liefere erweiterten Kontext für den User

Ein Alt-Tag ist eine zusätzliche Option für den Leser. Dieser präsentiert nähere Informationen über das Bild. Du kannst es nutzen, um weitere Keywords einzufügen. Aber übertreibe es damit nicht. Lediglich relevante und wichtige Wörter sollten hinzugefügt werden. Insgesamt sollte der Text nicht die 100 Wörter überschreiten.

2) Gib deinem Bild einen passenden Namen

Bevor du dein Bild hochlädst, stelle sicher, dass es nicht einen willkürlichen Namen wie unbenannt.jpg oder ähnliches hat. Der Namen sollte das Bild beschreiben. Andernfalls hat es Google nicht schwer, deine Faulheit zu erkennen. Sobald dies passiert ist, ist der Googlebot nämlich nicht mehr sonderlich interessiert an deinem langweiligen Bild. Gib deinem Image also einen einzigartigen, passenden Namen. Hubspot hat zum Beispiel “ceo-meg-whitman-speaks-tech-museum” gewählt und nicht etwa “meg-whitman.jpg”.

3) Text und Bild müssen stimmen

Wichtig ist, dass dein Content auf deiner Seite zu dem Bild passt und andersherum. Im besten Fall unterstützt dein Bild den Text und dein Text das Bild. Auch deine Überschrift sollte Bezug auf dein Bild haben. Das Einfügen einer Bildunterschrift ist zudem zu empfehlen. Je mehr Details du einfügen kannst, desto besser.

4) Die optimale Verlinkung

Die perfekte Verankerung deines Links ist enorm wichtig. Mit Verkankerung ist in diesem Sinne der Text gemeint, mit dem du dein Bild verlinkst. Nicht nur für deine interne Linkstruktur ist eine geschickter Ankertext wichtig, auch Google bevorzugt individuelle Verlinkungen.

5) Füge Metadaten hinzu

Auch wenn Matt Cutts, Googles Head of Webspam, in einem seiner vielen Videos erklärt hat, die Metadaten seien kein Rankingfaktor, so könnten sie es aber trotzdem in Zukunft werden. Füge deshalb die sogenannten EXIF Datei (exchangeable image file format) hinzu. Darin kannst du die Coypright Informationen einfügen, den Namen des Fotografen, Bildbeschreibungen, Keywords sowie den Ort, das Datum und die Zeit.

Um die Metadaten zu einem Foto in Photopshop hinzuzufügen, musst du zunächst auf “Datei” und dann auf “Datei Info” klicken. Es gibt aber noch viele weitere Tools, die diese Aufgabe übernehmen können.

6) Kürzere Ladezeiten, bessere CR

Die Ladezeit einer Seite ist ein großer Rankingfaktor für Google. Die Menschen wollen in der heutigen schnellen Zeit nicht lange warten, um auf eine Website zuzugreifen. Deine Conversion Rate kann unter langen Warteschleifen für das Öffnen einer Seite erheblich leiden. Sorge also dafür, dass deine Bilder nicht zu groß sind. Die besten Formate sind GIF, PNG oder JPEG. Diese Abbildung – von Google selbst erstellt – hilft dir, zu entscheiden, worauf du bei der Bildgröße achten solltest.

Quelle: Hubspot

Quelle: Hubspot

Du musst beim Uploaden deiner Bilder sowohl über die Gesamtgröße nachdenken sowie über die auf der Website dargestellte Größe. Wenn du beispielsweise deine Bilder lediglich in der Größe von 600 Pixeln benötigst, dann passe es auch so an. Alles andere ist Verschwendung und macht deine Seite möglicherweise nur langsamer. Hier kannst du deine Ladezeit testen.

Wie ging das Experiment von Hubspot aus?

Das Experiment mit dem Bild von Meg Whitman ist noch nicht vorüber. Hubspot hat die sechs Tipps angewendet und benötigt nun einige Links zu dem Bild. Falls ihr dem Team helfen wollt, könnt ihr zu dem Bild verlinken und in den Ankertext “CEO” hinzufügen (hier der Link zu dem Bild). Wir werden unseren Artikel aktualisieren, sobald das Experiment vorüber ist.

Quelle: Hubspot

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

4 Gedanken zu „Grafische Elemente als SEO-Schlüssel: 6 Tipps zur Bildoptimierung für Google

  1. Susanne Oertel

    Den Artikel fand ich gut verständlich auch wenn nicht wirklich viel neues dabei war. Anders sieht es mit dem Kommentar von Tim Tics aus – ich verstehe nur Bahnhof. Vielleicht kann er einen Gastbeitrag hier über das Thema schreiben und erklären, was man mit Bildern noch alles machen kann und beachten muss?

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  2. Robin

    Seit wann kann man bei Google die Seitenladezeiten testen? Meines Wissens ist das nur ein Tool um zu schauen, inwieweit die Seite zwecks Geschwindigkeit optimiert ist ;-)

    Hier wäre ein (zusätzlicher) Link zu http://tools.pingdom.com oder Ähnlichem hilfreich gewesen.

    Insgesamt interessanter Artikel, aber mit deutlichem Potential nach oben.

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  3. Marion

    Der Artikel ist zwar nett für diejenigen, die noch wenig mit SEO Optimierung über Bilder zu tun hatten, liefert aber für Fachleute wenig Mehrwert. Interessant wäre noch das Ergebnis der Studie gewesen, aber mein Eindruck ist eher, hier wird versucht, für die Links zu werben. Das allerdings würde dann auch noch die Studie verfälschen.

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  4. Tim Tics

    Extrem wichtige Begriffe wie für Web- und Geräte speichern, indizierte Komprimierung, Retina, SVG, Icon-Fonts, Sprite-Grafiken und CSS dataURIs fehlen hier ja gänzlich. Besser wäre es hier mal gewesen, erstmal einmal zu unterscheiden, was Bilder mit Inhalt sind und was Layout-Elemente darstellen. Gibt unzählige Webseiten die jedes Icon als IMG-Tag einbetten, was halt schon schlecht ist.
    Insbesondere bei Retina-Displays ohne entsprechende Version, sehen Bilder immer Matsch aus. Ebenso sollte man Vektoren-Grafiken heutzutage mit SVGs umsetzen.

    Auch wenn meine oben genannten Begriffe, bis auf Retina, ehr Layout-Bereiche betreffen, so haben sie dennoch, aufgrund Performance und echter Bildoptimierung, eben mit SEO und Bildern zu tun.

    Das ist ein Artikel, der nicht State-of-the-Art ist und auch so vor 10 Jahren hätte schon Verwendung finden können.

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