Suchmaschinenmarketing

Google ging Ads mit bösen Absichten 2013 ordentlich an den Kragen

Google hat sogenannte „Bad Ads“ auch in 2013 den Kampf angesagt. Mehr als drei Millionen Versuche, dem AdSense-Netzwerk beizutreten, wurden verweigert.

Google kämpft gegen "Bad Ads"

(c) flickr / kaibara87

Werbung hilft bei der Finanzierung großer Web-Services und ermöglicht Unternehmen aller Größen, ihre Online-Geschäfte zu maximieren. Allerdings kann diese Art der Monetarisierung auch solche Unternehmen anlocken, die Online-Werbemittel für schädliche oder betrügerische Zwecke missbrauchen wollen. Google hat solchen Machenschaften vergangenes Jahr den Kampf angesagt und mit erheblichen technischen, finanziellen und personellen Ressourcen solche schlechten Werbepraktiken zu stoppen und somit den Schutz der Nutzer im Internet zu erhöhen. Hunderte von Ingenieuren, Politikexperten und anderen haben ihre Karriere ebendieser Aufgabe gewidmet.

350 Millionen unseriöse Ads wurden aus dem Google-System entfernt

Die Grafik zeigt insbesondere, wie Google letztes Jahr solche schlechten Anzeigen und werbefinanzierte Inhalte bekämpft hat. Dabei entfernten sie mehr als 350 Millionen gefährliche Anzeigen aus ihren Systemen. Wenn sich ein Mensch jeder dieser Anzeigen für eine Sekunde angesehen hätte, hätte es mehr als zehn Jahre gebraucht, um alle zu sehen.

Im Vergleich zu 2012 stieg die Beseitigung dieser Anzeigen deutlich an (um rund 220 Millionen Anzeigen). Dieser Trend hat sich in den vergangenen Jahren konsequent fortgesetzt. Laut Google seien dafür mehrere Faktoren verantwortlich, darunter: das Wachstum der Online-Werbung insgesamt und die ständigen Verbesserungen der Erkennungssysteme.

Bad Ads

Die Anzahl der Werbetreibenden, die bei der Säuberungsmaßnahme deaktiviert wurde, sank von rund 850.000 im Jahr 2012 auf ca. 270.000 in 2013. Das könnte am allgemeinen Rückgang der betrügerischen Werbetreibenden liegen, die durch die hohen Sicherheitsstandards des Suchmaschinenriesen größere Schwierigkeiten haben, ihre Arbeit zu verrichten und sich anderen, weniger geschützten Zielen widmen. Versuche, gefälschte Waren auf AdWords-Markt zu bewerben, verringerte sich um 47 Prozent in 2012 und um 82 Prozent in 2013. Parallel dazu sank die Zahl der Beschwerden über solche Anzeigen von 85 Prozent in 2012 auf 78 Prozent im vergangenen Jahr. Dabei wurden über 14.000 solcher Werbetreibende aus dem Netzwerk verbannt.

Natürlich reicht es nicht aus, nur die Advertiser, die solche „Bad Ads“ anbieten, zu verbannen. Google nutzt seine Möglichkeiten auch dazu, um die Webseiten und Apps zu beobachten, die diese Ads anzeigen. Auch hierbei versucht der Konzern den größtmöglichen Nutzen für jeden User zu ermitteln. In 2013 hat Google mehr als 200.000 Publisher-Seiten auf die Blacklist gesetzt und mehr als 3.000.000 Versuche, dem AdSense Netzwerk beizutreten, verweigert. Darüber hinaus wurden über 250.000 Publisher Konten wegen verschiedener Richtlinienverletzungen gesperrt darunter mehr als 5.000 Konten wegen Copyright Verletzungen, ein Anstieg von mehr als 25 Prozent im Vergleich zu 2012.

Dieser Kampf wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen, denn die Sicherheit im Werbenetzwerk soll weiterhin stehts verbessert werden.

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